Der See blendete. Die Sonne: weißgoldenes Stanniol auf seiner Oberfläche. Frische Luft hatte ich schon lange nicht mehr geatmet. Die Bank war hart, fast hätte ich mir einen fetten Arsch gewünscht. Sitzen, Atmen, Schauen, Riechen, Hören … das sollte eigentlich reichen; Geschäftigkeit ist mir ein Gräuel. Es waren nicht allzu viele Menschen unterwegs. Sie hatten zu tun. Ich hatte zu leben. Unter Bäumen. Beobachtete die Ameisen, die zwischen den Lichtsplittern über den Gehweg krabbelten. Blätter überquerten. Entfernt sah ich eine spazierende Frau. Das erste Signal: ein sehr kurzer Rock. Das zweite Signal: lange dunkle Haare. (Nicht starren jetzt … auch mal in die andere Richtung gucken) Jemand ruderte über den See, lautlos. Ein Käfer landete auf meinem Hosenbein. (So, jetzt mal wieder, wie zufällig….) Sie näherte sich langsam. Ziellos, in Gedanken. Ziellosigkeit finde ich attraktiv, Gedanken finde ich attraktiv. Und je näher sie kam, desto jünger schien sie zu werden; normalerweise war das umgekehrt. (Den Käfer beobachten, wie er auf meinem Bein spazieren geht) Allmählich waren ihre Schritte zu hören. Flache Schuhe. Auf der andern Seite steuerte ein Mann mit Rollator eine Bank an. (Flache Schuhe zu kurzen Röcken, jawohl, Krieg dem HighHeels-Wahn!) Ich näherte meinen Zeigefinger dem Käfer. Zeit verging.
„Entschuldigung, können Sie mir sagen, wie spät es ist?“
Weg war der Käfer, ich schaute zu ihr auf.
„Ich hab selber keine Uhr“, sagte ich. (Wie? Kein Handy? Keine Uhr? in dem Alter? Gibt’s doch gar… na, vielleicht ist der Akku leer)
„Ist ja auch egal“, sagte sie & lächelte. „Ist der Platz noch frei?“
Ich nickte, sie setzte sich; ihre Handtasche zwischen uns.
(Nicht starren …. nackte glatte Beine … Sonnenlicht, leichte Bräune … flache Schuhe, geschlossen … Duft: frisch gewaschene Haare…. hoffentlich stinke ich nicht … nach Schnaps & kaltem Rauch)
Wie alt & hässlich mußte ich ihr erscheinen. Selbst meinem Badezimmerspiegel erschien ich so.
Sie sagte: „Hab den Vormittag frei, da dachte ich mir, bei dem schönen Wetter, lauf ich doch mal’n bißchen rum. Wird bestimmt heiß heute.“
Ich durchwühlte die verstaubte Gedächtnistruhe nach Small-Talk; irgendwo ganz unten mußte es noch etwas geben.
Wir schauten auf den See. Wenn ich sicher war, dass sie auf den See schaute, schaute ich auf ihre Beine. Der Ruderer näherte sich dem Ufer auf der andern Seite. Für meine Verhältnisse lief das Geplauder ganz gut.
Dann sagte sie unvermittelt: „Ich weiß, dass Ihr Vorname Wolf ist.“
Ich schaute sie an. „Woher?“
Sie wandte mir ihr Gesicht zu. „Wir kennen uns. Sie wissen auch, wie ich heiße.“
Ihre Augen: bekannt. Ihre Nase: bekannt. Ihr Mund: bekannt. – Und doch … das Gesicht: ich erkannte es nicht.
„Sagen Sie mir, wie ich heiße.“
Ich starrte sie an, jetzt durfte ich wohl starren, und ich überlegte krampfhaft.
„Äh…. im Moment …. also ehrlich gesagt…“
„Sagen Sie’s einfach. Sie wissen es.“ Es lächelte aus ihr.
Ich sagte, was mir als erstes in den Sinn kam. „Jenny?“
„Sehen Sie, ich hab doch gesagt, Sie wissen es.“
Ich bekam eine Gänsehaut. Ich wünschte mir den Käfer zurück. (Sonne in ihrem Haar … Lächelaugen … weiße Zähne … duftender Atem)
– – Jenny läuft durch den Sand … der bunteste Bikini in der Einsamkeit … Das Meer spielt Meer, die Haare wehen … Swing in allem … Salz & Rausch … ich stehle ihr den Sand von den Füßen bis sie giggelt … Sie krault den Hund zwischen den Ohren – –
„Wollen wir zu Ihnen nach Hause gehen“, fragte sie.
