Schlagwort-Archive: Liebe
Ich sah ihre Fingerkuppen
Vibrato auf dem Hals des Cellos
Sah das Licht der Scheinwerfer
auf ihrem Haar
Hörte Bach
Wie schön ihre Finger waren
Wie schön ihre Fingernägel
Kurz gefeilt & glänzend
Noten
die zitterten
HarmoNie
HarmoImmer
HarmoEwig
Ich sah ihre Oberarme
im Rhythmus
der Noten
Sah ihre geschlossenen Augen
Konzentriert aufs Wesentliche
Hörte
Hörte
Ewigkeit
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Mein Hirn: eine matschigfaule Frucht
Ein Kater schnurrte darin &
spielte mit seiner Schwanzspitze
Die Sonne tat was ich wollte: Sie ging unter
Was war passiert
letzte Nacht oder
am Morgen bevor ich
schlafenging?
Ich erinnerte mich
dunkel
Ein Gefühl war gekippt
wie billiger Wein der
zulange offen steht
Essig
Ich konnte wieder klar
sehen
Nicht dass mir an der Klarheit
viel gelegen wäre
Aber ich gehörte wieder
mir selbst
Mein kostbarster Besitz
Ich machte mir mein
abendliches Frühstück:
Eier mit Schinken auf Toast
Ketchup
1 Liter Grüner Tee &
ging damit zurück ins Bett
Schaltete das Radio ein
atmete unfrische Luft &
fühlte mich gut
Gedanken kehrten zurück
in meinen Schädel
Sie waren mein Eigentum
Gedanken wie reife
Eiterbeulen
Und diejenigen
die nicht von alleine platzten
konnte ich
ausdrücken
Die nächste Nacht
stand bevor
Mehr brauchte ich nicht
Mehr brauche ich
nie
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Ich erwachte in dem Gehirn
eines anderen Menschen
Erwacht aus dem Schlaf
der meine Realität gewesen war
Plötzlich lebte ich als
Vorstellung
als Fantasie
als Traum
eines Anderen
Mein Leben war nur noch
der Reflex des fremden
Geistes
Ich wurde wahrgenommen
aber diese Wahrnehmung war
nicht wahr
War
nicht ich
Dennoch
es war aufregend
eine neue Form der
Existenz
Ein Leben im
Woanders
Ungewiss
für eine gewisse Zeit
Dann:
Wurde ich wieder gelöscht
von dem fremden Bewußtsein
aus dem fremden Bewußtsein
Vorstellung Fantasie & Traum
waren mir verschlossen
blieben mir verschlossen
Für einen Moment
schien ich nicht mehr zu existieren
Der fremde Geist ließ mich nicht mehr zu
Meine Realität hatte ich irgendwo
vergessen
Ich musste mich erst erinnern
wo
Ich musste sie wiederfinden
Musste sie wiederfinden
obwohl ich das Interesse an ihr
verloren hatte
Aber irgendwo
muss man ja
sein
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Ich liebe es
Berge von schmutzigem Geschirr spülen
Das eingetrocknete Olivenöl aus der Pfanne schrubben
Teebeläge aus der Kanne bürsten
Besteck & Gläser zum Glänzen bringen
Die Reste der Martinis aus dem Shaker wischen
Fettpfützen aus tiefen Tellern entfernen
Zwiebel- & Knoblauchreste von Brettern kratzen
Ich liebe es
die Schublade des Toasters ausschütten
Die Kaffeemaschine zum Glänzen bringen
Den Herd blinken lassen
Die Spüle polieren
Töpfe waschen
Backbleche reinigen
Ich liebe es
das schmutzige Wasser
das in den Ausguss fließt
Sinn
Eine einfache Tätigkeit
die ein einfaches Resultat zur Folge hat
Sauberkeit
Ein Ergebnis
das
nicht auf sich warten lässt
Ein Anblick
der einen belohnt
für das was man getan hat
Licht
das reflektiert wird
Ich liebe es
Weil es so einfach ist
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Die Rollos
(schreibt man das heutzutage so?)
