Schlagwort-Archive: Philosophie
Versucht
habe ich
Es
immer wie
der
Das Aus
löschen
der Zeilen
Um
nur
noch
die
Zwischen
Räume
übrig
zu lassen
Ver
gebens
Ge
danken &
Ge
fühle
brauchen
den
Halt
Brauchen
halt
das Wortgeländer
um
nicht
in die Tiefe
zu stürzen
aus der sie
empor
gestiegen
sind
(Siehe auch: Das Zeilengeländer)
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Aus
gebremst
Verlang
samt
durch den Ball
ast der Zeit
: Der alte Computer :
Man möchte etwas öffnen
Man klickt auf ein Symbol
& dann
wartet man
& wartet
Lauscht dem Geräusch
der alten Festplatte
ratternde Drehungen
im Inneren
Das Rauschen & Keuchen
der Lüftung
– Der alte Rechner –
In der Registry häufen sich
die verwaisten Einträge
sinnlose Überbleibsel
alles Gelöschten
Daten
die keinen Zweck mehr erfüllen
Und so manche Verknüpfung
so manches Symbol
verweist auf ein Programm
das längst deinstalliert wurde
–
Ich sitze
vor dem Monitor
versuche
Etwas
zu öffnen
& warte …..
Und ich grabe
in meinem Gedächtnis
wie so
ein alter Rechner.
Über
all
Symbole.
Ein
träge.
Man
braucht
Geduld.
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Da ist Niemand
der es ihm beschreiben würde
Da ist Nichts
was er begreifen kann
Er ist allein
Dennoch
glaubt der Blinde an seine Fähigkeit
das Bilderrätsel zu lösen
Es
lösen zu können
indem er
die glatte Oberfläche
er-
tastet
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Was wollte er nur
mit all diesen Regen
schirmen
im
Innern
seines Hauses?
In dem er hauste
wie ein Agoraphobiker.
Kaum je
verließ er es –
schon gar nicht
wenn es
regnete.
Obgleich er
das Regengeräusch liebte –
das Tropfengetrommel
auf auf
gespannten
Schirmen.
Was wollte er nur?
Keiner seiner Schirme war gekauft.
Sie alle waren
liegen
gelassen
worden.
In
Gedanken
losigkeiten.
In
fremden Häusern.
Sie hatten
den Sinn & Zweck des Nützlichen
gehabt
im Besitz
der Anderen.
So nahm er die Schirme
an sich
nahm ihnen
ihre eigentliche Bedeutung
& gab ihnen
den Sinn & Zweck des Nutzlosen.
Es ging ihm
um den Schirm
an sich.
Um
Worte & Fantasien –
um die
schaurig
schönen
Erinnerungen der Kindheit…..
….. Die Geschichte vom Fliegenden Robert …..
Was wollte er nur
mit all diesen Regen
schirmen?
Vielleicht bloß
durch den Regen fliegen
im Innern
seines Hauses –
ohne
Sinn & Zweck.

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Nacht.
Unvertraute Straßen.
Ein fremdes Ziel.
Ich bin
unterwegs.
Ich lenke
den Wagen.
Doch die Straßen
lenken mich.
Ich muss
ihnen folgen –
wenn ich
unversehrt
das fremde Ziel
erreichen
will.
Schein
werfer
kegel
in der Dunkelheit.
Ich bin nicht allein.
Auch Andere sind
unterwegs.
Doch
in dieser Nacht
ist es so
wie in den meisten Nächten:
Ich schaue
in das Innere der fremden Autos,
blicke durch die
verregneten Fenster –
& sehe
in jedem einzelnen von ihnen
das Leuchten
des Navigationsgerätes.
In solchen Nächten
habe ich das Gefühl, ich sei
der einzige Mensch auf Erden,
der ohne Hilfe
unterwegs ist.
Nein,
ich besitze kein Navigationsgerät.
Keine fremde, künstliche Stimme
sagt mir,
wo es langgeht –
sagt mir,
wann ich
voraussichtlich
ankommen werde.
Ich weiß nicht,
wann.
Und ich bin mir nicht sicher,
ob ich
hier
richtig bin.
In meinem Wagen
leuchten nur
die Armaturen &
das Radio.
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»Das
ist einer deiner schönsten
Texte.
Tief –
Vielschichtig –
Konzentriert.
Als hättest du
viel darüber nachgedacht.
In Ruhe nachgedacht.«
»Na sicher«, sagte ich,
»in meiner Dichterklause.
