Tagesarchiv: 15. Januar 2012

Das geometrische Licht

Zuweilen, wenn ich in der Nacht
mit aufgeblendeten Scheinwerfern
an einem dunklen Haus vorüberfahre –
Fenster unerleuchtet,
Jalousien nicht heruntergelassen –
male ich mir aus, dass hinter einem dieser Fenster
jemand im Bett liegt …..
schlaflos
allein
mit offenen Augen in die Fastdunkelheit starrend.
In Gedanken & Wachträumen gefangen. – –
Und plötzlich
gleitet mein Fernlicht als geometrische Figur
über die Wände des Zimmers ….
über die Tapete
über die Bilder
über die Zwischenräume
über die Leere ….
Eine geometrische Figur, die
womöglich
Assoziationen weckt
andere Gedanken
andere Träume –
Erinnerungen …..
Bevor sie das Zimmer wieder verlässt.
Vielleicht hätte ich langsamer fahren sollen.
Vielleicht hätte ich anhalten sollen.
Meist fahre ich zu schnell.
Und die Fastdunkelheit, die nach dem
Fernlicht kommt, erscheint dem starrenden Auge
wie Finsternis.