„Und dann?“ (Was für eine blöde Frage, du Idiot)
„Dann machen wir’s uns gemütlich. Legen uns ins Bett. Lecken uns stundenlang. Und dann quatschen wir die ganze Nacht. Wir lachen, wir riechen uns, wir trinken Sekt, Wein & Natur, und vielleicht hört die Nacht gar nicht mehr auf. Im Dunkeln kichern wir unter der Decke wie Kinder.“
Ich stand auf. Wahrscheinlich zertrat ich Ameisen dabei.
„Dann lass uns gehen“, sagte ich.
Wir gingen. Der Mann mit dem Rollator saß drei Bänke weiter & sah uns. Er schien auf ihre Beine zu starren. Es war nicht weit bis zu meiner Wohnung.
Wir betraten den Hausflur.
„Ist im ersten Stock“, sagte ich, „kein Aufzug.“
Sie lächelte. „Soll ich vorgehen?“
„Bitte.“
Als sie auf der 4. Stufe war, folgte ich ihr. Ich wußte, dass sie nichts unter dem Rock trug. Jetzt durfte ich wohl starren.
Ich schloß die Wohnungstür auf. Ließ Jenny vorgehen.
Als ich die Tür zumachte, war alles wie immer. Hier gab es keine Sonne. Ich ging rüber zum Schreibtisch. Verstreute Blätter. Beschrieben & unbeschrieben. Ich überflog ein paar Zeilen.
Wahrscheinlich würde ich wieder alles zerreißen. In den Zeilen stand – immer wieder – Jenny.
Die Wohnung war menschenleer.
Und ich wußte, ich würde mich betäuben müssen.
Straßen
Ich rannte durch die Straßen
schrie:
RETTET MICH!
Fensterläden knallten
Fragende Gesichter fragten uninteressiert
Tote Augen, grinsende Zähne
Ich bettelte um das Betäubungsgewehr
Niemand schoss, niemand gab es mir
Ich rannte durch die Straßen
sah: ein Lächeln
es galt nicht mir
Sah: Langeweile
Gähnen
Ich rannte.
Ich schrie.
Die Straßen waren
gestorben.
Warum
lebte ich?
Der Speicher
Er öffnete die Luke in der Decke & ließ die Leiter herab.
Er kletterte auf den Speicher & machte Licht.
Er setzte sich in den Sessel & betrachtete den Dichter,
der sich dort erhängt hatte.
Dann nahm er Die 120 Tage von Sodom zur Hand, blätterte darin.
Nach 1 Stunde stieg er wieder hinab, ging
in den Raum mit den Schaufensterpuppen.
Eine Zitterspinne wohnte in einer der Perücken; er
begrüßte sie. Buntes Lampenlicht. Stille.
Er legte sich auf den Teppich. Dorthin,
wo die Puppen ihn beobachten konnten.
Frieden.
Mond in Cointreau
Statt Aspirin +C trinke ich
Cointreau, in dem sich der Vollmond spiegelt
Sitze auf den Stufen vor der Haustür
Selbst der fremde Hund, der mich tagsüber immer wieder
weckt, ist still & schläft
Dann : Absätze.
Es ist nicht der Igel, der vor mir durch das Gras raschelt &
mir so ähnlich sieht.
Eine junge Frau durchquert den Laternenschein.
Ich schaue ihr hinterher. Sie ist
in dem Alter, das ich nicht vergessen kann.
In dem Alter, das mich vergessen hat.
Ich trinke stumm. Brennendsüßes Licht.
Sie entfernt sich. Sie ist ein Metronom.
Musik, die nur noch in meinem Kopf klingt.
So alt. Tick.
Älter als ich. Tack.
Eine Melodie, die ich
…Tick…
nicht vergessen kann.
Sie ist Damals. Tack. Sie ist –
Du.
Glas
Ich werfe mein Leben auf den Boden.
Es splittert. Ich hole ein Blatt Papier,
fege einige Splitter darauf; undurchsichtige,
klare, scharfe, glatte. Auf anderen kaue ich herum,
bis mir die Fresse blutet. Ich
sabbere das Blut aufs Papier.
Dann lege ich das Blatt neben die
Schreibmaschine.
Ich brauche es nur noch abzutippen.
