Nähe wird
nicht nur
durch den Raum
bestimmt –
sondern auch
durch die Zeit.
Wer sich nicht
genug Zeit nimmt
um sie
Anderen
zu geben
wird
niemals
die Nähe finden
die
er
sucht.
Nähe wird
nicht nur
durch den Raum
bestimmt –
sondern auch
durch die Zeit.
Wer sich nicht
genug Zeit nimmt
um sie
Anderen
zu geben
wird
niemals
die Nähe finden
die
er
sucht.
Ich glaube
wer glaubt
der Tod sei
nicht
das Ende
neigt noch mehr als
alle Anderen
zur
Vergeudung von Zeit
Nein –
ich glaube es nicht –
ich denke es
Denn
Eines weiß ich:
Ich glaube
an
Nichts.
Mitten in der Nacht
räumte
das Räumfahrzeug
den Schnee
von einsamen Straßen
Die Frau
war
auf dem Weg
ins Bett
nackt
Das Zimmer
erleuchtet
Das Fenster
nackt
Sie erzählte mir davon
am Telefon ……
»Selber schuld«, sagte sie,
»wer hat mich denn
so lange
wach
gehalten?«
»Egal«, sagte ich,
»dem Mann wird kalt sein –
da draußen
im Schnee.
Ich gönne ihm
Deinen Anblick
& die warmen Gedanken,
die er sich machen wird.«
Ich stellte mir sie vor.
Das war einfach.
Ich stellte mir ihn vor.
Das war
kaum weniger einfach.
Denn er hätte ich sein können.
Bevor ich
sie
kannte.
Und ich war oftmals
nachts
unterwegs
gewesen
in der Kälte
im Schnee
in der Einsamkeit
in meinem
Träumfahrzeug.
Es reicht mir
durchaus
Das Salz im Spaghetti-Wasser
Die Zeichnung eines Segelbootes an der Wand
Das Schwindelgefühl eines Cocktails
Schon
bin ich
auf
hoher See
(Die Liebe
ist
so
ähnlich.)
Es ist
für Manche
als wären sie
mit fremden Augen
geboren worden
die Alles
unklar
falsch
& fremd
sehen
Bestenfalls
treffen sie dann
Jemanden
der die eigenen Augen besitzt
die Demjenigen/Derjenigen
ebenso
fremd sind
Sie tauschen
Blicke
Augen
Augenblicke
& auf einmal
sehen beide
Alles
klar
& richtig
mit den eigenen Augen
im Gesicht
des Anderen
Sie erkennen sich
& Nichts
scheint mehr
fremd
Manches
muss man einfach
wegschmeissen
verkaufen
verschenken
verlieren
um es
angemessen
zu vermissen.
Besitz
der nicht endet
macht
unendlich
blind.
Leben:
Man tut einfach so
als wäre man
nicht
da
Dann
stirbt man –
& schon
ist
die Lebenslüge
wahr
Vielleicht
bist Du
der richtige Moment
in meinem Leben
Vielleicht
bin ich
der richtige Moment
in Deinem Leben
Lass uns
einander
versäumen
um
sicher
zu
gehen
Wenn mein Tod ein Beweis ist
dafür
wie Lebenszeit verschwendet wird
Wenn mein Tod
Dir
die Augen wäscht
damit Du
endlich
sehen kannst
was
verschwendete Zeit
bedeutet
möchte ich
nur noch
sterben.
Sofort.
Ich bin
kein Sonderangebot
Ich bin
nicht billig
Ich bin
nicht einmal
günstig
Ich
koste
das
Leben
Meins
Deins
Geh
am Regal vorbei
wenn Du Dir
mich
nicht
leisten
kannst
»Hey, ich bin immer da,
wenn Du mich brauchst.
Also – da eben, irgendwo,
wo Du mich nicht
erreichen kannst;
wo es
kein Netz gibt.
Wo ich tanzen kann
& Spaß haben,
während es Dir
dreckig geht.
Während Du
Dich selbst zerstörst.
Warum auch immer.
Mein Name ist
der neue Name Deiner Einsamkeit,
der neue Name Deines Alleinseins.
Ja, ich glaube an Bestimmung.
Ja, ich glaube an Gott;
er ist immer da ….«
Worte, die durch einen besoffenen Kopf schwappten.
Der Mann saß an der Theke. Allein. Blickte
in den Spiegel hinter den Flaschen.
Der Spiegel war fleckig. Die Flaschen glänzten.