runtergelassen
gegen alles
das eindringen könnte
Normalität
Worte
Liebe (falsch)
Blicke
Sonne
Stimmen
Nüchternheit
Der Schmerz
bleibt draußen
Gedanken
bleiben dunkel
Gefühle
düster
Wie schön
Das Geräusch
Wenn man
die Rollos
herunterlässt
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Und wiedermal bist Du drüber hinweggekommen
Wie der Schnellzug über den Kopf des Selbstmörders
Ein bisschen was von Dir ist auf der Strecke geblieben
Aber das ist nicht wichtig
Wichtig ist
dass Du etwas hattest, worüber Du
hinwegkommen musstest
Und dass Du es geschafft hast
Die Veränderung, die es bewirkt hat, ist gut
Der Schmerz ist gut
Die Traurigkeit ist gut
Denn das ist die Lebendigkeit in Dir
Du kannst großzügig sein
mit Dir
& mit Anderen
Keine Rechtfertigungen
Keine Vorwürfe
Es ist keine Zeit dafür
Zu schnell wird der Zug sein Ziel erreichen
Den Kopfbahnhof, wo Du aussteigen musst
Schau aus dem Fenster
solange er unterwegs ist
Sieh was auf der Strecke liegt
Es ist nicht so wichtig
Wie Du manchmal denkst
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Ich lebe auf einer Schlangenfarm
Die Schlangen haben Beine
lang & schön
Die Schlangen haben Haare
lang & schön
Die Schlangen hängen sich
an meinen Hals
Sie zischeln mir ins Ohr
bis ich grinse
Ihre Bewegungen sind geschmeidig
wie ihre Worte
Ich liebe ihre Haut
Ihre Zungen & ihre Zähne
Ich liebe ihren Biss
Ihr Gift ist
ein künstliches Paradies
Ein schmerzendes Vergessen
Ein schmerzendes Erinnern
Fantasie vielleicht
Sonst nichts
Ich lebe auf einer Schlangenfarm
Wo sonst könnte ich leben ?
Ein Kommentar | Schlagwörter: Beziehung, Kultur, Liebe, Lyrik, Tod | Veröffentlicht inAlles, Gedichte/Texte
Manchmal möchte ich sie auslöschen
Die glücklichen Momente der Vergangenheit
Sie haben eine Farbe, die sich
beisst mit der Grundfarbe meines Lebens
Sie sind getaucht in eine Helligkeit
die einen zu starken Kontrast bildet
Farbe & Helligkeit & Kontrast schmerzen
Sie brennen in den Augen
Sie trüben den Blick
Sie verändern die Sicht auf das Leben
Die glücklichen Momente der Gegenwart
Auch ich bin schwach
Auch ich möchte sie bewahren
Die Augen schließen &
ihre Helligkeit dennoch sehen
durch Lider, die zu dünn &
voller Blut sind
Aber Gegenwart ist nicht greifbar
Nur die Vergangenheit bleibt einem
Nur die Vergangenheit ist immer präsent
Eine stetig wachsende Fläche
mit einer bestimmten Grundfarbe
Die glücklichen Momente der Vergangenheit
Ich möchte sie auslöschen
Manchmal
Manchmal
oft
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Ich bin die Null
Du bist die Eins
zusammen sind wir
Zehn
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Ich würde sie küssen
die Schmeißfliege, die
auf Deinem Scheisshaufen saß
Sie ist blau
schimmernd
Blau wie ich
der ich nicht schimmern kann
Sie kann fliegen
Sie kann summen
Fliegen kann ich nicht
Vielleicht in Träumen
Summen kann ich
Wenn wir miteinander sprechen
Aber wir sprechen nicht mehr
miteinander
Die Klatsche
Ich habe einen an der Klatsche
Die Schmeißfliege
Ich träume von ihr
Ich werde sie nicht verletzen
Ich kann ihr nicht weh tun
Sie soll fliegen
fliegen
summend
blau
schillernd
dorthin
wo Dein Duft wohnt
Vielleicht
kommt sie von meiner
Leiche
an der sie saugte
Vielleicht
lächelte sie dabei
Ihre Flügel
zittern
Ich zittere
mit ihr
Und ich
küsse sie
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Gefühl?
