….. als würde einem kurz nach der Geburt
eine große, schwergliedrige Kette um den Körper gelegt …..
….. man gewöhnt sich schnell an sie; sie
behindert einen kaum; man vergißt sie oft …..
….. & dann kommen die schlechten Erfahrungen,
eine nach der anderen; jede einzelne von ihnen:
1 Vorhängeschloss; ein Schloss das 2 der Glieder miteinander verbindet …..
….. & irgendwann sind es so viele Schlösser, dass die
Kette zur Fessel wird; kaum noch kann man sich bewegen …..
….. jeder Mensch fügt anderen Menschen diese Schlösser zu …..
….. & jeder wartet auf die Befreiung ….. auf die
Befreiung durch einen Menschen, der mit einem Dietrich oder
einer Haarklammer die Vorhängeschlösser öffnet …..
….. aber die Befreiung kommt nur für wenige …..
….. & die Schlösser sind überall …..
Schlagwort-Archive: Kultur
Vorhängeschlösser
Die Durchschaubarkeit der Gedanken
Ich kann keinen klaren Gedanken mehr fassen.
Also fasse ich die unklaren Gedanken.
Die trüben Gedanken.
Greife nach der Flasche mit dem klaren Getränk.
Vielleicht werden die Gedanken klarer –
es wäre unfassbar;
vielleicht werden sie noch trüber –
es wäre bedenklich.
Vielleicht sind die klaren Gedanken zu
durchschaubar;
vielleicht führt die Durchschaubarkeit der Gedanken
zu Trübsinn.
Ich kann keinen klaren Gedanken mehr fassen.
Ich betrachte sie von ferne –
& proste ihnen zu.
Eine lange Weile
Vertreibung & Totschlag
der Zeit – – –
ein kapitales Verbrechen.
Spiele
Gameshows
Zerstreuung
Job
Das einzige was zählt
die Voraussetzung für alles
ist Zeit
Was die meisten Menschen langweilt
ist für mich
die Erfahrung der Zeit
Das Fühlen der Zeit
Das Begreifen der Zeit
Unausgefüllt
Sie soll hierbleiben
Ich will sie nicht vertreiben
Sie soll leben
Ich will sie nicht totschlagen
Sie soll lang sein
Eine lange lange
lange Weile
Das geometrische Licht
Zuweilen, wenn ich in der Nacht
mit aufgeblendeten Scheinwerfern
an einem dunklen Haus vorüberfahre –
Fenster unerleuchtet,
Jalousien nicht heruntergelassen –
male ich mir aus, dass hinter einem dieser Fenster
jemand im Bett liegt …..
schlaflos
allein
mit offenen Augen in die Fastdunkelheit starrend.
In Gedanken & Wachträumen gefangen. – –
Und plötzlich
gleitet mein Fernlicht als geometrische Figur
über die Wände des Zimmers ….
über die Tapete
über die Bilder
über die Zwischenräume
über die Leere ….
Eine geometrische Figur, die
womöglich
Assoziationen weckt
andere Gedanken
andere Träume –
Erinnerungen …..
Bevor sie das Zimmer wieder verlässt.
Vielleicht hätte ich langsamer fahren sollen.
Vielleicht hätte ich anhalten sollen.
Meist fahre ich zu schnell.
Und die Fastdunkelheit, die nach dem
Fernlicht kommt, erscheint dem starrenden Auge
wie Finsternis.
Peugeot 404
In keinem Auto habe ich so oft gekotzt
wie in dem beigefarbenen Peugeot 404
aus den 60er Jahren
Ein Kind mit Kotztüte
schwachem Kreislauf
& häufigen Kopfschmerzen –
Kein Auto ist mir so ans Herz gewachsen
Nichts hat sich mir so eingeprägt wie
seine Armaturen
sein Lenkrad
die Türöffner
die Scheinwerfer vorne & hinten
das Vieh auf dem Kühlergrill
das Handschuhfach mit den Tüten für meine Kotze
das Handschuhfach mit den Butterkeksen
Manchmal
in alten Filmen
sieht man noch seinesgleichen
& manchmal
ganz selten
sieht man seinesgleichen noch auf der Straße
oder geparkt vor dem Haus eines Narren
Dann zerfließt mein altes dummes Herz
in Erinnerungen
Du hast mir Übelkeit bereitet
Du hast mich kotzen lassen
Mehr als andere –
Aber ich liebe Dich, Baby!