Ein Fenster wurde gespiegelt. Im Fensterrahmen
das Spiegelbild einer Kirche.
Es war Mittag.
Zu platt, dachte der Mann,
diese Symbolik. Nur
schlechte Literatur &
das Leben
sind voll von solch platter Symbolik.
Es wäre nett, wenn die Kirche brennen würde.
Ein schönes, gespiegeltes Feuer, das ins Bild,
das in den Rahmen passen würde …..
Und ich würde in das Feuer pissen.
So, wie ich auf alles pisse & scheiße, was
hinter mir liegt. Hinter mir – wie
dieses Fenster in meinem Rücken.
Ich denke wirr.
Egal.
Solange ich nicht
Wir
denke.
Ja – sie ist immer da. Irgendwo. Wie
die Einsamkeit.
»Noch einen. Bitte.«
Irgendeine Klarheit plätscherte ins Glas.
Ein Duft, ein Verprechen.
Etwas, das Betäubung verprach,
Ende & Tod – wenn man nur
konsequent genug war.
»Ich denke an Dich.
Immer.«
Immerdar.
Die Musik war
ein banales Hintergrundgeräusch, das
zu diesem Ort passte.
Ich könnte dazu tanzen, dachte der Mann.
Wenn ich tanzen könnte. Und wenn ich es
wollte, könnte ich es wahrscheinlich sogar.
Ich könnte auch Spaß haben. HaHa.
Wie war nochmal der Name
des Alleinseins?
Ich komm´ nicht drauf …..
Unwichtig. Irgendwann wird er
mir wieder einfallen.
Wenn ich
so inkonsequent sein sollte,
dann noch zu leben.
HaHa.
»Noch einen?« fragte der Barkeeper.
»Nein danke. Zahlen.«
Das Trinken war hier einfach zu teuer.
Der Mann konnte es sich nicht leisten.
Flaschen mussten her.
Irgend etwas
Billiges.
Das man alleine trinkt.
Das man in einer Wohnung trinkt, in der
niemand ist
außer
man selbst (oder das, was man dafür hält).
Ja, die Flaschen sind immer da,
wenn man sie braucht. Immer erreichbar.
Wunderbar austauschbar.
In der Hausbar. HarHar.
Selbst wenn sie leer sind, sind sie da;
nachfüllbar.
Ein Brand. Ein Feuer. Ein Brennen.
Ja, ich denke an sie.
An die Flaschen.
Woran auch sonst?
Immer.
Und als er die Bar verließ, schaute der Mann
nicht auf die Realität dessen, was er
durch das Fenster im Spiegel
gesehen hatte.
Ich möchte nicht enden
als Schmetterlingssammler
Ein einsames Haus
voller Schaukästen
Darin
aufgespießt auf Nadeln
die bunten Leichen
der Schmetterlinge
Leben
das
in Netzen gefangen wurde
Flattern
Flug
Farbe
wurden zu
Stillstand
Fixierung
Präparation
Das schönste Gefühl ist
das Kitzeln der Flügel
eines verirrten Schmetterlings
in den Handflächen
kurz bevor
man ihn
in die Freiheit
entlässt
Manchmal
ist sogar
der Bauchschmerz
ein schönes Gefühl
In meiner Kindheit war ich
klug. –
In meiner Jugend
dumm. –
Nun –
ist es
zu spät.
Ich liebte das Radio, das
auf dem Nachttisch meines Vaters stand.
Das warme Licht
der Röhren;
die Zahlen
der Skalen;
die Knöpfe,
die Tasten,
die Regler.
Den Klang.
Irgendwann kaufte er sich
ein neues Radio.
Transistoren.
Kalte Farben.
Kein Licht.
Ein flacher Klang.
Ich bekam
das alte Radio.
In meinen schönsten Kindheitsnächten
war es meine einzige Lichtquelle,
mein schönstes Geräusch,
wenn alle schliefen.
Ein Rausch.
Eine Wärmequelle.
Ein Lagerfeuer.
Stimmen & Noten.
»Kann das weg
oder willst Du’s behalten?«
fragte meine Mutter.
Sie mistete den Keller aus.
Lange
nach dem Tod meines Vaters.
Ich war kein Kind mehr.
War
voller Hass
auf
Vieles.
Voller
Gleichgültigkeit.
Voll
scheinbarer
Kälte.
Und doch
voll
Feuer.
Ich war –
keine Ahnung.
»Weg«, sagte ich. »Das
brauche ich
nicht
mehr.«
Es gibt noch
alte Schwarzweiß-Photos,
auf denen das Radio
zu sehen ist.
