Das Leben ist so einfach zu verstehen:
Immer wenn man sich einen runtergeholt hat,
kommt die geilste Sau um die Ecke – &
man wünscht sich,
es wäre 5 Minuten früher.
Das Leben ist so einfach zu verstehen:
Immer wenn man sich einen runtergeholt hat,
kommt die geilste Sau um die Ecke – &
man wünscht sich,
es wäre 5 Minuten früher.
Wo Du einen Feuerlöscher hast,
habe ich einen Flammenwerfer.
Wo Du einen Flammenwerfer hast,
habe ich einen Feuerlöscher.
Passen wir zusammen?
Oder löschen wir uns gegenseitig
aus?
Da ist diese eine Kachel
poliert & glänzend
in dem Haus
in dem Du wohnst
Aber einst
in der Vergangenheit
saß auf dieser Kachel
eine widerliche Spinne
vor der Du Angst & Ekel hattest
Und niemals wieder
kann diese Kachel so
poliert & glänzend sein
dass Du
diese 1 Spinne
vergisst
Niemand ist gerne
erkältet
Um sich nicht zu erkälten
stellt man den Kragen hoch
Man zittert dennoch
vielleicht
Vielleicht auch ist man
einfach nur verspannt
Aber da der Kragen hochgestellt ist
kann niemand einem den Nacken massieren
& die Folge ist
der Kopfschmerz
Irgendwann habe ich aufgehört,
das Ungeschehene zu bereuen –
zu bereuen, dass ich etwas
(vielleicht aus Angst, vielleicht
aus Bequemlichkeit)
nicht geschehen ließ.
Denn die Fantasie kennt keine Ernüchterung;
keine Routine; keine Langeweile ….
Was geschieht, ist immer in Gefahr,
Ritual zu werden –
und die schönste Erinnerung an das Geschehene
wird blasser.
Und wenn die Erinnerungen an das Geschehene
blasser werden,
gewinnen die Erinnerungen an das Ungeschehene
an Farbe.
Die gefahrlosen Liebschaften der Fantasie
lachen über
die gefährlichen Liebschaften der Realität.
Irgendwann habe ich aufgehört,
das Ungeschehene zu bereuen.
Irgendwann sagte ich mir,
dass es so sei.
Und ich glaubte es mir.
2 Menschen, die immer in dieselbe Richtung schauen,
werden niemals sich in die Augen blicken, niemals sich
küssen können.
Sie müssen in entgegengesetzte Richtungen schauen.
[Das ist so simpel, dass es bestimmt
schon jemand geschrieben hat;
aber vielleicht auch nicht –
eben weil es so simpel ist….]
Vor allem früher
passierte es mir des öfteren, dass ich
– über viele Jahre hinweg –
von einem älteren Film dachte:
Den muss ich unbedingt endlich mal sehen;
der muss großartig sein!
Dann sah ich ihn & stellte fest:
Ich kannte ihn bereits!
Der Wunsch & die Erinnerung an den Wunsch,
den Film zu sehen,
waren stärker gewesen als die Erinnerung an die
Erfüllung des Wunsches – –
Und jedes Mal fragte ich mich:
Lag es an dem Film
oder
lag es an mir?
Und vor allem:
passierte mir das nur
mit Filmen?
Als Kind springt man in jede Pfütze
Als Erwachsener befürchtet man unter jeder Pfütze
einen Abgrund
Als Kind denkt man nicht an Abgründe
Als Erwachsener kennt man sie
& sieht sie auch, wo sie nicht sind
Als Kind springt man in jede Pfütze
Als Erwachsener ist man manchmal einfach
zu blöde
vor lauter Denken
Nur noch Bilder,
zusammenhangslos,
keine Gedanken mehr.
Keine Gefühle mehr.
Nur noch Be-Schreibungen.
Nicht mehr denken.
Nichts mehr aussagen.
Nur noch Bilder.
Und Beschreibungen.
Die Olive furzt in meinen Martini – 1 Luftblase
steigt auf.
Der Käse hat heute 2 Schimmelflecken mehr
als gestern.