Nein, nicht ich, nicht ich, nicht ich
Ich bin cool
so cool
fast schon tot
Ich erinnere mich an
irgend etwas
das an Gefühl erinnert
aber kein Gefühl mehr ist
Gefühl?
Nein, nicht ich
Ich bin cool
Ich bin kalt
Kalt wie der Gin
aus dem Gefrierfach
Kalt wie die Toten
die ich kannte
Gefühl?
Nein, nicht ich, nicht ich, nicht ich
Ich bin cool
so cool
fast schon tot
Ich lache
wenn andere weinen
oder ist es umgekehrt?
In der Nacht….
In welcher Nacht?
Ich kenne Nächte
inzwischen
die ich glaubte
vergessen zu haben
Aber nein!
Ich bin cool
so cool
fast schon tot
Da ist etwas
kalt wie Gin
Gin aus dem Gefrierfach
Gefühl?
Hinterlasse einen Kommentar | Schlagwörter: Alkohol, Kultur, Liebe, Lyrik, Tod | Veröffentlicht inAlles, Gedichte/Texte
Alles was auf Lüge beruhen könnte
sollte man auf Papier schreiben
Gedichte – von der Lüge gezeugt
& von der Gutgläubigkeit empfangen
Stories – die aus dem Verstand kommen
den die Lüge gefickt hat
Fehlgeburten, nichts als Fehlgeburten
Papier Papier Papier
Papier ist real
Virtuell war der Ursprung
der Gefühle
Virtuell wie das Computerprogramm
in dem die Worte nicht greifbar sind
Papier
Ich schütte Vodka darauf
die Lieblingsmarke der Lüge
ABSOLUT
Ich zünde es an
Sehe wie Zeichen sich kräuseln
Sehe den Tod meiner Worte
die niemals das Recht hatten
geboren zu werden
Papier
die Sterbeurkunde der Hoffnung
Flammen
die sich in Rasiermessern spiegeln
Wörter sollen nicht gelöscht werden
Sie sollen verbrennen
Sie sollen schreien vor Hitze
Sie sollen verglühen
Tod Tod Tod
Tod der Worte
Kein Erbarmen
Papier & Vodka
Vodka der kein Vergessen bringt
Papier
das zu Asche wird
Hinterlasse einen Kommentar | Schlagwörter: Alkohol, Beziehung, Kultur, Liebe, Literatur, Lyrik, Tod, Verzweiflung, Wahnsinn, Wörter | Veröffentlicht inAlles, Gedichte/Texte
Erwachen
& die üblichen Tagesfragen:
Lustspiel? Trauerspiel? Endspiel?
Wer hat sich zurückgezogen?
Wer kommt auf Dich zu?
Wer tritt Dir in die Kniekehle?
Wer nimmt Dich in den Arm?
Kannst Du überhaupt aufstehen?
Musst Du liegenbleiben?
Kannst Du etwas essen?
Brauchst Du einen Drink?
Wirst Du heute Geschwätz ertragen können?
Wirst Du heute den Job überstehen?
Wird der Wagen anspringen?
Willst Du sterben?
Willst Du leben?