Kreislauf
Man ist über den Berg
Hat ihn überwunden
Schmerz
Sehnsucht
Erinnerungen
liegen hinter einem
Man geht weiter
Doch man bewegt sich
……. im Kreis ……
& plötzlich steht man wieder
vor demselben Berg
Der alte Schmerz
Die alte Sehnsucht
Die alten Erinnerungen
liegen vor einem
Und irgendwann ist man
zu müde
Einfach zu müde
um den Berg noch einmal zu
bezwingen
Ausgetrocknete Filzstifte
Wenn ich mich selbst porträtieren müsste
würde ich es tun mit
ausgetrockneten Filzstiften
Filzstifte
die nur
unsichtbare Spuren
auf dem Papier hinterlassen
Weißes Papier
das sich an die Linien
erinnert
aber sie
dem bloßen Auge
nicht
preisgibt
Alte Story in Kurzform
Die Augen geworfen
Ins Herz getroffen
Das Hirn ausgeschaltet
Den Kopf verloren
Über die Leber gelaufen
Auf die Nerven gefallen
Den Mund verbrannt
An die Nieren gegangen
Auf den Magen geschlagen
In die Eier getreten
In den Rücken gestochen
In den Arsch gefickt
Lächel doch
„Lächel doch“, sagte sie.
„Lächeln?“ sagte er. „Was ist das?“
Er starb.
Sein Gesicht verfaulte.
Seine Lippen verwesten.
Seine Zähne
wurden entblößt.
Fast war es
wie ein Lächeln.
Aus dem Kopf
Schlag mir dein Lachen
aus dem Kopf
Schlag mir das Muttermal an deiner Titte
aus dem Kopf
Schlag mir deine Worte
aus dem Kopf
Schlag mir das Geräusch deiner nassen Fotze
aus dem Kopf
Schlag mir deinen Arsch
aus dem Kopf
Schlag mir dein Weinen
aus dem Kopf
Schlag mir deine Augen
aus dem Kopf
Schlag mir dein Lächeln
aus dem Kopf
Schlag mir deine Gedanken
aus dem Kopf
Schlag mir meine Gedanken
aus dem Kopf
Schlag mir
den Kopf ab
damit er
voll von Erinnerungen
vor deine Füsse rollt
Vor deine Füsse
an die ich mich
erinnere
Die Täuschung
Wie oft verkleidet sie sich als Liebe –
die
Sehnsucht nach einem bestimmten Zustand,
die
Sehnsucht nach Vergangenem,
der
Wunsch, ähnlich zu fühlen wie früher,
die
Angst vor dem Alleinsein …..
Und manchmal ist es fast egal, an welches
Objekt
die Sehnsüchte
die Wünsche
die Ängste
sich zu klammern suchen ….
Kleinigkeiten geben den Ausschlag bei der Wahl –
eine Ähnlichkeit
eine erweckte Erinnerung
eine wohlbekannte Traurigkeit
bloße Verfügbarkeit
oder
Etwas, das gar nicht da ist ….
Die Person könnte eine andere sein.
Die Person ist eine andere.
Die Person ist
Phantasie.
Die Realität hat keine Chance –
für eine Weile.
Und Alles ist
Täuschung.
Für eine Weile.
Eine Täuschung,
für die niemand etwas kann.
Eine Täuschung,
so verwirrend & kompliziert,
so undurchschaubar
wie das
Menschsein.
Und am Ende wartet
die
Ent-
Täuschung.
Wie immer.
Und wie immer ist diese Enttäuschung
beinahe
eine schmerzende
Wohltat.
Meine Handgelenke
Meine Handgelenke
sind so schmal, dass
Armbanduhren zu groß wirken
Schmuck übertrieben wäre
Bandagen vielleicht würden sie
schmücken
geschriebene Hilfeschreie könnten
sie schmücken …..
oder
die Schnitte von
Rasierklingen
Rasierklingen
noch schmaler
als meine Handgelenke
Himbeermarmelade
Worte, süß wie Himbeermarmelade –
& man hatte sie geglaubt.