Kasse
Liest die Kassiererin in meinen Einkäufen?
Ich kaufe nur 1 Zahnbürste.
1 Brot, 3 Tomaten.
4 Flaschen Schnaps, 5 Flaschen Rotwein.
Zigarren.
Was liest sie?
Wenn die Flaschen auf dem Laufband
aneinanderstoßen, ist mir das peinlich.
Immer wenn wir uns sehen, kommt
ihr diese Hausbar entgegen.
Liest sie?
Ach Quatsch! ich nehme mich zu
wichtig.
Sie hat anderes zu tun; Tausende
wie ich begegnen ihr. –
Und doch …..
manchmal, einen kurzen Blick ihrer
Augen lang, denke ich,
sie weiß.
Fieber malt Träume
Alles was schiefgeht, taufe ich Absicht.
Alles Unglück habe ich schon irgendwo gelesen – –
Der Albtraum schönt das Erwachen.
Der Tod hat schon die meisten geholt.
Der Schlaf der Vernunft gebiert Liebe.
Krankheit weckt Kräfte.
Die schönsten Tiere bevölkern die Dunkelheit.
Schläge fördern die Durchblutung.
Hass ist ein Gefühl.
Schmerz weckt auf.
Scheisse bedeutet Erleichterung.
Alleinsamkeit denkt.
Fieber malt Träume.
real ?
Und wieder verliebe ich mich in die
Unbekannte –
nie gesehen, nie gehört – nur
gelesen – – –
hoffe, dass sie Kinskis Bücher auf dem
Nachttisch hat – & den Faust im Herzen trägt
komponiere Lieder für sie,
werfe Reime auf den Müll, weil
Kunst ihr nicht gerecht wird –
zeichne sie dennoch –
mit Blut
& sage mir :
das ist die Einsamkeit –
das ist nicht die
Realität – – –
Vorbereitungen
Meine 1033ste Wiedergabeliste erstellt –
für jede Gelegenheit eine :
Musik für die Badewanne
Musik zur Entspannung
Musik zum Verrücktwerden
Musik für den Vertreterbesuch
Musik zum Kochen
Musik zum Saufen
Musik zum Weinen
Musik zum Schweigen
Musik zum Bügeln
Musik zum Erwachen
Musik zum Einschlafen
Musik zum Müllrausbringen
Musik für den Selbstmord
Musik zum Lachen
Musik zum Lesen (nein, Quatsch, stört nur)
Musik zum Essen
Musik zum Staubwischen
Musik zum tonlosen Fernsehen
Musik zum Nägeleinschlagen
Musik für den Blowjob (nein, Quatsch, stört nur)
Musik zum Musikhören
Musik zur Kontoauszuglektüre
Musik zum Mixen
Musik zum Wichsen
Musik zur Pediküre
Musik zum Kloputzen
Musik zum Haareschneiden
Musik zum Träumen
……………………………
Unerwünschter Besuch (1985)
Gestern abend: es klingelte
an der Haustür. Ich öffnete.
Ein alter Kerl mit stumpfen
Pupillen & abgebrochenen
Zähnen, krummbucklig &
fleckenhäutig, stand dort.
Er trug einen zerfledderten
Strohhut.
„Guten Morgen“, sagte er.
„Es ist Abend“, sagte ich.
„Ach ja?“
„Was wollen Sie?“
„Ich? Nichts.“ Er berührte
die Hutkrempe mit Zeigefinger &
Daumen der linken Hand.
„Originalität“, sagte er.
Ich gab ihm einen Schubs, und
er fiel rückwärts die 4 Stufen
hinunter.
Er blieb liegen.
Stöhnte.
Schmale Blutrinsale sickerten
ihm aus Ohren & Nase. Er
war ein hilfloser
alter Mann.
Ich ging ins Haus zurück,
verschloss die Tür &
setzte mich vor den Fernseher.
Ich fürchte, er
liegt immer noch dort.
* * * *
(Geschrieben 1985)
Es ist mir peinlich, aber…..
…zensiert………………………….
………………….zensiert…..
zensiert……….., zensiert……….;
………….zensiert……..:
zensiert !
……zensiert – ……zensiert?
……….zensiert.
Ich musste das einfach mal loswerden.