Mein Vater liegt daneben.
Photographierte
Musik.
Ich bin
kein Kind mehr.
Nicht mehr jung.
Klugheit
Dummheit
Hass
Gleichgültigkeit
Was gäbe ich
heute
für das warme Licht der Röhren;
die Zahlen der Skalen;
die Tasten;
die Regler;
den Klang …..
Dieses Geräusch.
Diesen Rausch
der Kindheit.
Dieses Feuer.
Vielleicht
ist auch das
nur
Dummheit …..
Wie auch immer –
es
ist
zu
spät.
Es geht
niemals
glatt
wenn man
eine Folie
auf etwas
klebt
das sich
bewegt
wie
das Leben.
Selbst wenn es
stillzustehen
scheint. –
Irgendwo ist
immer
mindestens
1 Blase.
Gefangene Luft.
Eingeschlossene Luft.
Atem
vielleicht.
Ein
Atem –
Aus
Atem –
Eine hässliche Beule
die sich
nicht
glattstreichen lässt …..
Man kann
hinein
stechen
(es bliebe
ein Loch).
Man kann
die Folie
herunterreissen,
von vorne
beginnen.
Doch
am besten
lässt man
die Folie
von vornherein
weg.
Denn
schöner
wird’s nicht.
Niemals.
Eine Binsenweisheit –
eine weitere:
Das Happy End
der Liebe
ist
der gemeinsame Tod.
Vielleicht
sollten
Wir
Uns
rechtzeitig
ausblenden
aus unserem Film ……
Solange
das Lebenslicht
unserer Liebe
noch
so grell
leuchtet
dass Wir
unsere glänzenden Augen
beschatten
müssen
Dieses Gedicht
taugt nichts.
Ich werde es
mit Bleistift
auf Papier schreiben;
dann
werde ich das Blatt
anzünden,
während
Du
zusiehst …..
Denn
auch wenn meine Worte
Deine Augen nicht zum Glänzen bringen –
Das Feuer
wird sie leuchten lassen.
Meine Worte sollen brennen!
Wie ich.
Gespiegelte Flammen sollen tanzen
in Deinem Blick!
Die Gänsehaut
ist
die Blindenschrift
der Musik
Unser Lied
höre ich
mit meinen Fingerkuppen
auf
Deiner Haut
Ich liebe die Rücksichtslosigkeit.
Die Rücksichtslosigkeit der Kunst.
Die Rücksichtslosigkeit der Künstler.
Egal um welche Kunst es sich handelt –
ohne Rücksichtslosigkeit keine Kunst.
Doch Wes Montgomery
fand seinen Stil, weil er
rücksichtsvoll war.
So die Legende.
Und wenn ich es will, ist
die Legende
wahr.
Und ich will es.
Als Wes anfing
E-Gitarre zu spielen,
nahm er Rücksicht
auf seine Nachbarn.
Er übte ganz leise
spät abends
mit dem Daumen –
ohne Plektrum.
Und er behielt
einfach
(einfach?)
diese Art & Weise
zu spielen
bei ….
Viele andere
mögen das auch getan haben
& noch tun …..
Doch ihn
erkennt man
immer –
sofort.
Stil
Stil
Stil
Irgend etwas, das
jemand
anders macht
als alle
Anderen, die
das gleiche tun.
Gut, dass Wes Montgomery
Nachbarn hatte.
Gut, dass er
rücksichtsvoll war.

Auf Wände starren
in einer Nacht, die
verstummt ist
wie das Gedächtnis eines
geistig Umnachteten
Das Vergessen ist ganz still
& die Wände atmen
durch die Löcher, wo
einst Bilder hingen
Schwarze Punkte
die den leeren Blick einfangen
Bilder
die kein Nagel mehr
ertragen kann
Das Atmen der Wände ist
vielleicht
das Letzte
was man
hören wird
Nichts schweigt
so grausam
&
so schön
wie
das Vergessen
Ich tat
nichts.
Scheinbar.
Saß
auf der Terrasse
in der Sonne
& las
eine Erzählung von
Turgenjew.
Das ist ungefähr
30 Jahre her.
Warum mir das
immer wieder einfällt
weiß ich nicht.
Aber
ich
ahne
es.
Der Wasserhahn leckt ….
Die Dichtung
ist zu alt ….
Tropfen fallen
in einen halbvollen Topf ….
Die meisten von ihnen
verursachen
ein Geräusch
das sich von den Geräuschen der
anderen
nicht unterscheiden lässt ….