Erwachen
& irgendwelche Antworten
meist die ewiggleichen
Manchmal Variationen
die nicht viel bedeuten
Erwachen
immerhin Erwachen
Vielleicht
Weiterträumen
2 Kommentare | Schlagwörter: Alkohol, Angst, Einsamkeit, Kultur, Liebe, Lyrik | Veröffentlicht inAlles, Gedichte/Texte
Diese verdammten Gedichte
die man wegen jemandem schreibt
für jemanden schreibt
Schreibt um nicht zu ersticken
Schreibt um zu überleben
Schreibt um das Überleben zu feiern
Diese verdammten Gedichte
Die Euphorie des Vortages ist vorbei
Die Verzweiflung von heute
ist morgen vielleicht schon wieder
Hoffnung
Diese verdammten Gedichte
Man möchte sie alle zerreissen
Man möchte sie auslöschen
Man möchte sie ungeschehen machen
weil einem plötzlich alles falsch erscheint
wertlos & dumm & peinlich & überholt
Und doch
Es gab den einen Augenblick in dem sie
nichts als reine Wahrheit waren
Den einen Augenblick in dem sie
zum Käfig dieser Wahrheit wurden
Die Wahrheit bleibt darin gefangen
Sie kann nicht mehr fliehen
Die Wahrheit die jeder wiedererkennt
Die Zeit kann der Wahrheit nichts anhaben
Gleichgültig was man am nächsten Morgen
darüber denken mag
Diese verdammten Gedichte
die man wegen jemandem schreibt
für jemanden schreibt
Sie haben einen Sinn
der nicht vergeht
wenn
Alles Andere
vergangen ist
Hinterlasse einen Kommentar | Schlagwörter: Beziehung, Kultur, Liebe, Literatur, Lyrik, Sinn, Wahrheit | Veröffentlicht inAlles, Gedichte/Texte
Mein Leben ist ein Kugelhagel aus
verpassten Gelegenheiten
ausgeschlagenen Angeboten
zurückgewiesenen Händen
Erfahrungen & Ängste
sind meine Munitionsfabrik
Um mit dem Bedauern klarzukommen
habe ich eine Methode :
Ich rede mir ein
dass, hätte ich alles Realität
werden lassen, irgendwann die
Gewöhnung, die Abstumpfung, die
Abkühlung unweigerlich eingesetzt hätte
Etwas, das noch im nachhinein einen
schmutzigen Schatten auf das vorausgegangene
Schöne geworfen haben würde
Nur dadurch, dass ich es in der Fantasie
belassen habe, ist es
ewig schön
Nun ja,
die Methode überzeugt mich nicht wirklich
Nicht bis in den letzten Winkel des
Gedankenganges
Aber sie ist Alles
was ich habe
Hinterlasse einen Kommentar | Schlagwörter: Angst, Beziehung, Einsamkeit, Kultur, Liebe, Lyrik | Veröffentlicht inAlles, Gedichte/Texte
Mein Leben war ein alter vergilbter Ärmel
Sie kam & krempelte ihn um
Sie besprengte ihn mit Pisse, Blut & Tränen
Plättete ihn mit ihrer Zunge
die so gewandt war in Worten & Taten
Die Schatten unter ihren Augen
warfen ein Licht
auf den Ärmel
das den Gilb
verschwinden ließ
Hinterlasse einen Kommentar | Schlagwörter: Beziehung, Kultur, Liebe, Lyrik | Veröffentlicht inAlles, Gedichte/Texte
An jenem Tag hatte sie Frühdienst
Sie war im 2. Ausbildungsjahr zur Hotelfachfrau
Mein Nachtdienst neigte sich dem Ende zu
Sie begrüßte mich wie immer, lächelnd, plaudernd
Sie nahm die Schlüssel für den Frühstücksraum
die Zeitungen, die Listen & ging in Richtung Umkleide
Nichts schien anders als sonst
Alle sagten das –
im Nachhinein
Am frühen Abend fand man ihr Auto
in einem abgelegenen Waldstück
Zusammen mit ihrem Freud saß sie darin
Ein Schlauch führte vom Auspuff ins Wageninnere
Der Motor lief noch
Er musste seit Stunden gelaufen sein
Es war diese verfluchte alte Shakespeare-Story
2 Elternpaare die sich nicht ausstehen konnten
die gegen die Beziehung ihrer Kinder waren
gegen die Liebe
Egoismus Dummheit Borniertheit
das volle Programm
Und nichts schien anders
an jenem Tag
Man ist sich fremd
Man sieht nichts
Man plaudert
Man lächelt
Kein Hilferuf
stattdessen funktioniert man
Man funktioniert
solange es geht
Man ist umgeben von
Fremden
Ein Kommentar | Schlagwörter: Beziehung, Einsamkeit, Kultur, Liebe, Lyrik, Tod | Veröffentlicht inAlles, Gedichte/Texte
Jedes Mal, wenn ich vor meinem Herd stehe,
höre ich in meinem Schädel Charles Bronson
Mundharmonika spielen. Ich werde vors
Fertiggericht geladen, und das Urteil lautet:
Weiterleben! Charles hat mich noch nie
abgeknallt.