Die Himbeermarmelade klebte an einem
Rasiermesser ….
Verbarg es.
Man wollte die Worte ablecken,
da man sie glaubte –
glauben wollte ….
& schnitt sich in die Zunge …..
tief
so tief
Man spaltete seine Zunge ….
Himbeermarmelade lief aus der Wunde.
Und Blut.
Blut
Blut
Blut
So lange, bis man
durchsichtig war –
durchschaubar wie
ein leeres
Marmeladenglas –
gefüllt mit
Nichts
Der unwiederbringliche Verlust
Das Interesse
das ich an Dir verloren habe
wirst Du nirgendwo
wieder finden
An keiner Straßenecke
In keinem Fundbüro
In keiner Mülltonne
Nicht tagsüber
wenn es zu hell ist
Nicht nachts
in Dunkelheit oder Laternenlicht
wenn Du umherirrst
irgendwo
Das Interesse
das ich an Dir verloren habe
ist unwiederbringlich
& unauffindbar
Ein
unwiederbringlicher
Verlust
Der kleine Junge im Spiegel
Der kleine Junge, der ich war,
war vielleicht 7 Jahre alt;
mit einem Besen, der zu groß für ihn war,
fegte er den Hinterhof.
Das kleine Mädchen, das ihm zuschaute,
war vielleicht 3 Jahre alt;
eine Putte mit kurzen Goldlöckchen –
in kurzen Hosen.
Der Junge liebte diese blauen Augen
& dieses Lächeln.
Er hob den Besen an
wie eine Hellebarde &
ging auf das Mädchen zu ……
sah den Schrecken, sah
die Furcht …..
Mit dem Besen stubste er das Mädchen
an …. ganz leicht …. an der Brust ….
Das Mädchen wich zurück,
begann zu weinen ….
Er stubste noch einmal
& noch einmal.
Tränen in den blauen Augen.
Ein wohliges Gefühl in ihm.
Der kleine Junge, der ich war,
warf den Besen fort,
erschrocken vor sich selbst –
er ging auf die Kniee vor dem Mädchen,
streichelte es, nahm ein Taschentuch
aus der Hosentasche & putze
dem Mädchen die Nase.
Und er kitzelte es so lange, bis es wieder
lächelte.
Bis es wieder lachte.
Der kleine Junge –
er ist noch da.
Jedes Mal, wenn ich an einem Spiegel
vorübergehe,
kann ich ihn sehen.
Okkultes Blut
Wir lachten
lachten
bis uns
die Tränen kamen
Doch
in den klaren Tränen
lauerte bereits
das okkulte Blut
der Verzweiflung
Das x-te Remake
Irgendwann riechen die feurigen Worte nur noch
nach Autoabgasen …
Die süßen Gefühle schmecken nach
Asche …
Die hellen Gedanken sind
von Ruß überzogen …
Man wusste es doch vorher;
die Abgase, die Asche, der Ruß vom letzten Mal
hatten sich noch nicht
verflüchtigt …
& alles sah von Anfang an so ähnlich aus –
wie das Remake eines alten Films mit
schlechtem Ausgang, den man
schon unzählige Male gesehen hat.
Man wusste es vorher, aber
man hoffte dennoch.
Hoffte, dass dieses Remake
ein anderes Ende nehmen würde als
das Original – so
wie es manchmal geschieht …
Aber eigentlich geschieht es nur
in schlechten Remakes von
schlechten Drehbuchschreibern, die
das Leben nicht verstanden haben.
Und dann wünscht man sich ein
schlechtes Remake mit
gutem Ausgang.
Aber man riecht schon wieder
die Abgase.
Schmeckt schon wieder
die Asche.
1000 Teile
Sätze, die einen zerbrechen könnten, haben
eine magische Anziehungskraft …..
Hat man sie gehört, hört man sie in der Erinnerung
immer wieder …..
Hat man sie gelesen, liest man sie immer wieder nach.
Beim ersten Hören, beim ersten Lesen
haben sie einen noch nicht zerbrochen; nicht ganz jedenfalls.
Ein kleiner Sprung hie & da, vielleicht nur ein feiner
Haarriss …..