Dabei sind sie
alle
unterschiedlich –
& jeder einzelne Tropfen
verändert
den Inhalt
des Topfes ….
Schon deshalb
muss der nächste Tropfen
wiederum
anders
klingen
als
sein Vorgänger ….
Und doch
reicht oft nicht einmal
ein Absolutes Gehör
um
die Unterschiede festzustellen ….
Eine traurige Melodie
die nicht gehört wird –
nur weil
die Töne
sich
zu
ähnlich sind.
Natürlich habe ich meinen Untergang verdient.
Ich habe noch nie um eine Gehaltserhöhung gebeten.
Ich kann locker irgendwo über 20 Jahre lang arbeiten –
& dann immer noch dasselbe Gehalt bekommen wie
am Anfang.
Für das praktische,
pragmatische
Leben
bin ich
einfach
nicht
geschaffen.
Ich würde mir schäbig vorkommen,
wenn ich um irgend etwas bettelte.
Handelte.
Lieber schränke ich mich ein.
Stolz. Stolz. Stolz.
Das, was andere Dummheit nennen.
Ja, streicht mir doch ruhig noch etwas von meinem Gehalt!
Ich werde nicht winseln.
Nicht bitten.
Nicht betteln.
Ich werde schweigen.
Und auf alle anderen
herabsehen.
»Wie viel verdienst Du?« mag man mich fragen. –
Ich werde antworten:
»Mindestens
meinen Untergang.
Plus Zulage.«
In einem verwitterten Regal
in meinem Keller
liegen sie noch –
die Telephonbücher meiner Kindheit
(aus einer Zeit, da kaum jemand
Telephon mit f schrieb).
Totenbücher, stumm bevölkert von
Verstorbenen. –
Nummern, die es nicht mehr gibt.
Nummern, ohne Anschluss.
Nummern, die niemand mehr wählt.
Abgerissene Kontakte.
Adressen, die noch existieren.
Adressen, wo Fremde wohnen.
Straßennamen, die zu Bildern werden.
Spielplätze der Phantasie.
Überlebende, die woanders leben.
Überlebende, die geblieben sind.
Und jeder Raum zwischen den Zeilen
ist ausgefüllt von unzähligen
Ungeborenen ……
Fremde auch sie.
Dein Name steht nicht darin;
er kann nicht darin stehen
nach menschlichem Ermessen.
Doch manchmal lese ich ihn
trotzdem –
ein unsichtbarer Schriftzug, den
nur
ich
entziffern kann.
Eine Nummer, die ich
wähle.
Die Bücher sind vergilbt.
Die Bücher sind verstaubt.
Sie riechen nach Keller.
Doch manchmal rieche ich
in ihnen
Dich.
Dann ist es
als ob
Du
in meinem Keller sitzt.
Oder
in meiner Kindheit.
Oder
in meinen Erinnerungen.
Was für eine Vergeudung von
Zeit – Muße – Ruhe – Gedanken -,
wenn man sich
in eine Menschenmenge begibt!
Und eine Menschenmenge beginnt
für mich
bei 3 bis 4 Personen.
Parties, Feiern, Vereine, Clubs, Versammlungen …..
Auf Parties trifft man nur Leute, die
auf Parties gehen.
Auf Feiern trifft man nur Leute, die
auf Feiern gehen.
In Vereinen trifft man nur Leute, die
in Vereine gehen.
In Clubs trifft man nur Leute, die
in Clubs gehen.
Auf Versammlungen trifft man nur Leute, die
auf Versammlungen gehen.
Wie traurig, wie langweilig.
Vor allem, weil man
mich
dort
nicht treffen kann.
Mich trifft man
nirgends.
Man mag das Arroganz nennen
oder Neurose
oder wie auch immer …..
Auf Geselligkeiten schaue ich
herab. So wie auf
gesellige Menschen.
Menschenmenge ….
Menschgemenge ….
Sich treiben lassen im
Seichten ….
Natürlich kenne ich solche geselligen
Menschen; mag einige sogar ….
Vor allem mag ich sie dafür, dass sie
es seit vielen Jahren aufgegeben haben,
mich einzuladen; dass sie
es seit vielen Jahren aufgegeben haben,
auch nur anzudeuten, mich
besuchen zu wollen.
Einige kenne ich seit Jahrzehnten, und sie
wissen nicht einmal,
wo ich wohne.
Es gibt einfach vieles, was
ich nicht verstehe.