Mein Herd war Mitte der 70er Jahre schon
alt. Von BBC. Mir gefällt der Schriftzug,
weil er Assoziationen weckt, die nichts mit
Essen zu tun haben. Musik! Ungefähr 20 Jahre lang
funktionierten nur noch 2 Platten; erst neulich
habe ich eine 3. wieder zum Laufen gebracht.
Ich hätte Elektriker werden sollen. Was für ein
Luxus!
Warum zur Hölle wollen alle immer das Neueste
haben? Das Raffinierteste? Das Modernste?
Mein verdammter alter Herd hat Stil &
Seele; er hat eine Menge erlebt; musste einen
Haufen Dreck über sich ergehen lassen.
Ab & zu schwächelt er ein wenig, aber wer
tut das nicht? Er säuft Strom wie ich meinen
Gin saufe. Er sieht etwas ramponiert aus; wie
ich. Manchmal kommt er nicht richtig
auf Touren, wird nicht richtig heiss & hält
mich hin wie eine abgekühlte Geliebte. Dann
dauert das Vorspiel eben etwas länger. Was
soll’s!
Ich finde wir sind ein schönes Paar.
Hinterlasse einen Kommentar | Schlagwörter: Alkohol, Beziehung, Kultur, Liebe, Lyrik | Veröffentlicht inAlles, Gedichte/Texte
Wärst Du ein Mann, würde ich Dir den Schwanz lutschen
Wärst Du ein Hund, würde ich mit Dir Gassi gehen
Wärst Du eine Katze, würde ich Dich ins Schnurren kraulen
Wärst Du ein Baum, würde ich Dich düngen mit meiner Kacke
Wärst Du eine Spinne, würde ich Dir ein Netz basteln &
Dich schaukeln, bis Du grinst
Aber
Du bist ein kleines verängstigtes Mädchen
Also
muss ich Dich in den Arm nehmen &
Dich streicheln
bis Du
vergisst
2 Kommentare | Schlagwörter: Angst, Beziehung, Kultur, Liebe, Lyrik, Sex, Tiere | Veröffentlicht inAlles, Gedichte/Texte
Sie überschüttete mich mit ihrer Pisse
die ich trinken wollte
Dann überschüttete sie mich mit ihrer Liebe
Sie überschüttete mich mit Eiswasser
das mich schaudern machte
Dann überschüttete sie mich mit Salzsäure
Meine blöde Visage zerfloss
Ich mixte mir einen Cocktail
spießte einen meiner Augäpfel auf
rührte damit in den Reagenzien
Dieses Auge war nicht so traurig
wie ihre Augen es waren
Die Augen
in die ich mich verliebt hatte
Ich glaubte
ein Zwinkern zu sehen
Dieses Zwinkern bedeutete
TOD !
Hinterlasse einen Kommentar | Schlagwörter: Kultur, Liebe, Lyrik, Tod, Verzweiflung | Veröffentlicht inAlles, Gedichte/Texte
Du hast mich zum Cut-Up-Text gemacht
hast mich zerschnitten mit der Schere Deines Herzens &
mich neu zusammengesetzt
aus Schnipseln
die ohne Dich keinen Sinn ergeben würden
Alles scheint so wirr
& doch
es fügt sich zusammen
NEU
so NEU !
Worte
Sätze
Absätze
Seiten
Bücher
Die vielleicht nur WIR
verstehen
Hackbraten
flackerndes LynchLicht
Pullover am Herd
Bananensafthose
Lesbenpornos
Tabak in der Kotze
Schwarze Perle
Klospülung
Gehirnsäure in Handgranaten
So finster die Nacht
Metallbett
pulsierende Steine
Auslaufmodell
Gespräche mit Katzen
Spinnenplage
Pornoschnulze
Matratzensaft
Kellertreppe
Züge & Winde & Sonnenbrillen
Nuttenstiefel in der Wand
Handgelenkshubbelkuss
16. Juni
oooohhhh gooottt oooohhh gooottt
1853 DM
Schaufensterpuppen
17stündige Sonntage
LachenLachenLachen
sterbende Trommelfelle
3 Meter lange Fußnägel
Der Koch der nach dem Kommen kam
Hey
Ziegenkäse
Plätschern & Spülen
die Kühltruhe im Keller
Absolut
MUT
geheime Fenster
Au Rebours
Regen
& Schnee mit weißen Katzen
Fick das Verständnis der Anderen !