Wo sonst.«
Ein Glas fiel zu Boden
Splitterte
Die Besoffenen grölten
Eine Frau lachte schrill
Der Barkeeper holte Feger & Kehrblech
2 Sirenen
heulten im Duett
Kreisende Blaulichter huschten durch die Nacht
am Hotel vorbei
Gegenüber am Bahnhof sangen die heimkehrenden
Fußballfans
In der Lobby lief tonlos der Fernseher –
Hitler schwang die Faust
während Nachrichten & Börsenkurse über seine Brust liefen
Das Telefon an der Rezeption trillerte
Ich ging ran
Jemand wollte ein Zimmer
»Ausgebucht« sagte ich
Aus den Fahrstühlen sickerte der Schleim der Musik
Die Mikrowelle klingelte wie eine Schreibmaschine
am Ende der Zeile
Das Textprogramm klingelte nicht
als ich am Ende war
Wieder einer fertig!
So ist das
mit der Klause.
Wie gut – dass ich
kein Dichter bin.
Ich bin nicht einmal
ein Nachtportier
eigentlich.
Eigen
tl
ich
bin ich
nur
ich.
Oder
Nichts.
Und
Nichts
zu sein –
ist auch
recht
angenehm.
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Die Realität
in Worte gefasst
wirkt
oft
so
irreal
surreal
symbol
überladen
wie
der nackte Arsch
auf dem Fuß eines Sonnenschirms
wie
der tote Schmetterling
auf einer Windschutzscheibe
wie
der zerbrochene Lieblingsteller
in Form eines Halbmondes
Die Realität
in Form gebracht
wirkt
oft
so
künstlich
….. Kunst-Stoff
aus dem die Träume sind
Doch das ist
nur
Täuschung.
Es ist
die Realität selber
die so
irreal
surreal
symbolüberladen
ist
Der nackte Arsch auf dem Sonnenschirm –
es gab ihn wirklich.
Der tote Schmetterling auf der Windschutzscheibe –
ist Dreck & Symbol zugleich.
Der zerbrochene Lieblingsteller in Form eines Halbmondes –
zerbrach so – & nicht anders.
Es ist
der Blick –
der
wortlose
formlose
fassungslose
Blick
der
Alles
in
Allem
findet.
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All
ein
durch
wand
er
te
der Mensch
die Kälte
Berge
behinderten den Blick
auf
das Nichts
dahinter
Gebirge
aus Stein
aus Sein
aus
Er
de
die sich
verschoben hatte
in die
Höhe
Der Mensch suchte
was ihm wie
er glaubte
versprochen worden war
Er suchte
das Versprochene
Er suchte
den Versprecher
Er rief
in den Nebel:
»WAS IST
MIT DEINEM VERSPRECHEN?!!«
Und die kaltglänz
enden Wände
antworteten:
»….Versprechen
rächen
rächen ….«
Echo,
dachte der Mensch –
Das Echo hat
immer
deine eigene Stimme
& klingt doch
fremd
Er schrie
in den Nebel:
»ICH WUSSTE ES!«
»…. wusste es
wusste es ….«
»MAN KANN
SICH
NICHT
AUF
DICH
VERLASSEN!«
Seine Worte
prallten gegen die Wände
Die Wände glänzten
vom Hochnebel
der
her
nie
der
gefallen
war
Die Worte
wurden
zurück
geworfen
& die Stimme
er
schien
dem Menschen
fremd
er
denn je
Die Stimme
der verschobenen Erde
die
seine
eigene
war
Die Stimme
die ihm
antwortete:
»…. dich verlassen
dich verlassen ….«
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Die Vorstellung,
die ich von mir habe,
ist
nicht
Ich
eigent
lich.
Doch
die Verzerrung
durch
Selbst
wahr
nehmung
gehört
zu
mir.
So kommt
mein Bild von mir
mir näher
als
die Wahrheit.
Die Vorstellung,
die Du von mir hast,
ist
nicht
Ich
eigent
lich.
Doch
die Verzerrung
durch
Liebe
gehört
zu
Dir.
So steht
Dein Bild von mir
mir näher
als
die Wahrheit
& mein
eigenes
verzerrtes
Bild von mir.
So
möchte
ich
sein.
Viel
leicht.
Ich
ist
ein Anderer.
Du
bist
eine Andere.
Wir
stellen uns
ein
ander
vor.
Lernen
uns
kennen.
Gegen
seit
ich.
Nehmen uns
wahr
in
einer anderen
Wahrheit.
2 fremde Wesen trafen sich.
1 sagte:
»Darf ich mich vorstellen?«
& meinte doch
eigent
lich
»Dich«.
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Freud war längst tot
als meine Mutter mir Bananenbrote brachte
während ich auf dem Klo saß.
Meine Füße berührten
nicht
den Boden.
Eingeschlafene Beine
die Härte der Brille
die Härte des Stuhls
Härte überall.
Die langen Nachmittage der Verstopfung.
Immer wieder.
Trägheit
des
Darmes.
Als hätte ich
Alles
für mich behalten wollen.
Völle-
Gefühl.
Scheiße & Schmerz
in Überfülle.
Lahmgelegte Peristal-
tik.
Ich hörte das Leben
weitergehen –
da draußen
außerhalb der Zelle.