Bandsalat
Alkohol auf die Einsamkeit geschüttet
Musik in die Stille gegossen
3 Mal gewichst, um die Sehnsucht zu killen – vergebens
die Flecken aus dem kalten Waschbecken gewischt
Zigarrennebel in die Leere geblasen
Erinnerungen
Schlaf – so lange es geht – mit Dröhnen im Schädel, Schweiß in der Matratze
Träume voller Leben, voller Zärtlichkeit
So läuft mir das Leben von der Spule…..
Bandsalat auf dem Boden
nicht mehr zu entwirren
das Gespeicherte verloren
Müll
Sucht!
Alles gerät mir zur Sucht
Fressen Saufen Ficken Lesen
Sucht ist alles
weil ich suche
immer suche
suche
ohne zu finden
Tag & Nacht
Kaleidoskopierende Gedanken aus Schlaflosigkeit,
Ideendonner in der Finsternis. Ich
möchte schlafen, möchte träumen, möchte –
wachbleiben. Möchte den Schlaf hinter mich bringen,
möchte aufstehen & liegenbleiben, aufschreiben ohne
mich zu bewegen. Hirngewitter. Ich drehe mich, Filme drehe ich,
fantastische Neuronenblitze, Begeisterungen,
große Opern, Bilderflüge, fliegende Teppiche aus
Daunen, Stromschnellen & Kurzschlüsse,
sprühende Metaphern in Endlosschleifen;
die Kissenfüllung aus Flügeln gemacht, Pegasus,
blutig von den Sporen dieser verdammten, dieser
geliebten Schlaflosigkeit.
Doch irgendwann wirft mir der Schlaf dann doch noch
ein paar Brocken Bewußtlosigkeit in den Bettelhut –
„Da, nimm!“
Ich schlafe.
Schlafe.
Ideen
vergehen.
Ich wache auf –
müde & blöde & leer
wie immer.
Die Hyäne
Er fühlte sich tot
Die Einsamkeit, diese Hyäne, riß
die Vergangenheit in blutigen Fetzen aus
seinem Schädel.
Die Hyäne fraß, die Hyäne lachte
Er wollte sie sich schönsaufen, die
bucklige Bestie
schönsaufen, um
sie dann in den Arsch zu ficken
Ich fick dich, du Vieh
Er brauchte Niemanden
sagte er sich
Ich brauche Niemanden
Ich fick dich
Er fühlte sich tot, aber
er kriegte ihn immer noch hoch
viel zu oft, viel zu oft
Kein Alkohol half dagegen
Komm her,
Einsamkeit, ich
fick
dich
in den Arsch, und dann
spritz ich dir in
die lachende Fresse !
Pschyrembel lesen…
….der Tod hat sich meinetwegen schon einen Knoten ins Taschentuch gemacht –
ich hoffe, nur dorthin…………..
Moralische Verpflichtung
Die wenigsten Menschen, mit denen ich telefoniere,
beenden das Gespräch ohne die Formel „…und trink nicht soviel“.
Hallo? Geht’s noch? Das Leben weißer Mäuse hängt von mir ab!
Wie kann man nur so kaltschnäuzig sein.
Speicherung
Jemand fragt mich etwas, ich antworte:
„Siehe oben“ –
Jemand erzählt mir etwas, ich sage:
„Das hast du mir schon erzählt“ –
Ich erinnere mich, wie ich laufen lernte –
Ich erinnere mich an einen Albtraum im Babybett –
Ich erinnere mich
Ich werde von meinem Gedächtnis erschlagen…..
Sie & ich, wir haben eine gemeinsame Vergangenheit,
aber die Gemeinsamkeit vergeht –
„Weißt du noch?“
Nein, sie weiß nicht mehr.
Und manchmal glaubt sie mir nicht.
Dann erzähle ich ihr von unserem Leben,
zitiere einen Nebensatz aus einer Unterhaltung, die
wir vor 24 Jahren führten.
Manchmal weiß ich nicht, ob ich
mir selbst noch glauben kann.
Ich bade mein Gedächtnis in Schnaps.
Jemand fragt mich etwas.
Siehe oben.
hoffnung
Die Ideenpistole an meiner Schläfe, eiskalt die Mündung –
ich drücke ab…..
nichts passiert
irgendwo ist noch störende Welt, also
alle Fenster schließen, Rolleaus runterlassen
nur die Ruhe
& dann einsamkeimt ein Gedanke…..
aber auch er bleibt einsam,
dort wo er ist, herrscht Dunkelheit
& dunkel wird es bleiben.
Gefängnis
Einzelhaft…. Dunkelhaft….