Was nur wir verstehen, ist ein Stück
Allgemeingültigkeit !
Ich lese mich
NEU
VERDAMMT !
Ein unbekanntes Buch……..
Die Autorin
bist
DU !
Hinterlasse einen Kommentar | Schlagwörter: Alkohol, Beziehung, Erotik, Kultur, Liebe, Lyrik, Sex, Wahnsinn | Veröffentlicht inAlles, Gedichte/Texte
Anhand meiner Zähne müssten sie mich identifizieren
Ich wäre unkenntlich, ein verrottetes Schlammgebilde
………………..ohne Geschlecht……………………
Den Gestank der Fäulnis würden sie kaum ertragen
Für Fliegen & Maden hätte ich einen Sinn
Fast schon wäre ich ein Teil der Erde
Endlich … endlich … endlich !
Nicht vermisst & doch gefunden
So wäre es schon vor langer Zeit gekommen
Wenn da nicht die Worte wären …
Die Wörter die man auskotzen kann
Zeichen … die hässlich & schön zugleich sein können
Waffen mit denen man ziellos & blindwütig auf Alles
………………..schießen kann…………………..
Dieses Geratter der Tasten ….. in hilfloser Wut
….. in unerträglichem Schmerz ….
….. in Verzweiflung………..
Sollen die Worte doch stinken
nach Fäulnis …. nach Tod …. nach Auswurf ….
Sollen sich doch alle abwenden von ihnen
…….. voller Ekel & Verstörung …..
…………. Es ist gleichgültig !
Vielleicht setzt sich eine Schmeissfliege auf eines meiner Worte
……….Es wäre mir eine Ehre ……….
Ich würde ihr zuprosten ……. mit dem von mir erfundenen Cocktail
…………….. Denn der hilft auch ………
Hinterlasse einen Kommentar | Schlagwörter: Alkohol, Einsamkeit, Kultur, Liebe, Literatur, Lyrik, Tiere, Tod, Waffen | Veröffentlicht inAlles, Gedichte/Texte
Und wieder fängt eine an
…………eine Nacht……….
Wie ein unüberschaubares Grauen
das nicht enden wird
Die Leere
die übrig bleibt
wenn die Hoffnung zerstört wurde
Der Schmerz
Sinnlos
sich einen runterzuholen
Sinnlos
zu träumen
Nur die Betäubung hilft
vorübergehend
solange bis der Dreck
der Wirklichkeit einen wieder
aufweckt
Ich möchte nicht mehr
aufwachen
Nicht in dieser Welt der
Distanz
dieser Welt der
Sehnsucht
nicht in dieser stimmlosen Welt der
Einsamkeit
Und wenn Hunderte
auf mich einreden würden
wenn sie mich nicht alleine ließen –
die Welt bliebe stimmlos
Weil nur eine Stimme
wirklich zu mir durchdringt
Die Stimme
die nicht da ist
Die Nacht
geht weiter
Die Betäubung
setzt ein
Aber
das Grauen
wird nicht
enden
Hinterlasse einen Kommentar | Schlagwörter: Alkohol, Einsamkeit, Kultur, Liebe, Lyrik, Schmerz | Veröffentlicht inAlles, Gedichte/Texte
Das 3. Aspirin war wie Glenn Miller
in meinem Schädel
heruntergespült mit Bacardi
Vor mir lag die Landkarte
Mit dem Finger tippte ich auf
den Ort wo mein Leben
vielleicht
wohnte
Ich sah den Meilenstein
mit 3 Buchstaben
Ich drehte die Musik lauter
der Alkohol machte sie leiser
Der Qualm der Zigarillos brannte
in meinen Augen
Sie tränten
Die Karte erinnerte mich an
meine alte Visage
Baustellen überall
Flickwerk
Aber ich tippte weiter
auf diesen Ort
im Takt der Musik
die niemals
laut genug sein konnte
Ein Kommentar | Schlagwörter: Alkohol, Einsamkeit, Kultur, Liebe, Lyrik, Sehnsucht | Veröffentlicht inAlles, Gedichte/Texte
Sie hatte mir ein Gedicht geschrieben
Sie schrieb es auf Papier
In einer dieser Nächte
Sie nahm das Blatt
& streichelte damit
ihren nackten Hintern
Sie steckte es in einen Umschlag
& schickte es mir
Ich zitterte
mit dem Brieföffner in der Hand
Hinterlasse einen Kommentar | Schlagwörter: Beziehung, Erotik, Kultur, Liebe, Lyrik, Sex | Veröffentlicht inAlles, Erotik/Sex (eine Auswahl), Gedichte/Texte
Sie flüsterte: ohgottohgott ohgottohgott
Sie flüsterte: fuck
Sie flüsterte: verrückt
Diese Worte……
Nie zuvor hatte ich sie so
gehört
Sie waren mir völlig
neu
Ich musste lächeln
bekam das Grinsen kaum noch
aus meiner Fresse
Nuancen der Aussprache
Nuancen der Betonung
zu denen sonst niemand
fähig war
Einzigartigkeit
Man braucht mehr als
Ohren
um sie zu wahrzunehmen
Ihr verrückt
liebte ich am meisten
Aber das ist ja auch kein
Wunder !
