Monatsarchiv: Juli 2011
Meine Haut ist eine Landkarte
des Grauens
Alle Ängste
Alle Erinnerungen
Alle Neurosen
sind auf ihr verzeichnet
Das Verlassenwerden ist rot
Die Gleichgültigkeit ist braun
Die Einsamkeit ist gelb
Die Narben sind weiss
Die Nervosität ist lila & blau
Der Alkohol ist schwarz
Meine Haut ist eine Landkarte
Flüsse, Gebirge & Meere
aus Gefühlen
Niemand findet sich darin zurecht
Niemand kennt die Wege
Gänse sind hier zu Hause
in den Spuren der Vergangenheit
Meine Haut ist eine Landkarte
die niemand berührt
Ein Verzeichnis von Orten
die ich nicht kenne
Ein Verzeichnis von Zielen
die ich nicht finde
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Presslufthämmer weckten mich
nach 2 Stunden wirrer Träume.
Vielleicht war es auch meine eigene
Leere, die mich noch vor den
Pesslufthämmern weckte.
Ich spürte spitze Absätze auf meiner
Brust. Immerhin : Gefühle.
Totgeglaubt. Seit langem.
Ich hatte keinen Plan.
Eventuell überleben.
Sofern mir nichts Besseres einfiel.
Aber mir fiel selten Besseres ein.
Die Presslufthämmer zerlegten
Mauerwerk. Sie hätten meinen
Schädel zerlegen sollen. Oder
war der etwa zu dick?
Was soll ich heute tun?
Heute Nacht tun?
Wenn die Stille zurückkehrt.
Ich werde mein Gedächtnis zerstören;
systematisch. Ich werde mir
3 Mal einen runterholen. Ruhe.
Ruhe. Zum Schluss werde ich mir
den Schädel an einem Spiegel
einschlagen. Ich lasse Blut in meine
Augen laufen. Wie ein nächtlicher
Sonnenuntergang wird es sein.
Dann kommt die Dunkelheit.
Die Finsternis.
Und dann kehren sie zurück.
Die Presslufthämmer.
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Diese verdammten Gedichte
die man wegen jemandem schreibt
für jemanden schreibt
Schreibt um nicht zu ersticken
Schreibt um zu überleben
Schreibt um das Überleben zu feiern
Diese verdammten Gedichte
Die Euphorie des Vortages ist vorbei
Die Verzweiflung von heute
ist morgen vielleicht schon wieder
Hoffnung
Diese verdammten Gedichte
Man möchte sie alle zerreissen
Man möchte sie auslöschen
Man möchte sie ungeschehen machen
weil einem plötzlich alles falsch erscheint
wertlos & dumm & peinlich & überholt
Und doch
Es gab den einen Augenblick in dem sie
nichts als reine Wahrheit waren
Den einen Augenblick in dem sie
zum Käfig dieser Wahrheit wurden
Die Wahrheit bleibt darin gefangen
Sie kann nicht mehr fliehen
Die Wahrheit die jeder wiedererkennt
Die Zeit kann der Wahrheit nichts anhaben
Gleichgültig was man am nächsten Morgen
darüber denken mag
Diese verdammten Gedichte
die man wegen jemandem schreibt
für jemanden schreibt
Sie haben einen Sinn
der nicht vergeht
wenn
Alles Andere
vergangen ist
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Mein Leben ist ein Kugelhagel aus
verpassten Gelegenheiten
ausgeschlagenen Angeboten
zurückgewiesenen Händen
Erfahrungen & Ängste
sind meine Munitionsfabrik
Um mit dem Bedauern klarzukommen
habe ich eine Methode :
Ich rede mir ein
dass, hätte ich alles Realität
werden lassen, irgendwann die
Gewöhnung, die Abstumpfung, die
Abkühlung unweigerlich eingesetzt hätte
Etwas, das noch im nachhinein einen
schmutzigen Schatten auf das vorausgegangene
Schöne geworfen haben würde
Nur dadurch, dass ich es in der Fantasie
belassen habe, ist es
ewig schön
Nun ja,
die Methode überzeugt mich nicht wirklich
Nicht bis in den letzten Winkel des
Gedankenganges
Aber sie ist Alles
was ich habe
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Mein Leben war ein alter vergilbter Ärmel
Sie kam & krempelte ihn um
Sie besprengte ihn mit Pisse, Blut & Tränen
Plättete ihn mit ihrer Zunge
die so gewandt war in Worten & Taten
Die Schatten unter ihren Augen
warfen ein Licht