Aber vielleicht möchte man zerbrechen, möchte man
zerbrochen werden, möchte man
in 1000 Teile zerspringen,
wie ein Puzzle, das
am Boden liegt – –
Nur damit man wieder
zusammengesetzt
werden kann.
Nur damit sich jemand
auf den Boden setzt & anfängt,
die Teile
zu ordnen.
Muster
In jedem Raum
die gleiche Tapete
Auf jeder Tapete
dasselbe Muster
Ich gehe durch die Räume
& starre auf die Tapeten
Mein Blick fällt
auf das Muster
Mein Blick fällt
in das Muster
Ich falle
immer wieder
in dasselbe
Muster
Ich
falle
Meine Haustür
Ich kenne nichts, was so
selten geöffnet wird
wie
meine Haustür.
Särge vielleicht
wenn jemand darin liegt
& sie vergraben wurden
Das Holz meiner Haustür
ist verzogen
verrottet
wie das Holz eines Sarges
der schon lange
in der Erde ruht
Sie lässt sich nur noch schwer öffnen
Der Lack hängt
in Fetzen herunter
Es interessiert mich nicht.
Was mich interessiert, ist,
dass die Tür geschlossen ist –
& geschlossen bleibt
Ich kenne
was draußen ist.
Und was ich nicht kenne,
ist kein
Verlust
für mich
Niemand
sollte an ihr klopfen.
Man klopft nicht
an Sargdeckeln.
Nicht einmal wenn man weiß
dass im Innern des Sarges jemand
noch
lebt.
„Nur Beine“
„Es sind doch nur Beine“, sagte sie.
Das war
ein verdammt guter Witz.
Ich betrachtete sie noch ein bisschen,
lachte – & sagte:
„Ich bin nun mal eher so der Typ:
Es sind doch nur Titten.“
Aufschub durch Auftrieb
Nach irgendeiner diesen üblichen Höllennächte
ging ich ins Bett. Wälzte mich in der Finsternis
& schrieb im Kopf noch höllischere Finstergedichte.
Wie immer.
Dann schlief ich ein.
Träumte wild.
Schwitzte.
Wurde von Herzhämmern ans Kreuz genagelt.
Wachte wieder auf.
Wie immer.
Und ich erinnerte mich –
an die Nacht …. an die Gedichte …. an
jeden Scheißdreck ….
Wie immer.
Ich stand auf.
Ich hätte die Gedichte nur noch tippen müssen.
Doch bevor ich dazu kam, verpasste mir jemand
eine Ladung Gute Laune;
unerwartet & mitten in die Fresse.
Aus war’s mit der Finsternis. – –
Die Gedichte sind noch da; in meinem Kopf,
unauslöschlich wie Alles …..
Und wenn der nächste Tritt vom Leben kommt
– oder von wem auch immer -,
& er wird kommen –
wie immer,
kann ich diese Gedichte ja immer noch
tippen.
Zwiebeln
Wenn man eine Zwiebel schält, weiss man wenigstens,
was einen erwartet.
Wenn man eine Zwiebel isst, weiss man wenigstens,
was einen erwartet.
Wenn man eine Zwiebel verdaut hat, weiss man wenigstens,
was einen erwartet.
Ich finde Zwiebeln schön, und ich finde schön,
zu wissen, was einen erwartet.
Aber manchmal
finde ich auch anderes
schön.
Und manchmal
erwartet einen woanders
genau das,
was man von Zwiebeln
erwartet.
2 Friedhöfe
Hinter meinem Haus gibt es einen Friedhof
Dort liegen begraben die
Das hätte ich niemals tun sollen
Es ist ein kleiner Friedhof
sehr überschaubar
& die Kreuze & Steine stehen alle
gerade –
sie sind
intakt
aufrecht
gepflegt
Vor meinem Haus gibt es einen Friedhof
Dort liegen begraben die
Ach, hätte ich es doch getan
Es ist ein großer Friedhof
sehr unübersichtlich
& die Kreuze & Steine stehen alle
schief –
sie sind
kaputt
verrottet
von Unkraut überwuchert
Meistens
schaue ich aus dem Fenster
das nach
vorne
weist
Egal
Im nachhinein glaubt man ihn zu kennen –
den Moment, in dem man am besten
gestorben wäre.