Hinterlasse einen Kommentar | Schlagwörter: Kultur, Liebe, Lyrik | Veröffentlicht inAlles, Erotik/Sex (eine Auswahl), Gedichte/Texte
Ich hatte seit 24 Stunden nichts gegessen
hatte noch immer keinen Hunger
saß da, kippte Gin in mich rein
starrte vor mich hin
starrte auf den Staubsauger, der
mitten im Zimmer lag
Staub war überall
Mein ganzes verficktes Leben war
Staub
Ich hatte es nur
lange nicht mehr gespürt
Eine Fremde hatte kommen müssen
um es mich spüren zu lassen
Eine Fremde, die keine war
weil ich mich in ihr wiedererkannte
Sie zeigte es mir
& verschwand wieder
Noch mehr Staub
als hätte man die Urne mit
meiner Asche
ausgeschüttet
Ich starrte auf den Staubsauger
Starrte auf den Schlauch, den man
abmontieren kann, um ihn
an einen Auspuff anzuschließen
Es wäre so einfach
Ein bisschen Husten
& dann
Ohnmacht
War ich nicht längst ohnmächtig?
Ich kippte Gin in mich rein
& starrte auf den Staubsauger
Alles wiederholte sich
Ein Tod nach dem andern
Wieviele Tode noch?
Wann hat man es endgültig
überstanden?
Irgendwann stirbt die Hoffnung
nicht mehr zuletzt
Sie stirbt zuerst
Der ganze Dreck
Der ganze Staub
Die ganze Asche
Einfach alles vernichten
Ein sauberer Schnitt
Ein letzter
glänzender
Tod
Der Gin ist alle
Ich sitze da &
starre auf den Staubsauger
Alles dreht sich
ich kann nicht aufstehen
Wann werde ich wieder
aufstehen können, um
dem Staub
ein Ende zu bereiten?
Hinterlasse einen Kommentar | Schlagwörter: Alkohol, Kultur, Liebe, Lyrik, Tod, Wahnsinn | Veröffentlicht inAlles, Gedichte/Texte
All diese Spiegel in dem düsteren Haus
in dem ich existiere
Was sie zeigen
interessiert mich nicht
Es fehlt das richtige Bild in ihnen
Was sie zeigen ist
Leere
Sie hatte mir ein Bild geschickt
aufgenommen in einem Moment
als sie sich schön fühlte
nach all dem Selbsthass
all der Verzweiflung
all der Verstörung
Sie war umgeben von Krankheit
die sie für ihre eigene hielt
Ein Irrtum
Den Anblick ihrer Augen
konnte ich kaum ertragen
Sie blendeten mich
Ich sah meine Worte in ihnen
Ich sah dass sie mir glaubte
dass sie mir vertraute
Ihre Augen sind die Spiegel
die mir fehlen
Spiegel die mir etwas anderes zeigen als
Leere
Sie fragte: „Sehe ich immer noch traurig aus?“
„Ja“, sagte ich, „irgendwo, ganz weit im Hintergrund.