auf den Ärmel
das den Gilb
verschwinden ließ
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An jenem Tag hatte sie Frühdienst
Sie war im 2. Ausbildungsjahr zur Hotelfachfrau
Mein Nachtdienst neigte sich dem Ende zu
Sie begrüßte mich wie immer, lächelnd, plaudernd
Sie nahm die Schlüssel für den Frühstücksraum
die Zeitungen, die Listen & ging in Richtung Umkleide
Nichts schien anders als sonst
Alle sagten das –
im Nachhinein
Am frühen Abend fand man ihr Auto
in einem abgelegenen Waldstück
Zusammen mit ihrem Freud saß sie darin
Ein Schlauch führte vom Auspuff ins Wageninnere
Der Motor lief noch
Er musste seit Stunden gelaufen sein
Es war diese verfluchte alte Shakespeare-Story
2 Elternpaare die sich nicht ausstehen konnten
die gegen die Beziehung ihrer Kinder waren
gegen die Liebe
Egoismus Dummheit Borniertheit
das volle Programm
Und nichts schien anders
an jenem Tag
Man ist sich fremd
Man sieht nichts
Man plaudert
Man lächelt
Kein Hilferuf
stattdessen funktioniert man
Man funktioniert
solange es geht
Man ist umgeben von
Fremden
Ein Kommentar | Schlagwörter: Beziehung, Einsamkeit, Kultur, Liebe, Lyrik, Tod | Veröffentlicht inAlles, Gedichte/Texte
Jedes Mal, wenn ich vor meinem Herd stehe,
höre ich in meinem Schädel Charles Bronson
Mundharmonika spielen. Ich werde vors
Fertiggericht geladen, und das Urteil lautet:
Weiterleben! Charles hat mich noch nie
abgeknallt.
Mein Herd war Mitte der 70er Jahre schon
alt. Von BBC. Mir gefällt der Schriftzug,
weil er Assoziationen weckt, die nichts mit
Essen zu tun haben. Musik! Ungefähr 20 Jahre lang
funktionierten nur noch 2 Platten; erst neulich
habe ich eine 3. wieder zum Laufen gebracht.
Ich hätte Elektriker werden sollen. Was für ein
Luxus!
Warum zur Hölle wollen alle immer das Neueste
haben? Das Raffinierteste? Das Modernste?
Mein verdammter alter Herd hat Stil &
Seele; er hat eine Menge erlebt; musste einen
Haufen Dreck über sich ergehen lassen.
Ab & zu schwächelt er ein wenig, aber wer
tut das nicht? Er säuft Strom wie ich meinen
Gin saufe. Er sieht etwas ramponiert aus; wie
ich. Manchmal kommt er nicht richtig
auf Touren, wird nicht richtig heiss & hält
mich hin wie eine abgekühlte Geliebte. Dann
dauert das Vorspiel eben etwas länger. Was
soll’s!
Ich finde wir sind ein schönes Paar.
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Wärst Du ein Mann, würde ich Dir den Schwanz lutschen
Wärst Du ein Hund, würde ich mit Dir Gassi gehen
Wärst Du eine Katze, würde ich Dich ins Schnurren kraulen
Wärst Du ein Baum, würde ich Dich düngen mit meiner Kacke
Wärst Du eine Spinne, würde ich Dir ein Netz basteln &
Dich schaukeln, bis Du grinst
Aber
Du bist ein kleines verängstigtes Mädchen
Also
muss ich Dich in den Arm nehmen &
Dich streicheln
bis Du
vergisst
2 Kommentare | Schlagwörter: Angst, Beziehung, Kultur, Liebe, Lyrik, Sex, Tiere | Veröffentlicht inAlles, Gedichte/Texte
Sie überschüttete mich mit ihrer Pisse
die ich trinken wollte
Dann überschüttete sie mich mit ihrer Liebe
Sie überschüttete mich mit Eiswasser
das mich schaudern machte
Dann überschüttete sie mich mit Salzsäure
Meine blöde Visage zerfloss
Ich mixte mir einen Cocktail
spießte einen meiner Augäpfel auf
rührte damit in den Reagenzien
Dieses Auge war nicht so traurig
wie ihre Augen es waren
Die Augen
in die ich mich verliebt hatte
Ich glaubte
ein Zwinkern zu sehen
Dieses Zwinkern bedeutete
TOD !
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Ein Mann stand in einer der Telefonkabinen
& redete. Ich stand hinter der Rezeption &
zählte die Kasse. Die Bar war bereits
geschlossen. Die Drehtür setzte sich in
Bewegung & eine Frau betrat die Halle.