Ich werfe 1 Schatten.
1 toter Nachtfalter in der Badewanne.
Staub auf Schreibmaschinen.
Kondenstropfen am Glas.
Ein zugesponnener Bücherstapel auf der Kellertreppe.
Gehen, ein Fuß wird vor den anderen gesetzt, der Kühlschrank wird geöffnet, es wird nachgeschenkt, Flüssigkeit macht ein Geräusch, vorbeigehen am Fernseher, eine Frau zieht sich auf dem Bildschirm aus, Musik erzeugt Schallwellen
Tod einer Glühlampe.
Das Fenster ist schmutzig.
Draußen ist Nebel.
Das rote Karussell dreht sich schnell – – – –
FEHLSCHLAG: Das rote Karussell erweckt Gedanken –
erweckt Gefühle —
& 1 weitere Olive
furzt in meinen Martini.
Es ist
eine Frage der Einstellung
eine Frage der Philosophie
eine Frage der Stimmung
eine Frage des Sehens
eine Frage der Farbenlehre
eine Frage der Fantasie
eine Frage des Gefühls
:
Grün ist die Hoffnung
oder
Grün ist der Schimmel
In dem Haus ohne Fenster
schenkte mir der Zufall
(er nannte sich Schicksal)
ein Fernrohr.
Der Zufall war bereit,
höhnisch zu lachen.
Aber ich lächelte,
als ich das Fernrohr entgegennahm.
Endlich
konnte ich die Wände
genauer betrachten.
Wiederkehrender Traum ….
Von einem Haus ins nächste ….
Immer wieder ziehe ich in meinen Träumen um ….
& von Mal zu Mal wird das Haus seltsamer ….
Immer größer – immer verwinkelter –
& schöner – doch auch immer stärker
verfallen – mit stetig sich verändernden Fluren ….
mit Zimmern, die ich aus der Realität kenne,
& Zimmern, die es in der Realität nicht geben kann ….
Wendeltreppen führen aufwärts in Räume ohne Dach
& abwärts in Keller voller Bücherregale ….
Wasser tropft von Decken, Ungeziefer wirft schnelle Schatten ….
& jederzeit kann man überraschend auf Menschen treffen,
Mischwesen aus der Vergangenheit, von denen man
nach dem Erwachen nicht sicher weiß, aus welchen
Wirklichkeiten sie zusammengesetzt waren ….
Wiederkehrender Traum ….
Von einem Haus ins nächste ….
Immer wieder ….
Wieder ….
Träume : voll von abwesender Einsamkeit,
Sex & Zärtlichkeit; bevölkert von Toten in ihren
unterschiedlichen Lebensaltern – (& ich weiss, dass
sie tot waren – & es jetzt nicht mehr sind …. &
ich frage sie, wie sie zurückgefunden haben …. &
sie wissen es selber nicht – – – & manchmal
wünsche ich mir, dass sie erneut sterben mögen ….
Wiederkehrender Traum ….
Von einem Haus in ein Schloss ….
Netze in allen Winkeln …. Mondlicht in Pfützen aus
Rattenpisse …. riesige Spülbecken voll von verdrecktem
Geschirr & in einem der Räume unzählige Kerzen
& eine Matratze – – die nackte Frau darauf, wer ist Sie?
Oh ja, ich weiss: Sie ist es! Vielleicht auch:
Wiederkehrender Traum ….
Von einem Schloss zum andern ….
Wer ist Sie?
Sie ist eine andere!
& wenn ich beim Kuss die Augen schließe,
verwandelt Sie sich – & wenn ich die Augen öffne,
weiss ich wieder, wer Sie ist ….
& wenn ich erwache (in dem Haus meiner Realität, das
ich kaum wiedererkenne), frage ich mich:
Wer war Sie?
& habe keine Antwort
& möchte sofort wieder einschlafen
für immer
für immer
Die Azubine & der Azubi,
beide rund 30 Jahre jünger als ich,
stehen an der Hotelrezeption, wo ich
vor mich hin gammle ….