Meine beiden Brüder spielten
als ob nichts sei.
Die Putzfrau – Frau Lüttchens – wischte & saugte.
Die Geräusche lenkten mich ab
störten mich
weckten
meine Sehnsucht
nach Erleichterung.
Nach Flucht
aus der Zelle.
Stunden
die endlos schienen.
Immer wieder.
Eine Kindheit wie
Rizinusöl…..
Nase zuhalten
& schlucken!
Ekel
der den Hals verschleimt.
– Das is doch alles psüüchisch!
Klar doch! Anale Phase & so. Man
kennt das.
Geiz
Pedanterie
übertriebener Ordnungssinn
Sammelwut
Ja nee isso –
»Bananen stopfen« sagte meine Mutter.
Aber irgend etwas musste ich ja essen
um nicht kraftlos vom Klo zu kippen.
Und ich liebte das nunmal:
Graubrot mit Butter & Bananenscheiben
in Häppchen geschnitten
gereicht mit einem Gäbelchen
das eigentlich ein Zweizack war
mit dem man
normalerweise
Fruchtstücke aus der Bowle fischte.
Freud ist längst tot.
Ich gehe durch das Haus
das meine Mutter mir vererbt hat.
Alles
hat seinen Platz.
Alles
ist wohlgeordnet.
Die Bücher…..
Die Filme…..
Die Ton-
träger…..
Die Schreibmaschinen…..
Die Musikinstrumente…..
Besitz
der belastet.
Und
manchmal
meine Sehnsucht weckt.
Meine Sehnsucht
nach Erleichterung.
Nach Flucht
aus der Zelle
die mein Haus ist.
Doch
ich
bin
träge.
So
träge
wie mein Darm
damals.
Und heute…..
Scheiße, Schmerz & Blut.
Der anale Ka-
rakter…..
Manches
ändert sich
nie. Oder doch
kaum.
Da ist keine Putzfrau.
Niemand spielt.
Meine Füße berühren den Boden.
Und ich schlucke
kein Rizinusöl mehr.
Cascara Sagrada. Life might be so.
Das Leben ist hart.
Man kann
nicht
Alles
für sich behalten.
Freud ist tot.
Es lebe Freud!
Und dieser Schlager
den ich als Kind so oft hörte:
Yes, we have no bananas!
Ausgerechnet Bananen!

Hinterlasse einen Kommentar | Schlagwörter: Kindheit, Krankheit, Kultur, Lyrik, Philosophie, Psychologie | Veröffentlicht inAlles, Gedichte/Texte
Wenn man Lust hat
aufzuräumen
aber der
-art ordnungs-
liebend ist
dass es
Nichts
aufzuräumen
gibt
muss man eben
Unordnung
schaffen.
Hinterlasse einen Kommentar | Schlagwörter: Kultur, Lyrik, Philosophie | Veröffentlicht inAlles, Gedichte/Texte
Knoblauch/Zwiebeln
Klebeband
Olivenöl
Kaffee
Toilettenpapier
Löwensenf/Mayo
Spülmittel
Butter
Eier
Shampoo
Fisch
Pizza
Schokolade
Nudeln
Kuchen
Käse
Kein Alkohol!
Wer weiß schon,
ob dies
ein Gedicht
ist…..
Jeder
wird eine Meinung
dazu
haben.
Das
ist
egal.
Doch
Eines
steht fest:
Es ist ein
ziemliches Durcheinander;
absichtlich oder unabsichtlich.
Die Reihenfolge der Wörter
entspricht nicht
dem Aufbau, nicht der Route
im Supermarkt.
Wer diesen Worten folgt,
nimmt einen Kurs, der
weder rationell
noch rational
ist.
Wer den Worten folgt,
geht Umwege.
Der die Worte schrieb – mag
belächelt werden…..
von Denen, die
die richtige Reihenfolge bevorzugen;
von Denen, die
die kurzen, direkten Wege gehen –
um schneller
zur Kasse zu gelangen.
Er mag
bezeichnet werden als –
der Verschrobene im Supermarkt,
der
zu
viel
Zeit
hat
(…. wie all die Anderen,
die im Zickzack laufen.
Mit oder ohne
Zettel).
Doch auch
Das
ist
egal.
Hinterlasse einen Kommentar | Schlagwörter: Kultur, Literatur, Lyrik, Philosophie | Veröffentlicht inAlles, Gedichte/Texte
Am Ende
auf der Windschutzscheibe
macht es
keinen
Unterschied
mehr
ob
das Insekt
schön war
oder nicht
Es ist
vergangen
verflogen
tot
So oder so
ein hässlicher Fleck
der die klare Sicht
behindert
Der anmutigste Schmetterling
ist nur noch
ein Dreck
am Ende.
Ein bunter Dreck.
Ein Schmutzfilm.