Mitte 30, schlank, rote Haare.
Sie kam zu mir.
„Ich hätte gern ein Zimmer“, sagte sie,
„ich bin hier am Bahnhof gestrandet &
komme nicht weiter.“
Ich nannte ihr die Preise.
Sie sagte: „Das Problem ist, ich habe
kein Geld mehr.“
„Das ist schlecht“, sagte ich.
Der Mann beendete sein Gespräch &
setzte sich in die Halle, blätterte in
Unterlagen. Die Frau senkte die Stimme
ein wenig … nur ein wenig.
„Manchmal bezahle ich auch mit Sex“,
sagte sie. „Vor allem mit Blowjobs.“
Ich sah sie mir genauer an. Ich fand sie
nicht besonders attraktiv. Andererseits
hatte ich schon seit geraumer Zeit keinen
Sex mehr gehabt. Dann begann ich zu
rechnen. Würde ich ihr das Zimmer einfach
so geben, und die Sache flog auf, wäre
ich den Job los. Und wenn ich das Zimmer
selber bezahlen würde …. dafür hätte ich
mir woanders diverse Blowjobs von
attraktiveren Frauen kaufen können.
Tja, irgendwie stimmte hier das Preis-
Leistungsverhältnis nicht. Außerdem
bin ich zu geizig für sowas.
„Sorry“, sagte ich, „daraus wird nichts.“
Sie blickte mir tief in die Augen. Ganz
kurz. Dann sagte sie: „Okay. Verstehe.“
Sie machte kehrt & war so schnell
wieder verschwunden, wie sie gekommen
war.
Der Mann legte seine Unterlagen beiseite
& kam rüber zu mir. Er grinste.
„Was war das denn“, sagte er.
„Haben Sie doch gehört“, sagte ich.
„Passiert sowas öfter?“
„Nicht sehr oft.“
„Scheint ein interessanter Job zu sein,
den Sie da haben.“
„Manchmal finde ich ihn auch ganz
unterhaltsam“, sagte ich.
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Du hast mich zum Cut-Up-Text gemacht
hast mich zerschnitten mit der Schere Deines Herzens &
mich neu zusammengesetzt
aus Schnipseln
die ohne Dich keinen Sinn ergeben würden
Alles scheint so wirr
& doch
es fügt sich zusammen
NEU
so NEU !
Worte
Sätze
Absätze
Seiten
Bücher
Die vielleicht nur WIR
verstehen
Hackbraten
flackerndes LynchLicht
Pullover am Herd
Bananensafthose
Lesbenpornos
Tabak in der Kotze
Schwarze Perle
Klospülung
Gehirnsäure in Handgranaten
So finster die Nacht
Metallbett
pulsierende Steine
Auslaufmodell
Gespräche mit Katzen
Spinnenplage
Pornoschnulze
Matratzensaft
Kellertreppe
Züge & Winde & Sonnenbrillen
Nuttenstiefel in der Wand
Handgelenkshubbelkuss
16. Juni
oooohhhh gooottt oooohhh gooottt
1853 DM
Schaufensterpuppen
17stündige Sonntage
LachenLachenLachen
sterbende Trommelfelle
3 Meter lange Fußnägel
Der Koch der nach dem Kommen kam
Hey
Ziegenkäse
Plätschern & Spülen
die Kühltruhe im Keller
Absolut
MUT
geheime Fenster
Au Rebours
Regen
& Schnee mit weißen Katzen
Fick das Verständnis der Anderen !
Was nur wir verstehen, ist ein Stück
Allgemeingültigkeit !
Ich lese mich
NEU
VERDAMMT !
Ein unbekanntes Buch……..
Die Autorin
bist
DU !
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Vielleicht sollte ich endlich anfangen
mich für Dinge zu interessieren
für die sich fast alle interessieren
Karriere Autos Fernsehserien
Klamotten Geselligkeit Bestseller
Hochzeiten fremder Menschen
Gartenarbeit Rostbeseitigung
Schuheputzen moderne Möbel
die neueste Technik
Vielleicht findet man durch das
Interesse für all das die nötige
Abstumpfung
um das unkomplizierte Leben
einer Tütensuppe führen zu können
Vielleicht bringt all das tatsächlich
Ablenkung
Nur – wo würde es mich hinlenken?