Ich kenne die Verbrechen, die dem Gesetz egal sind.
Ich sitze.
Eingebunkert.
Ratten, die Freunde….
Spinnen, die Freunde….
Durst, der nie zu stillen ist.
Blicke, die fehlen.
Der Kuss der Schlange.
Einzelhaft…. Dunkelhaft….
Zweifelhaft….
Die Frage, die ich nicht stelle,
das Wort, das ich nicht sage….
Was habe ich getan?
Zweifel….
Was habe ich nicht getan?
Ich hätt gern einen…..
Weißwein zum Fisch? Rotwein zur Pasta? Geschenkt. Mit Informationen darüber, welches Getränk zu welcher Speise gereicht werden sollte, werden wir überall zugeschüttet. Koch- & Saufshows allenthalben.
Aber welches Getränk passt eigentlich zu welchem Schriftsteller? Ich habe da mal was vorbereitet (basierend auf Werk &/oder Biografie). Beschnapste Überlegungen.
Arno Schmidt : Dujardin, Asbach
James Joyce : (schweizer) Weißwein, Guinness
Samuel Beckett : Guinness, Whisky
Homer : Wein
Jean Paul : Alles außer Wasser (vor allem Faßbier)
Nietzsche : Wasser
Balzac : Kaffee, Wein
Goethe : Wein
Verlaine : Absinth
Brecht : Cognac, Bier (Carlsberg)
Thomas Mann : Cinzano (mit Ei), Portwein, Sekt, Bier
Hemingway : jeglicher Alk
Joseph Roth : Hennessy, Pastis
E.T.A. Hoffmann : Punsch
Wolfgang Koeppen : jeglicher Alk außer Bier
Ernst Kreuder : Bier, Klarer
Hesse : Wein (Chianti), Kirschwasser
F. Scott Fitzgerald : Martini-Cocktail, Sekt … & was sich sonst noch findet
Blaise Cendrars : Pastis, Wein
Henry Miller : Wein
Charles Bukowski : Bier, Wein, Whisky
Sartre : Whisky, Wodka, Bier & manches andere
Proust : Tee, Bier
Poe : Wein
Lovecraft : Milch
Malcolm Lowry : Tequila, Mescal, Wein, Absinth, Rasierwasser etc.
Kästner : Sekt, Whisky
Baudelaire : Wein, Cognac
Rimbaud : Absinth
Lichtenberg : Danziger Goldwasser, Wein
W. S. Burroughs : Wodka
Peter Altenberg : Pilsner
Branden Behan : Guinness, Whisky
Faulkner : Bourbon
Schiller : Kaffee, Likör
Kerouac : Rotwein, Whiskey, Bier
Tschechow : Tee
Tolstoi : Tee
Dostojewski : Tee
Horst Janssen : Wein, Underberg, Cognac
Fallada : Klarer
Simenon : Picon, Bier, Weißwein, Whisky
Capote : Alk in jeglicher Form
Steinbeck : Whisky
Stephen King : Bier
Eugene O’Neill : Bourbon
Graham Greene : Alk in jeglicher Form
Umberto Eco : Martini-Cocktail, Wein
Chandler : Whiskey, Bacardi
Hammett : Whisky
Jack London : Martini-Cocktail, Wein, Bier
Alfred Döblin : Bier
de Sade : Wein
Chesterton : Bier
Villon : Wein
Grillparzer : Bier mit geriebener Muskatnuss
….to be continued….
Vielleicht
Lächelaugen, laternenhell, laternenschön.
20jähriges Licht – und ich erinnere mich
im Sommer ihre Zehen gesehen zu haben,
tastend in Sandalen,
träumend von besonnten Sandkörnern,
von salzigem Nachtrauschen;
mondbleiche Nagelbetten, in denen
ich träume…..
schlafe, schlafe…
Ja – wäre mein Hunger bloß doppelt so alt wie
deine Zunge, die so nett zu mir ist….
nett –
nett wie die Hinterbliebenen am Grab des Vergessenen,
ich würde Dir
– vielleicht –
glauben – und
lächeln.
…angetrunken tastatourennt
Der Griff ins Leere
… nach Halt
Der Schrei
…hallt nach
Das Fallen
…aus der Einsamkeit
in die Einsamkeit…
All, Tod
…alle die da fallen
Der Zufall, die Geburt
…der Fall in den Tod
aus der Einsamkeit
…der Schrei
verstummt