Insektengleich
fliegen die Erlebnisse dahin
Erinnerungen
behindern die klare Sicht
auf die Gegenwart
Zeit verfliegt
Leben vergeht.
Und doch –
das Gedächtnis
ist
keine Scheibe
Es ist
nicht
aus Glas
obwohl es
zerbrechlich ist.
Und was den Schmetterling
& all die anderen Insekten
– hässlich oder nicht –
aus-
macht
ist
nicht
ihr Ende.
Ist nicht
der Film
der von ihnen
übrig
bleibt
in der
Erinnerung.
Hinterlasse einen Kommentar | Schlagwörter: Erinnerung, Kultur, Lyrik, Philosophie, Tod, Zeit | Veröffentlicht inAlles, Gedichte/Texte
In einem verfinsterten Raum
ist jedes Schattenspiel
besonders
interpretationsfähig
Der Raum selber
ist so
groß oder klein
wie die Vorstellung es erzwingt
Eine schwarze Marionette
tanzt klappernd
an schwarzen Fäden
Nur einen Scherenschnitt
vom Zusammenbruch
entfernt
Das Spielkreuz
hängt in der Luft
vielleicht
Es könnte auch
gehalten werden
von
irgend
jemandem
der
ganz still
ist
Ein Kommentar | Schlagwörter: Kultur, Lyrik, Philosophie | Veröffentlicht inAlles, Gedichte/Texte
Der Stock
des alten Mannes
fiel
Das Geräusch
von zitterndem Holz
auf kaltglatten Fliesen
Er fiel
als der alte Mann
Hut & Mantel an der Theatergarderobe abgeben wollte
Ich bückte mich
mit der Jugendlichkeit
die über 30 Jahre her ist
Hob den Stock auf
& reichte ihn
dem Mann
Ein Lächeln – seins
»Danke, das ist überaus freundlich
von Ihnen«
Ein Lächeln – meins
»Bitte sehr,
gern geschehen«
(Den Theaterbesuch hätte ich mir
kaum leisten können. Man hatte ihn mir geschenkt.
Mehr noch, man hatte mir ein Abo geschenkt. Das ich mir
auf keinen Fall hätte leisten können. Ja, ich war ein
Abonnent; gehörte plötzlich zu der Spezies, die von den Künstlern
so oft verspottet wird. Mit Recht verspottet. Wahllose Allesfresser.
Schluck die Klassik! Schluck die Moderne! Schluck den Boulevard!
So ging ich regelmäßig ins Theater. Meist noch vor dem Frühstück.
Nachtmensch, schon damals. Und es war nicht das einzige
Theater-Abo, das ich geschenkt bekam…. Irgendwann hörte ich auf,
in jedes Stück zu gehen. Irgendwann hatte ich keine Lust mehr,
mich vom Wecker aus dem Schlaf reissen zu lassen, um zu meinem reservierten
Platz zu eilen. Irgendwann wiederholten sich die Stücke. Oftmals waren die
Schauspieler noch das Beste daran – all diese Berühmtheiten, die
inzwischen tot sind…. Tot wie….
Doch zurück zu dem alten Mann & seinem Stock. Wo ist er denn? Gerade
war er doch noch da.
Ach ja, dort….)
Unser Lächeln
Sein Alter
Meine Jugend
Die freundlichen Worte
Das Geräusch des fallenden Holzes
Was auch immer
Wer weiß schon
von jedem Moment
warum
er sich
ins Bewusstsein
das zur Erinnerung wird
einbrennt
Momente
die so unscheinbar
erscheinen
Nichtig
wie ein schlechtes
Theaterstück
Ich sah den alten Mann
nur
dieses eine Mal
Das Stück? –
habe ich
vergessen
Den Stock –
habe ich
behalten.
Hinterlasse einen Kommentar | Schlagwörter: Alter, Erinnerung, Jungend, Kultur, Lyrik, Philosophie, Theater, Tod | Veröffentlicht inAlles, Gedichte/Texte
Es brennt!
wie ein Feuer
…. das wärmt
wie ein Feuer
…. das verzehrt
Es brennt!
wie eine offene Wunde
…. die niemals heilt
wie eine Wunde
…. die sich langsam schließt
Es brennt!
wie eine reinigende Flüssigkeit
…. die in die Augen rinnt
wie ein Gas
…. das in die Augen weht
Es brennt!
wie eine Frage
…. die man nicht zu stellen wagt
wie eine Frage
…. auf die es keine Antwort gibt
Es brennt!
wie Hämorrhoiden beim Kacken
wie Nesseln bei Berührung
brennt wie Verlangen
brennt wie Sehnsucht
Es brennt!
wie ein Gewürz
…. ohne das Alles fade wäre
wie eine Taschenlampe
…. die unter der Bettdecke
das Lieblingsbuch der Kindheit beleuchtet
Es ist
hässlich
& schön
kitschig
& abstrakt
Es ist
Schmerz
& Beruhigung
Widerspruch
& Kontrast
Hintergrund
& Vorder-
grund
Und es wirft
die Schatten
die über
all
ex
is
tieren
über
all
hin
Das Licht!