Sie fragt: „Wo arbeitest Du eigentlich sonst noch?“
Ich: „Sonst noch? – Nirgends.“
Er: „Aber Du bist doch nur 2 Tage hier.“
Ich: „Und? Ich brauche Freizeit.“
Er (grinsend): „Aber – wie geht das denn?
Finanziell, meine ich…“
Ich: „Zu Hause bleiben & wenig Geld ausgeben.“
Sie: „Ist das denn nicht langweilig?“
Ich: lache!
Sie: „Und was machst Du die ganze Zeit?“
Ich: „Nichts.“
Ich habe meinen Bildungsauftrag erfüllt.
Irgend etwas habe ich da im Nebel gefunden.
Im dichten Nebel.
Fast blind & nur langsam vorwärtskommend.
Einen Gedanken, glaube ich;
meine Sicht auf so Manches
im Leben –
: Man kann nicht weiter blicken, wenn man
im dichten Nebel das Fernlicht einschaltet;
man kann nicht besser erkennen, wohin man fährt.
Es ist völlig nutzlos – (wahrscheinlich) sinnlos – aber
es ist schön. Und der Nebel
ist schöner, wenn man ihn im
Schein des Fernlichts
betrachtet.
{ Das Schnapsglas hat einen Rand hinterlassen ….
Der Rand hat Form & Größe des Lochs in meiner Socke ….
[ heute noch meine rechte Socke, morgen vielleicht schon meine linke )
Ich besitze einen Bilderrahmen, der dieselbe Größe, die gleiche Form hat ….
( er liegt eingeschweisst & unbenutzt in einer leeren Schublade ]
Ich bin verwirrt …..
ergibt das einen Sinn?
Nein!
Ist es eine Verschwörung?
Vielleicht…..
Kann ich meinen Rand halten?
Nein!
Falle ich aus dem Rahmen?
Nein!
Brauche ich ein Loch?
Vielleicht…..
Ist mir alles egal?
Schon möglich…..
Ich starre auf Ränder, Löcher & Rahmen –
was sehe ich darin – – – ? – :
Nichts
( vielleicht – – – – – ]
Vielleicht auch:
meine Welt }
Und immer denke ich :
von meinen besten Gedanken wurde ich
abgelenkt –
Abgelenkt
durch eine Melodie, die mir dazwischen kam
Abgelenkt
durch ein Bild, das ich plötzlich sah
Abgelenkt
durch eine Erinnerung, die erwachte
Abgelenkt
durch nackte Schenkel, die mich geil machten
Abgelenkt
durch eine Motte, die auf dem Bildschirm landete
Abgelenkt
durch Deine Worte, die ich nicht erwartet hatte
Und immer denke ich :
ich wurde abgelenkt von meinen besten Gedanken
Abgelenkt
durch etwas, das
wichtiger ist
als meine besten Gedanken
Ich habe mein Bestes verflucht
Mein Bestes warst Du
Ich habe meinen Fluch widerrufen
als ich Deinen Rücken sah
Deinen Arsch
der sich entfernte
Nachdem Du gesagt hattest:
„Du kannst mich am Arsch lecken!“
Zu spät – zu spät – zu spät –
Ich habe mein Bestes verflucht
aber vielleicht nicht
versucht
In meinem Gartenteich schwimmen Groupies.
Oder wie heißen diese billigen Viecher nochmal, diese
lebendgebärenden Zahnkarpfen?
Egal!
Sie schwimmen unter einem grünen Teppich –
vermute ich (ich habe sie noch nie gesehen, sie
sind Fische meiner Fantasie) – sie schwimmen unter
dem Schwimmenden Teppich, denn
der Teich ist umgekippt; wie ich
so oft. In 1000 & einer Nacht.
Ich schütte Gift in den Teich
aus einer Anstaltspackung!
Der Garten ist ummauert & verwildert –
ein Märchengarten, ein Märchenteppich &
soeben bemerke ich :
ich habe gar keinen Teich!
Ich werde
meine Leichen woanders
bestatten müssen.
Und so laut lachen, dass
die Oberflächen nichtexistierender Teiche
Wellen schlagen.