Nicht verstehen will.
Was für eine Vergeudung von
Zeit – Muße – Ruhe – Gedanken!
Und wie grauenvoll wäre es erst,
sich in solch einen Menschen
zu verlieben!
Aber das ist
eine andere Geschichte …..
Und dann
wieder allein
kniete ich mich hin &
roch an der Stelle, wo
SIE
nackt & feucht
gesessen hatte.
Ja,
Sehnsucht & Verlangen
sind
von außen betrachtet
oft
lächerlich –
oft
peinlich.
Man sollte sie
nicht
zu oft
von außen betrachten.
Ich möchte nur
so still sitzen
dass
die Asche
nicht
herunter
fällt
Ich rauche
Sie brennt
Ich brenne
Sie raucht
ganz still.
Unsere Asche
berührt
nicht
den Boden.
Wir sitzen
so
still
Wie ein Toter
der bloß
in fremden Träumen auferstehen kann
lag er begraben
in seiner Einsamkeit
Die festgetretene Erde des Vergangenen
lastete auf ihm
Niemand träumte
in seiner Umgebung
Da war kein Raum
durch den er sich
hätte bewegen können
nichts als
leere Wirklichkeit
über ihm
Dann betrat
die Vernunft
sein Grab
legte sich
nackt
darauf nieder
& schlief ein
Er
erstand auf
nackt & bloß
& bewegte sich
durch die Räume ihrer Träume
die
wie gemalt aussahen
erfüllt von
Musik
Dort fand er
was er
längst
nicht
mehr
gesucht hatte
Und er wurde
süchtig
nach
ihrem
Schlaf
ihrer
Ruhe
nach
ihren
Träumen
in denen er
leben
konnte
end
lich
Alle
Anderen
Menschen
sehen
am schönsten aus
wenn sie sich
entfernen
von meiner Haustür.
Du
siehst
am schönsten aus
wenn Du Dich
auf sie
zu
bewegst.
Und das
hat
NICHTS
mit
Von vorne
oder
Von hinten
zu tun.
Die Schatten unter den Augen
meines Vaters
auf dem letzten Foto
vor seinem Tode
sind die Schatten
in mir.
Manchmal sehe ich sie
in meinen Augen.
Und immer häufiger
darunter.
Nichts
war geplant.
So
war
es
nicht geplant.
Sie
hatten
keinen
Plan.
Waren planlos
wie immer.
Der Zufall agierte
als wüsste er
was er tat.
Die Frau
glaubte nicht an
Zufälle.
Der Mann
glaubte an
gar nichts
auch nicht an
das Gegenteil.
Sie begegneten sich
in
virtuellen Räumen
realen Träumen
irgendwo
zwischen
Sehnsucht
Angst
Gewohnheit
& Einsamkeit.
Stille Worte
wurden geschrieben
wurden gelesen.
Der Mann erkannte ein Zitat
von Seneca
in der Biographie der Frau.
Seneca war der Lieblingsphilosoph
seines Vaters
gewesen.
Des Vater, dem der
Stoizismus
nicht geholfen hatte ….
Nicht geholfen hatte
im Leben
nicht geholfen hatte
beim Verrecken –
dem Verrecken
das so langsam
so quälend gewesen war
wie das Verrecken
ihres Vaters …..
Und der Zufall setzt die Maske auf,
die Maske der Vorsehung –
er hüllt sich in ein fremdes Gewand –
das nach Schicksal riechen soll …..
2 Väter, die
dieselbe Zigarettenmarke geraucht hatten;
eine Marke der Vergangenheit –
die es längst
nicht
mehr
gab.
Rauchzeichen,
in denen die Frau las.
Rauchzeichen,
die für den Mann
bloß Rauch waren, den
der Zufall
zeichnete.
Und sie las,
was er schrieb.
Der Zufall.
Der Mann.
Geträumte Räume ….
Geräumte Träume ….
Und die Frau besuchte
den Mann
in dem Haus, das
seine
Realität
war.
Sie besuchte ihn
am Geburtstag
seiner
Großen Liebe.
Der vergangenen Liebe –
die ihn beinahe
das Leben gekostet
hätte –
tatsächlich aber
die meisten Teile
seines Lebens
gekostet
hatte …..
….. wenige Minuten nachdem
der Brief einer anderen Frau
(durch den Briefschlitz geworfen)
auf seiner Fußmatte gelandet war.
Und der Zufall setzt die Maske auf,
die Maske der Vorsehung –
er hüllt sich in ein fremdes Gewand –
das nach Schicksal riechen soll …..