Es brennt
auf der Rückseite
meiner
düsteren
Gedanken –
lichterloh
& farbenfroh.
Hinterlasse einen Kommentar | Schlagwörter: Glück, Kindheit, Kultur, Lyrik, Philosophie, Schmerz | Veröffentlicht inAlles, Gedichte/Texte
»Ganz einfach«, sagen sie,
»da musst du nur….«
Sie wissen, was zu tun ist, und
sie tun es. Weil sie es
können.
Jederzeit.
Die Tatmenschen.
Die Praktischveranlagten.
Die Lebenstüchtigen.
Da ist kein Zögern, kein Zaudern;
da ist
nur
Handeln.
Im richtigen Moment.
»Wenn etwas kaputt ist,
reparier´ es – oder lass es reparieren.
Wenn du krank bist, besorg´ dir Medikamente –
oder geh zum Arzt.«
Es ist alles
ganz einfach.
Und natürlich haben sie
recht.
Sie haben die Lösung
im Kopf.
Sie haben die Lösungen für
fast alle Probleme des Alltags
im Kopf.
Da ist so viel Platz
für Lösungen
in ihren Köpfen.
In ihren
gesunden
gut funktionierenden
langweiligen
Köpfen.
Ohne die
die Menschheit
nicht
existieren könnte.
Der elektrische Fensterheber in der Fahrertür meines Autos
ist kaputt. Es zieht. Es ist laut. Es regnet hinein.
Auf dem Beifahrersitz liegen seit Monaten
die Computertomogramme meines Kopfes &
eine Überweisung ins Krankenhaus.
Sie liegen auf einer dünnen Schicht aus
Puderzucker.
(Ein Stück Mohnkuchen war dort
vor noch längerer Zeit
aus der Verpackung gerutscht.)
Das ist
alles
nichts
Besonderes.
Ich halte es für
selbstverständlich.
Denn
ich habe keine Zeit.
Ich habe nicht einmal Zeit,
wenn ich nichts zu tun habe.
Und in meinem Kopf
ist so wenig
Platz.
Ich müsste nur….
Ich weiß.
Es ist
ganz einfach.
Aber was ich
wirklich
muss,
ist etwas
ganz
anderes.
Hinterlasse einen Kommentar | Schlagwörter: Krankheit, Kultur, Lyrik, Philosophie | Veröffentlicht inAlles, Gedichte/Texte
Hinter Mauern
wuchernden Unkrauts
lebe ich
im Schandfleck
der gepflegten Umgebung
inmitten der Geschäftigkeit
die Alles
ordnet
stutzt
& nivelliert
ruhe ich
faul
in der Wildnis
ungezähmt
im Chaos
der freien Entfaltung
Inmitten des Zwangs
eines andressierten Ideals
betrachte ich
zwanglos
die wahre Schönheit
Samen fliegt
Schmetterlinge flattern
Tiere finden was sie suchen
& manchmal
steht eine nackte Frau
dort in der Sonne
innerhalb der Mauern
wuchernden Unkrauts
Dann verstummt
die Dummheit
dort draußen
& ich lebe
im Besonderen
Hinterlasse einen Kommentar | Schlagwörter: Beziehung, Erotik, Kultur, Lyrik, Natur, Philosophie | Veröffentlicht inAlles, Gedichte/Texte
Sie sind nutzlos.
Die Untersetzer, die du dir
besorgt hast. Be-
sorgt,
um den kostbaren Tisch, der
zugleich dein
Lieblingstisch ist,
zu schützen ….
zu bewahren ….
zu erhalten
in seinem ursprünglichen Zustand.
Das Leben
stellt seine Gläser
übervoll von ätzenden Flüssigkeiten
immer wieder
neben die Untersetzer.
Um seine Spuren zu hinterlassen.
Hässliche Ränder
auf dem, was
dir
wertvoll
er-
scheint …..
Doch
was hässlich ist,
bestimmen nur die Seh-
gewohnheiten.
Wirf sie fort –
die Untersetzer
& die Sehgewohnheiten!
Sie sind nutzlos.
Beginne zu lesen
in den Rändern.
Erkenne
ihre Muster.
Vielleicht
geben erst sie
dem Tisch
seinen
wahren
Wert.
Hinterlasse einen Kommentar | Schlagwörter: Kultur, Lyrik, Philosophie | Veröffentlicht inAlles, Gedichte/Texte
Da war sie wieder –
die altbekannte Eitelkeit.
Ein fremder Mensch fand Worte
für die Worte, die man gefunden hatte;
die man gefunden hatte – bestenfalls ohne zu suchen;
gefunden, um sie niederzuschreiben ….
sich niederzuschreiben ….