Zu spät.
Der Moment ist weg.
Man lebt einfach weiter.
Man schläft, isst, trinkt & sucht
nach Momenten, die diesem ähneln könnten.
Aber alles, was sich ähnelt,
bleibt trotzdem
einzigartig.
Nur dieser Moment wäre wirklich
der beste gewesen – glaubt man.
Und wahrscheinlich hat man sogar recht.
Was soll’s.
Lebt man eben noch ein bisschen weiter &
stirbt zu einem ungünstigen Zeitpunkt.
Ist ja letztlich auch
egal.
Cumshot
Worte sollten niemals so sein wie
ein großer Dichter, der
von einem Hollywoodstar gespielt wird
& doch sind sie oftmals so
Worte sollten niemals so sein wie
ein Hollywoodstar, der
von einem Soapsternchen
imitiert wird
& doch sind sie oftmals so
Worte sollten sein
wie der Cumshot eines
Pornodarstellers
so echt wie
ein niederer
Instinkt
kein Fake
keine Kunst
kein So tun als ob
Etwas
das raus muss
& rauskommt
so ehrlich wie möglich
Eine Motivation des Pornodarstellers
mag Geld gewesen sein
aber ohne den Instinkt & die Geilheit
wäre der Cumshot nicht möglich
deshalb ist er echt
so echt wie ein Hollywoodstar niemals
sein kann, wenn er
einen großen Dichter spielt,
einen Dichter,
der echter ist als jeder
Cumshot
so echt
wie Worte immer sein sollten
Keine Sau
Keine Sau versteht mich,
dachte ich.
Dann kam sie daher, und ich
nannte sie
Keine Sau.
Doch manchmal –
manchmal –
ist auch sie eine.
Den Göttern
– welchen auch immer –
sei
Dank!
für ihr
Unverständnis.
Überraschung
Ich bin überrascht
von Dir.
Du bist überrascht
von Dir.
Ich –
liebe Überraschungen.
Du –
solltest sie auch
lieben.
Wie ein Hund
Wie ein Hund, der
vor dem Laden angebunden wurde, in
dem es so vieles gibt, das er gerne fressen würde,
und in den der Mensch gegangen ist, den er liebt
& von dem er abhängt,
fühle ich mich manchmal angebunden
vor dem Leben.
Da ist dieses Schild:
‚Wir müssen draussen bleiben’.
Aber der Hund kann es nicht lesen;
& deshalb heult er manchmal,
weil er sich verlassen fühlt –
& manchmal bellt er alle an, die
so selbstverständlich diesen Laden betreten.
Und die dieses Schild
niemals beachten.
Wie ein Hund
fühle ich mich manchmal,
der das Verbotsschild nicht lesen kann,
das ihn –
& nur ihn allein
zu betreffen scheint …. &
er ahnt nicht, dass es
andere
seiner Art gibt, denen es
genauso geht.
Manche Verstecke
Sie sagte: „Ich habe ein bisschen Angst vor mir.“
Hab keine Angst vor Dir, nur weil ich
Dir Seiten Deines Wesens zeige, die Du noch nicht
kanntest.
Sag nicht: „Das bin ich nicht.“
Denn Du bist es.
Du bist es auch.
Und ich habe sehr schnell erkannt,
wo diese Seiten versteckt waren.
Manche Verstecke liegen so nahe in einem selber,
dass nur ein anderer
sie finden kann.
Ein schlechtes Gedächtnis
Und dann wünschte ich mir ein
schlechtes Gedächtnis –
nur
um sagen zu können :
Eigentlich
vergesse ich alles
aber
diese Nacht
KONNTE ich nicht
vergessen
Euphorie
Wenn ich das leere Wodka-Glas
hinter mich werfe
wie ein besoffener Russe
aus Euphorie
klingt sein Splittern schön
Aber
es klingt nicht
einen Splitterbruchteil so schön
wie Dein Lachen
das mich
in Euphorie versetzt
& das schönste Mondlicht
das sich in den Splittern spiegeln könnte
kann niemals so schön sein
wie Dein Lächeln
wenn Du
meinetwegen
in Euphorie bist



Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.