Noch eine tote Katze auf der Straße

So wie mein Auto mittlerweile aussah,
wurden nicht mal mehr auf dem Supermarktparkplatz
Karten von osteuropäischen Händlern drangesteckt.
Das gefiel mir.
Ich schob meinen Einkaufswagen über den Parkplatz,
packte die Lebensmittel (Gordon’s Gin, Chips, Nudeln, Wein & Bier)
in den Kofferraum, brachte den Wagen zurück &
stieg in das rostige, vollgeschissene Etwas, das mein Auto war.
Der Auspuff hatte seinen eigenen Sound, ich mochte ihn.
Auf dem Weg nach Hause hörte ich eine Dichterlesung im Radio.
Langweilige Bilder, gesuchte Gesellschaftskritik,
ausgetrocknete Sprache…..
Meine Scheiße klingt besser, wenn sie in die Schüssel klatscht,
dachte ich.
Und dann lag auch noch eine fette weiße Katze
aufgerissen mitten auf der Straße; die nassen Gedärme über
beide Fahrstreifen verteilt. Es war nicht ihr Tag gewesen.
Meiner eigentlich auch nicht.
Aber ich hatte mein altes Auto, den Gin, und ich konnte
das Radio ausschalten.
Also ging es mir vermutlich doch besser
als der Katze.


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