»Ich brauche niemanden«, sagte sie, »ich kann
gut
alleine
leben.«
»Ich brauche niemanden«, sagte er, »ich kann
gut
alleine
leben.«
Er liebte Beine.
Zufällig hatte sie welche.
Zufällig waren sie schön.
Er liebte Ärsche.
Zufällig hatte sie einen.
Zufällig war er schön.
Er liebte Gedanken.
Zufällig hatte sie welche.
Zufällig waren sie schön.
Er liebte Gefühle.
Zufällig hatte sie welche.
Zufällig waren sie schön.
Im Keller seines Hauses
war der einzige Raum
in dem
geraucht werden durfte.
Die Frau wollte rauchen.
Eine Marke, die es
noch
gab.
Eine Marke
der Gegenwart.
Sie gingen hinunter.
Gebräunte Tapeten;
gebräunt
vom Rauch der vergangenen Jahrzehnte.
Gebräunt
vom Tabak der Vergangenheit.
Und auf einer der Tapeten –
ein Poster …..
Auf dem Poster –
ein Schriftzug …..
»Little ole Wine Drinker me«
Ein Foto von
Dean Martin.
Die Frau schwieg.
Wenn ihr Vater, der Spieler,
betrunken gewesen war,
sang er
immer wieder
diesen
Song.
»…. with a broken heart
and a woman on my mind ….«
Nichts
war geplant.
So
war
es
nicht geplant.
Sie
hatten
keinen
Plan.
Waren planlos
wie immer.
Der Zufall agierte
als wüsste er
was er tat.
Die Frau
glaubte nicht an
Zufälle.
Der Mann
glaubte an
gar nichts
auch nicht an
das Gegenteil.
Auch sein Vater hatte
gespielt.
Hatte
verloren.
»Ich brauche Dich«,
sage ich.
»Ich brauche Dich«,
sagt sie.
Musik läuft
im Hintergrund.
Und ich
beginne
im Rauch
zu lesen
Sie band sich die Schnürstiefel zu,
im Stehen, vorgebeugt,
den Hintern unter dem hochgerutschten Kleid
mir zugewandt.
Ich sagte:
»Also, wenn ich meine Texte über Dich
lesen würde …..
würde ich noch geiler auf Dich werden, als ich
es ohnehin schon bin.«
»Spinner«, sagte sie.
Zumindest hätte sie es sagen können.
»Ja«, sagte ich, »und deshalb möchte ich nicht,
dass Du in meiner Abwesenheit irgendwelche Typen
triffst, die mein Zeug lesen.«
»Quatsch«, sagte sie.
(Sagte sie es wirklich?)
»Die denken doch alle
bestimmt,
dass
das
nicht
stimmt.
Die glauben an die
Dichterische Freiheit.
Halten es dafür.«
Sagte sie.
Ich sagte – meine Zunge sagte:
»Dichterische Freiheit?
Kennen die nicht.
Und wer mich
aufmerksam liest,
weiß, das
alles
wahr
ist,
was
ich
schreibe.«
Ich betrachtete sie.
Ihre Beine.
Mein Blick haftete
an ihren Beinen
in den Strümpfen, die
selbsthaftend
waren.
Ich ging zu ihr.
Hob das hochgerutschte Kleid
noch höher.
Darunter:
nichts.
Steckte meine Zunge, die
gesprochen hatte,
in ihre Arschritze.
Und sprach
mit ihr
die Wahrheit –
wie immer
in diesem
Moment.
Wir sind
Uns
so vertraut
mittlerweile
dass
ich
nicht mehr
staubwische
bevor
Du
kommst
nicht mehr
aufräume
bevor
Du
kommst
nicht mehr
das Bett
frisch beziehe
in das
Wir
Uns
gemeinsam
fallen
lassen
können.
Jahre der Einsamkeit
können
in
Einem
Augenblick
vergehen.
In einem Augenblick
unter 4 Augen
die sich
erkennen.
Die sich erkennen
selbst
wenn sie
blind
sind.
Selbst
wenn sie
blind
sein
sollten.
Blind
sein
mussten
um Blicke auszutauschen
die mehr sind als
bloßes
Sehen
um
blind
sich
zu treffen
&
Sich
kennen
zu
lernen
in
Einem
Augenblick
in dem
die Vernunft
nackt
schläft
mit
geschlossenen Augen
die
WEIT
GEÖFFNET
GEMEINSAM
SIND.
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