Wahrscheinlich in den großen lauwarmen
Kochtopf
in dem so viele andere bereits schwimmen
umgerührt … verrührt … ein einziges
nicht wieder zu trennendes Etwas
fad im Geschmack
von geringem Nährwert
versetzt mit Langeweile
Vielleicht …. nein, lieber nicht darüber
nachdenken
Man hat keine Wahl
Lieber die eigene Pisse im Kochtopf
als dieses leere Meer von
Tütensuppen
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Die Haustürklingel ist abgeschaltet
fast immer
Das DingDong ist eines der widerlichsten
Geräusche
die ich kenne
Welt begehrt Einlass
Die Welt kann mir gestohlen bleiben
Nein, sie wurde mir nicht gestohlen
Ich habe sie fortgeworfen
Die Haustürklingel ist abgeschaltet
Päckchen & Pakete werden bei den
Nachbarn abgegeben – meist bei einem alten Ehepaar
Die Frau ist besorgt um das alte, einsam lebende
Arschloch auf der andern Straßenseite
„Immer so alleine“, lautet ihr Refrain, „das
ist doch nichts…..“
Ich quäle mich rüber, um meine Pakete
mit Alkohol & Büchern abzuholen
Immer noch besser als dafür in die Stadt zu fahren
Ich klingle & warte auf den Refrain
Er kommt …. unweigerlich …. er kommt immer
eingebettet in immer neuen Variationen
Sie senkt die Stimme:
„Wissen Sie, mein Mann hat da gerade so ein
Furunkel am Hintern. Sehr schmerzhaft.
Das muss jeden Tag mit einer Tinktur betupft
werden. Und jeden Tag muss ein neues Pflaster
drauf. Und da dachte ich mir neulich:’ mein
Gott, wenn er jetzt allein wäre…. wer würde
das machen?…. Da käme er selber doch gar
nicht dran….’ … Ja, also, alleinsein, das ist
doch nichts, wenn man so gar niemanden hat.
Ich grinse sie blöde an
sage irgend etwas
wie immer
Ich sage nicht, was ich gerne sagen würde:
Wenn ich mal ein Furunkel am Arsch habe
werde ich zu Ihnen kommen, und sie können
damit machen, was Sie wollen…….
Sie ist nett …. sie ist besorgt …. sie ist Welt
Die Welt soll bleiben
wo ich sie hingeworfen habe
Meine Haustürklingel bleibt abgeschaltet
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Anhand meiner Zähne müssten sie mich identifizieren
Ich wäre unkenntlich, ein verrottetes Schlammgebilde
………………..ohne Geschlecht……………………
Den Gestank der Fäulnis würden sie kaum ertragen
Für Fliegen & Maden hätte ich einen Sinn
Fast schon wäre ich ein Teil der Erde
Endlich … endlich … endlich !
Nicht vermisst & doch gefunden
So wäre es schon vor langer Zeit gekommen
Wenn da nicht die Worte wären …
Die Wörter die man auskotzen kann
Zeichen … die hässlich & schön zugleich sein können
Waffen mit denen man ziellos & blindwütig auf Alles
………………..schießen kann…………………..
Dieses Geratter der Tasten ….. in hilfloser Wut
….. in unerträglichem Schmerz ….
….. in Verzweiflung………..
Sollen die Worte doch stinken
nach Fäulnis …. nach Tod …. nach Auswurf ….
Sollen sich doch alle abwenden von ihnen
…….. voller Ekel & Verstörung …..
…………. Es ist gleichgültig !
Vielleicht setzt sich eine Schmeissfliege auf eines meiner Worte
……….Es wäre mir eine Ehre ……….
Ich würde ihr zuprosten ……. mit dem von mir erfundenen Cocktail
…………….. Denn der hilft auch ………
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Und wieder fängt eine an
…………eine Nacht……….
Wie ein unüberschaubares Grauen
das nicht enden wird
Die Leere
die übrig bleibt
wenn die Hoffnung zerstört wurde
Der Schmerz
Sinnlos
sich einen runterzuholen
Sinnlos
zu träumen
Nur die Betäubung hilft
vorübergehend
solange bis der Dreck
der Wirklichkeit einen wieder
aufweckt
Ich möchte nicht mehr
aufwachen
Nicht in dieser Welt der
Distanz
dieser Welt der
Sehnsucht
nicht in dieser stimmlosen Welt der
Einsamkeit
Und wenn Hunderte
auf mich einreden würden
wenn sie mich nicht alleine ließen –
die Welt bliebe stimmlos
Weil nur eine Stimme
wirklich zu mir durchdringt
Die Stimme
die nicht da ist
Die Nacht
geht weiter
Die Betäubung
setzt ein
Aber
das Grauen
wird nicht
enden
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