Und das wird immer da sein, ich weiß es, denn
ich kenne es.“
Sie kann die Spiegel zertrümmern
Sie kann mir mit den Splittern die
Pulsadern aufschneiden
Mein Puls ist nutzlos
da mein Herz woanders ist
In ihren Augen soll sich die Farbe
meines Blutes spiegeln
Ich brauche es nicht mehr
Ich hatte immer zuviel davon
Ihr Vertrauen in mich
warf sie aus der Bahn
Sie war erschrocken
Sie war verstört
wieder verstört
Sie weiß nicht
wozu sie fähig ist
Sie ahnt es nicht einmal
Ich weiß es &
vielleicht hört sie mir irgendwann
wieder zu
Ihr Schweigen wiegt mehr
als meine Worte
Vielleicht
vertraut sie mir wieder
irgendwann
& wenn sie mir wieder glaubt
wer weiß
Vielleicht
glaubt sie dann auch
an SICH
Ein Kommentar | Schlagwörter: Angst, Kultur, Liebe, Lyrik | Veröffentlicht inAlles, Gedichte/Texte
Ich habe Dich begriffen
Ich begreife Dich
Ich werde Dich begreifen
& Du sollst stöhnen
unter meinen
Griffen
Hinterlasse einen Kommentar | Schlagwörter: Beziehung, Erotik, Kultur, Liebe, Lyrik, Sex | Veröffentlicht inAlles, Erotik/Sex (eine Auswahl), Gedichte/Texte
„Ich reiss Dir das Herz raus &
stecke es in Deine Fotze!“
„Ja“, stöhnte sie, „bitte,
BITTE.“
Die Nacht
nur noch die Nacht
Nichts ist wie es war
Nichts bleibt wie es war
Kein Stein bleibt auf dem anderen
Nichts sonst zählt mehr
nur noch
dieses Herz
2 Kommentare | Schlagwörter: Kultur, Liebe, Lyrik, Sex | Veröffentlicht inAlles, Erotik/Sex (eine Auswahl), Gedichte/Texte
Dieses große dunkle Monster Zukunft
es existiert nicht
& doch wirft es seinen
mächtigen Schatten
auf Alles
Die Gegenwart verfinstert sich
Wir vergessen zu leben
zu erleben
Zukunftsängste
Verlustängste
Existenzängste
Dieses große dunkle Monster
Wir sehen
was gar nicht da ist
Tiere kennen dieses Monster nicht
Sie leben
leben leben leben leben
in der Gegenwart
MACH MICH ZUM TIER !
2 Kommentare | Schlagwörter: Angst, Kultur, Liebe, Lyrik | Veröffentlicht inAlles, Gedichte/Texte
Gedichte für Dich
für Dich
für Dich
Jetzt:
SCHWEIGEN
Denn:
ich muss Dich
ATMEN hören
Hinterlasse einen Kommentar | Schlagwörter: Beziehung, Kultur, Liebe, Lyrik | Veröffentlicht inAlles, Gedichte/Texte
Sie packten mich & zerrten mich
zu der Zeitmaschine
die in einem dunklen Wald stand
………………..Nachts
Die Maschine leuchtete & blinkte
& verängstigte die Tiere
die flüchteten
Sie stießen mich hinein &
banden mich fest &
grinsten
Es gab einen Rückspiegel
in den ich blicken konnte
Aber nur mich konnte ich darin sehen
Sie setzten die Maschine in Gang &
traten zurück
Die Richtung hieß
Vergangenheit
Der Lärm war ohrenbetäubend
Die Farben blendend
Es roch als würde die Zeit verbrannt
Erinnerungen an die Gegenwart
wurden ausgelöscht
die Zukunft wurde weiter –
beängstigend
Als die Maschine stoppte
zitterte ich
Der Wald hatte sich
kaum verändert
Ich schaute in den Rückspiegel –
Ich war nicht mehr Ich
Ich war Sie
& ich verliebte mich in
Mich
Aber ich blieb
gefesselt
& es kam niemand
der mich
befreite
3 Kommentare | Schlagwörter: Kultur, Liebe, Lyrik, Wahnsinn | Veröffentlicht inAlles, Gedichte/Texte
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