Alles niederzuschreiben ….
Ohne Rücksicht.
Ohne Rücksicht auf Verluste.
Ohne Rücksicht auf Gewinne.
Und die Worte des Menschen, den man
nicht kannte, waren
voll des Lobes;
sie waren wohltuend;
aufbauend;
waren schmeichelnd, ohne schmeichelnd sein zu wollen;
bewundernd fast & ganz
von Herzen kommend.
Man spürt diesen Kitzel, dieses
Streicheln des Selbstwertgefühls,
dieses innere Wachsen …..
Und plötzlich
schaudert es einen.
Da ist sie wieder –
die altbekannte Eitelkeit.
Die alte Schlampe in einem selbst.
Die Nutte im Inneren der Inspiration.
Und man erkennt:
Man ist noch immer nicht dort!
Man ist noch lange nicht dort,
wo man hin möchte.
Noch lange nicht dort,
wo man hin muss.
Unabhängig von allem Fremden.
Fern aller Einflüsse.
Einsam & frei
im eigenen Kern.
Ein Kommentar | Schlagwörter: Kultur, Literatur, Lyrik, Philosophie | Veröffentlicht inAlles, Gedichte/Texte
Ein Weg war zurückgelegt
Ein Kontakt abgebrochen
Verletzt
lagen die Bruchstücke
auf dem Boden der Tatsachen
zu dem dieser Weg geworden war
Sie blieben auf der Strecke
um
zu ruhen
vielleicht
zu heilen.
Ein Weg war abgebrochen
Ein Kontakt zurückgelegt
Zurückgelegt
wie ein Vorrat
Zur Sicherheit
Zurückgelegt
für noch schlechtere Zeiten
Zurückgelegt
für die Zukunft.
Ein Kommentar | Schlagwörter: Beziehung, Kultur, Lyrik, Philosophie | Veröffentlicht inAlles, Gedichte/Texte
Die Sucht des Suchens
führt
zu Entzugs-
erscheinungen –
nachdem man
gefunden hat.
Finden
ist keine Befriedigung
von Dauer,
das Gefundene
kein Ersatz
für die Suche.
Die Sehnsucht
wird
zur Suchsucht.
Heilung
ist aus-
geschlossen.
Hinterlasse einen Kommentar | Schlagwörter: Kultur, Lyrik, Philosophie | Veröffentlicht inAlles, Gedichte/Texte
Hatten wir wirklich
irgendwann einmal
so
viel
Zeit
wie wir
verloren haben?
Haben wir sie überhaupt
verloren?
Haben wir sie nicht
eher
weggeworfen
liegengelassen
vergessen?
Weggeworfen in Menschenmengen …..
wo sie zu Tode getrampelt wurde.
Liegengelassen an Orten …..
wo wir
nichts
zu suchen & daher
nichts
zu finden hatten.
Vergessen
weil unsere Sinne abgelenkt waren
durch Alles
Laute
Grelle
Aufdringliche
durch Alles
was trotz seiner offenkundigen Schwäche
stärker war als unsere Erkenntnisfähigkeit.
Vergessen
weil unser Empfinden gefesselt war
durch alberne Ziele
in einer lächerlichen Welt.
Diese unfassbare Dummheit –
sich der eigenen Sterblichkeit bewusst
& dennoch so verschwenderisch zu sein!
Hatten wir wirklich
irgendwann einmal
so
viel
Zeit?
Ja, wir hatten sie.
Und
noch
ist
Zeit
übrig.
Eine andere Zeit.
Noch
ist
Zeit
zu lernen
es
anders
zu machen.
Zeit
zu gewinnen.
Durch
Bewahren.
Ein Kommentar | Schlagwörter: Kultur, Lyrik, Philosophie, Zeit | Veröffentlicht inAlles, Gedichte/Texte
Dieser Stolz
der verhindert
dass man
sein innerstes Selbst auslebt
genießt
liebt
überlebt
Dieser Stolz
der verhindert
dass man
sein innerstes Selbst erkennt
& die Wahrheit sieht
Dieser Stolz
der
nichts ist
als
Betrug –
Selbstbetrug
vor allem.
Der oder die
Stärkere
will man sein
Das eigene Wunschbild
im Spiegel fremder Augen
Ein Herrscher oder
eine Herrscherin
der oder die
den Heldentod nicht scheut.
Doch der sogenannte Heldentod
ist auch nur
ein Haufen dampfender Gedärme
im Dreck.
Sie sagte:
»Die Männer, die gerne betonten, dass
ich sie unbedingt hatte haben wollen –
hatten mich nicht lange.«
Er dachte:
Man wird mir einen Orden umhängen.
Mein Name wird mich überleben
in der Geschichte.
Am Ende
war sie allein
(& es störte sie kaum –
was das Schlimmste daran war).