Irgendwo sind sie noch –
nach all den Jahren, all den Jahrzehnten
des Kehrens – des Verwischens – nach
all den Versuchen der gründlichen
Reinigung & des Ausmerzens :
Die Fingerabdrücke der Toten
Manchmal findet man sie in
der eigenen Wohnung – im
neuesten Staub … oder in etwas
versehentlich Verschüttetem –
Vielleicht erkennt man sie –
aber wahrscheinlicher ist es, dass
man sie – vereinsamt –
für die eigenen hält.
Ich höre viel zu gut – das
ist der Punkt.
Nirgends will ich
dazugehören
Kaum
gehöre ich mir selbst
hören
gehören
horchen
gehorchen
Ich löse mich von allem
Als Tauber möchte ich
vom Dach springen
Gefängnisse
überfliegen
Geräuschloser Applaus
aus Klapsmühlen
Aber ich höre zu gut –
ich höre
die Geräuschlosigkeit
des Bei
Falls
Ich will Euch langweilen langweilen langweilen
so – wie Ihr mich langweilt!
All diese Gedichte –
ein einziger Dreck – & je gereimter, desto
dreckiger!
Als ob diese ganze Scheisse, die wir verzapfen,
aufgehen könnte! Nichts geht auf! Weil
wir nicht rechnen können –
weil wir uns ständig verrechnen; weil
die Welt uns über ist – weil
Ach, scheiss drauf!
Irgendwann werde ich alles löschen
& alles verbrennen …….
Und dann könnt Ihr von vorne anfangen,
mich zu langweilen –
& ich werde Euch
zu Tode langweilen!
Während ich mich
an den Horror erinnere, erfinde ich
Witze
denn ich liebe es
laut zu lachen
im Vergessen
der Erinnerung
Wir lachten in der U-Bahn &
schauten aus den Fenstern
in die Fremde
Und 3 Wochen später
schauten wir in den Fernseher
& sahen
dass Fremde gestorben waren
auf der selben Strecke
die wir belacht hatten
in unserem Glück
da wir die
Bomben der Zukunft
nicht ahnten
Ich kann tun, was ich nicht will !
Ich kann tun, was ich will !
Kunst kommt von Du cunst mich mal!
Ich scheisse auf den kleinsten Haufen
oder auf den größten, wenn es mir beliebt –
Ich treibe Spinnen in den Wahnsinn, bis
sie mir ihre Netze schenken.
Ich schreie solange Es ist mir egal!!!, bis
es mir egal ist …….. 88
Das Blech, das ich rede, ist
meine Rüstung – ich
schmiede sie mit dem
Hexenhammer ………….
Verbrennt! Verbrennt!
Auf dem Haufen Eures Scheiterns …..
Ich huste Blut in die Glut, bis
die Flammen in den Nachthimmel züngeln –
Das All ist mir egal
denn ich kann tun
was ich will!
Selbst
wenn ich es nicht will
2 Kettensägen … Lärm … geschrieene Kommandos …
Schlaflosigkeit …
1 Baum, viele Jahrzehnte alt & alles überragend,
knarrrrzte, wankte, neigte sich – – – &
krachte zu Boden – !!!
Sie hatten ganz gut gezielt, die
Mörder; aber nicht gut genug.
Im Sterben nahm der Baum ein Stück von
meiner Gartenmauer mit.
Als die Mörder klingeln wollten,
hatte ich meine Klingel längst abgestellt.
Aber irgendwann
erwischten sie mich doch.
„Es tut uns so leid. Natürlich regeln wir
das alles über unsere Versicherung.“
Ich sah mir den Schaden an.
„Sieht eigentlich ganz interessant aus“,
sagte ich, „weniger langweilig als vorher.
Ein Denkmal für den Baum.
Belassen wir’s dabei.“
Und da war er wieder –
: Der fragende Blick, den ich so gut kannte.
Und die Frage lautete :
„Was ist denn das für ein Irrer?“
Du bist verloren
wie das Taschentuch, das Dir aus der
zitternden Hand fiel
Ich hebe es auf
für Dich
& mache einen Knoten hinein
damit Du
Dich nicht vergisst
Es sind doch nur Worte.