Am Ende
war er
verwest & vergessen
(& es kümmerte
niemanden –
was nicht weiter schlimm war).
Dieser Stolz
tötet
Alles
in
Liebe
& Krieg.
Er ist
etwas
für Schwächlinge.
Und was der Stolz nicht wahrhaben will
ist
oftmals
die Wahrheit.
Ein Kommentar | Schlagwörter: Beziehung, Kultur, Lyrik, Philosophie, Tod | Veröffentlicht inAlles, Gedichte/Texte
Am Ende wird es aussehen
als hätte es einen nicht interessiert.
Als hätte man nichts darin
merk-
würdig
gefunden.
Vielleicht sogar
wird es so aussehen
als würde man es
nicht kennen ….
…. hätte es
nie
gelesen.
Fast
wie
neu
könnte es aussehen
am Ende –
Das Buch,
in dem man
jeden Satz
unterstreichen möchte ….
& deshalb
NICHTS
unterstreicht.
Hinterlasse einen Kommentar | Schlagwörter: Kultur, Literatur, Lyrik, Philosophie | Veröffentlicht inAlles, Gedichte/Texte
Der Eine sagte:
»Ich verstehe zu leben.«
Und er begab sich
unter Menschen
handelte
arbeitete
zerstreute sich.
Der Andere dachte:
Wenn das Leben ist –
möchte ich es nicht verstehen
zu leben.
Und er blieb
allein
betrachtete
dachte
konzentrierte sich.
Da draußen:
die Welt
wie man sie
vorfindet.
Da drinnen:
die Welt
wie man sie
sich vorstellt.
Ich verstehe
zu träumen.
2 Kommentare | Schlagwörter: Kultur, Lyrik, Philosophie | Veröffentlicht inAlles, Gedichte/Texte
Niemand wusste, woher sie gekommen war.
Niemand ahnte, wie sie sich Zutritt verschafft hatte.
Was sie im Schilde führte, war abzusehen –
Diebstahl & Mord.
Wie beinahe immer.
Die Zahl ihrer Verbrechen war Legion;
niemand lebte mehr, der sich an das älteste hätte erinnern können,
niemand würde das Ende ihrer Untaten noch erleben.
Sie bricht ein in die Häuser der Reichen,
legt sich in die Betten der Liebenden,
raubt & tötet
Alles
was unersetzlich ist.
Zurück läßt sie
dort
Nichts
als
Unglück
Sehnsucht
Verderben.
Und als die Menschen begriffen,
was geschehen war,
war es zu spät.
† † †
Nur manchmal
– vergleichsweise selten –
setzt sie sich an den Tisch des Dichters
räkelte sie sich auf dem Flügel des Komponisten
wird sie die Hand des Künstlers leiten…..
Und ihre bloße Anwesenheit
führt zur Erschaffung dessen
was bleibt –
zur Erschaffung dessen
was weder geraubt, noch getötet werden kann.
Eine Art von Wiedergutmachung.
Sie gehorcht niemandem.
Doch dem Philosophen
gelingt es
ab & an
sie aus dem Haus zu denken.
* * *
Die Frau richtete
sich auf. Der Mann betrachtete
liegend ihren Rücken.
Sie zündete sich eine Zigarette an.
»Es wird mir zu viel«, sagte sie.
»Zuviel«, wiederholte er, »natürlich.«
»Ja. Es ist so kompliziert, wie es nie werden sollte.«
Der Mann schwieg.
Und von 1000 Gedanken in seinem Kopf galten 999 dem,
was hätte sein können – & einer dem,
was war.
Kein einziger galt
der Vergangenheit.
Der einsamen Vergangenheit.
Er sagte: »Was daran kompliziert sein soll – ist mir
ein Rätsel.«
Sie sagte: »Dein Verhalten ist mir
ein Rätsel.«
* * *
Ich sitze am Schreibtisch,
lese was ich geschrieben habe –
& es gefällt mir nicht.
Ich sollte es wegwerfen.
Dass ich es nicht tue, ist mir
ein Rätsel.
Niemand sonst sitzt an meinem Tisch.
Jemand hat das Haus verlassen.
Denke ich.
Ein Kommentar | Schlagwörter: Beziehung, Kultur, Kunst, Liebe, Literatur, Lyrik, Musik, Philosophie | Veröffentlicht inAlles, Gedichte/Texte
Der Boxer liegt am Boden.
Jemand zählt.
Aufwärts.
Am Ende wartet
das Aus.
Die Raumfähre steht am Boden.
Jemand zählt.
Abwärts.
Am Ende wartet
der Start.
Das Aus
mag Erleichterung bringen.
Der Start
ins Verderben führen.
Doch die Richtung
des Zählens,
das Auf & Ab
bedeutet
– vielleicht nicht nur hier –
das Gegenteil
der Erwartungen.
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Was da durch den Gang der Arztpraxis an mir vorbeigeschoben wurde,
war ein Rest.