Worte, die mir aus der Tasche fallen,
wenn ich stolpere.
Kein Grund, mich zu mögen,
kein Grund, mich festzuhalten;
kein Grund für irgendwas.
Und wenn ich am Boden liege,
purzeln noch weitere Worte
aus meiner Tasche.
Keine Ahnung, wie sie da
hineingekommen sind.
Es ist mir auch egal.
Es sind doch nur Worte.
Kein Grund für
irgendwas.
(Inwendig vorgetragen:)
Ich möchte
meine Lesezeichen in Deine Seiten stecken
Dort
wo Deine Worte am schönsten sind
Dort
wo Dein Schweigen am schönsten ist
Dort
wo Du etwas vergessen hast
Dort
wo Du mich erinnerst
Dort
wo Deine Hoffnungen sind
Dort
wo Deine Angst ist
Dort
wo ich nichts mehr verstehe
Ich möchte
meine Lesezeichen in Deine Seiten stecken
Vielleicht hast Du
mehr Seiten, als ich Lesezeichen habe
Vielleicht habe ich
mehr Lesezeichen, als Du Seiten hast
Vielleicht aber
geht die Rechnung auf
& vielleicht
brauche ich keine Lesezeichen
weil ich Dich
auswendig kenne
Ich liebe es, wenn
der Lack von Türen abblättert
wenn Tore
verrosten
& Eingänge
von Unkraut überwuchert werden
Ich liebe den
Ver
Fall
Die Löcher
im Laken
durch die man
blicken kann
Ich liebe
verwelkte Blätter
im Abfluss
& ihren Geruch
Ich liebe den Staub auf dem
Kopfschnitt alter Bücher
& ihre Gedanken
die wie Staub
zerfallen
Der Schock raubte ihr die Stimme.
Sie wurde stumm durch den letzten Schock
in einer langen Kette von Schocks;
eine Kette, die sich wie eine
Würgeschlange um ihre Kehle wand
& langsam sich zusammenzog.
Und ich hatte ihre Stimme geliebt.
Und ich würde die Stimme immer noch lieben,
wäre sie noch immer da …..
Wörter werden auf Zettel geschrieben;
ich lese die Zettel, stumm – & ich
versuche die Worte zu hören mit der Stimme
in meiner Erinnerung. Aber
irgendwann wird auch die Erinnerung
verstummen –
& nur die Zeichen werden bleiben,
falls die Schlange überlebt.
Je älter ich werde, desto
weniger Bücher lese ich;
desto weniger Filme sehe ich;
desto
weniger weniger weniger.
Weg mit den Einflüssen!
Weg mit den fremden Gedanken!
Aber es ist zu spät.
In meinem Kopf: der zähe, fremde Brei der
Vergangenheit, und was ich davon
verdrängt habe, halte ich
vielleicht sogar
am Ende,
wenn es wieder erscheint,
für mein Eigentum.
Ein Dieb, der nicht weiss,
dass er ein Dieb ist …..
Wie jämmerlich!
(Inwendig vorgetragen:)
Ellenbogen altern am schnellsten.
Dein Gesicht mag jugendlich scheinen;
aber deine Ellenbogen verraten dich – :
Gefuchtel der Arme …
Kämpfe …
Schläge …
Umarmungen …
Stöße im Alltag …
Überleben …
Ellenbogen altern am schnellsten.
Weil Arme sich bewegen.
Gesichter können versteinern,
jung & ausdruckslos & stumm;
aber Ellenbogen sprechen
die Wahrheit.
Man sieht ihre Sorgenfalten;
man sieht ihre Zärtlichkeit;
man sieht in ihren Falten
vergangenes Leben.
Ich – bin nicht frei!
Ich bin – nicht frei!
Ich bin nicht – frei!
Ich bin nicht frei -!
ICH BIN NICHT FREI!
ICH BIN NICHT FREI!
ICH BIN NICHT FREI!
ICH BIN NICHT FREI!
ICH BIN NICHT FREI!
Denn ich wurde geboren
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