Der Rest eines Menschen.
Vormals Mann.
Auf dem herausnehmbaren Sitz eines Rettungswagens.
Ich sah den Hinterkopf über der Rückenlehne:
schmaler Schädel, wenige weiße Haare, Falten im Pergament.
Die Sanitäter grüßten mich, ich grüßte zurück.
Der Rest röchelte.
Ich wagte nicht, ihm ins Gesicht zu sehen;
er hätte mich anschauen können –
mit einem Blick aus meiner Zukunft;
mich erkennend.
Und ich hätte den schwarzen Bilderrahmen gesehen,
in dem die Reproduktion dieser Totenmaske hing;
den Trauerflor, quer über einer Ecke
(sofern es jemanden gab, der trauerte).
Und das Glas im Bilderrahmen hätte
mich gespiegelt.
Was da durch den Gang der Arztpraxis an mir vorbeigeschoben wurde,
war ein kleiner Junge gewesen,
der auf Bäume geklettert war;
war ein großer Junge gewesen,
der sich verliebt hatte;
war ein junger Mann gewesen,
der sich seinen Leidenschaften hingegeben hatte.
Wahrscheinlich.
Und seine mittleren Jahre waren nun so weit von der Gegenwart entfernt,
wie sie es einst von der Kindheit gewesen waren.
Sie schoben ihn in den Laborraum.
Es war eine urologische Praxis.
Man hörte Stimmen.
Eine der Sprechstundenhilfen plapperte betont fröhlich
mit dem Rest eines Menschen; ein alter bekannter
Rest.
Am anderen Ende des Ganges war die Anmeldung;
dort unterhielten sich 2 weitere Sprechstundenhilfen.
Es ging um das, was da an mir vorbeigeschoben worden war.
Um den Rest. Um das Nest, in dem die Krebse wohnten.
Ich hörte etwas von Blasenkrebs, Prostatakrebs, Metastasen &
Nierenversagen. Ruhig & sachlich vorgetragen.
Die Sanitäter kamen zurück; verabschiedeten sich.
Was da durch den Gang der Arztpraxis an mir vorbeigeschoben worden war,
besaß einen Willen.
Einen Lebenswillen.
Es musste so sein.
Denn noch war es da.
Noch existierte es.
Auf welcher Ebene auch immer.
Selbst wenn es diesen Willen geleugnet ….. verleugnet hätte.
Und viel mehr als dieser Wille
war auch nicht mehr da.
Und er erschien sinnlos –
dieser Wille.
Furchtbar sinnlos.
Eine andere Tür wurde geöffnet.
Ein Arzt, der mir fremd war,
noch fremd war,
sah mich an & sagte:
»Herr L. bitte.«
Ich stand auf & ging in das Sprechzimmer.
Vorbei an Bilderrahmen, deren Glas mich spiegelte.
Immerhin –
er hatte nicht gesagt:
»Der Nächste bitte«
2 Kommentare | Schlagwörter: Krankheit, Kultur, Lyrik, Philosophie, Tod | Veröffentlicht inAlles, Gedichte/Texte
Die Literatur
Die Musik
Die Kunst
Die Philosophie
die rein ist &
klar
kommt
so oft
gefiltert
aus einer Quelle
die getrübt ist
Getrübt von
all den Unfähigkeiten
die unsichtbar
in ihr ver-
Wesen
im Unter-
Grund
Die Unfähigkeit
im Alltag zu funktionieren
Die Unfähigkeit
an anderes zu denken
Die Unfähigkeit
seinen Geist zu vermarkten
Die Unfähigkeit
sein Leben zu meistern
Und tiefer noch
als im Untergrund
eitern die Wunden
die niemals verheilen
& ein Scheitern
verseucht das Leben
Die Menschen stehen
so oft
be-
wundernd
vor der sprudelnden Klarheit
verstehen vielleicht
nicht einmal
diese
& schütteln
betrübt
& angeekelt
den Kopf
ohne jedes Verständnis
im Angesicht der Quelle
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Wenn man
auf nichts mehr
wartet
hat man es
begriffen
Vielleicht
Doch
wahrscheinlich
nicht einmal
dann
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Und nach deinem Tod
kommen
die Biographen
die dich schon
zu Lebzeiten
nicht
begriffen haben
& sie schreiben
einen Bestseller.
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Der Strom
war ausgefallen
Für
nur 1 Sekunde
Die elektrische Uhr
die stets
vorgegeben hatte
richtig zu gehen
fing wieder bei 0 an
& sie blinkte
als wolle sie
darauf aufmerksam machen
Darauf aufmerksam machen
dass sie
erst jetzt
richtig ging
Egal
was alle anderen Uhren sagten
Es war
höchste Zeit
gewesen
vom Strom getrennt zu werden
Es war
die richtige Zeit
für eine
Mitternacht
& ihre
Geister
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