In den glücklichsten Momenten
sind
Phantasie & Realität
Zwillinge.
Und selbst
ihre Mutter
könnte sie
nicht
auseinanderhalten.
In den glücklichsten Momenten
sind
Phantasie & Realität
Zwillinge.
Und selbst
ihre Mutter
könnte sie
nicht
auseinanderhalten.
»Ich wusste es«, sagte sie
»immer schon.«
Ich grinste.
»Und Du?« sagte ich. »Du
wolltest es doch immer mal
mit einer Frau ausprobieren.«
»Nein. Hat sich nicht
ergeben.«
»Stell Dir vor, Du stirbst,
und da ist auch nur eine
winzige Phantasie, die
in diesem Moment
an Dir nagt,
weil sie keine Zeit hatte,
Realität zu werden.«
»Und?«
Pause.
»Vielleicht«, sagte ich,
»hast Du recht. So toll
ist die Realität nun auch wieder
nicht.«
Sie steckte sich eine Zigarette an.
»Ja«, sagte sie. »Aber vielleicht
hast Du recht. Um zu wissen,
dass man nichts versäumt hätte,
muss man es
vielleicht
mal
gehabt
haben.«
Ich hatte ihre Antworten
immer schon
geliebt.
Ein kunstvolles Netz umgibt
die Klingel über meiner Haustür
Seit langem
Eine Zitterspinne wohnt darin
Groß
Feingliedrig
Ruhig
Geduldig
Wer sie erschreckt
Dem öffne ich nicht
Wem meine Tür offensteht
Der braucht sie nicht zu erschrecken
& sollte sich
auch nicht erschrecken lassen
von ihr
die über der Klingel wohnt
Eine Nacht & ein Tag
voller Kurzschlusshandlungen
waren vergangen.
Langsam
Stück für Stück
kam ich wieder
zu mir.
Mein Herz schlug noch.
Mein Schwanz war bereits wach.
Aber mein Hirn war eine einzige
blutrote Dämmerung.
Allmählich erinnerte ich mich
an die Kurzschlusshandlungen.
Man konnte sie alle
aneinanderreihen
wie die Sätze einer Story.
Aber die Kurzschlüsse ergaben
keine zusammenhängende Handlung.
Und vor allem ergaben sie
keinen Sinn.
So
wie
die Story
meines Lebens.
Das Leben
: eine schlechte TV-Sendung
Die Realität
: eine Greenbox
Darin.
Es könnte aber auch
umgekehrt
sein.
Ich räumte das Fundbüro auf
in einem der Hotels, in denen ich arbeite.
Zwischen all den
Regenschirmen,
dreckigen Unterhosen,
Ladegeräten,
Sonnenbrillen,
BHs,
Badekappen,
Reiseweckern,
Schmuckstücken,
Büchern ….
fand ich
ein Stofftier.
Abgegriffen & schmuddelig.
Zwischen all den
Nichtigkeiten
(die zum Teil
mehr Geld gekostet haben mochten)
war dies
das Einzige
von Wert.
Es war
vielleicht
die Traurigkeit eines Kindes ….
die Schlaflosigkeit eines Kindes ….
die Einsamkeit eines Kindes ….
Weil das Stofftier
hier war,
wo es nichts zu suchen hatte –
& nicht
dort war,
wo es
hingehörte &
vermisst wurde.
Abgegriffen
Schmuddelig
Vergessen
Verloren
Die Welt & er
interessierten sich oft
für sehr unterschiedliche Dinge.
Trotzdem kamen sie
irgendwie
miteinander
Aus.
Der umgekippte Tisch war
die Front meines Busses
Der große Leitz-Locher
mein Gaspedal
Der kleinere Locher
die Bremse
& der Tacker
die Kupplung
Die Antenne des Kofferradios
war der Schaltknüppel
& ein Teller
mein Lenkrad
Ich hatte einen
weiten
weiten
Weg
vor mir
& glaubte
zu wissen
wo es langgeht
Was gab es in jenem Moment
Besseres
zu hören als
das Rauschen des Blutes
in meinen Ohren
Was
Besseres
zu fühlen als
den weichen Druck ihrer Oberschenkel
auf meinen Ohren
meinen Wangen
Was gab es
Besseres
zu sehen als
ihre geschlossenen Augen
ihren geöffneten Mund
& wie sie sich
auf den Knöchel des gekrümmten
Zeigefingers
biss
Was gab es
Besseres
zu riechen als
sie
Dann
nachdem sie die Schenkel wieder
geöffnet hatte
wollte sie meinen Kopf von sich
wegzudrücken
Aber ich ließ es nicht zu
Ich machte weiter
Es ging ein bisschen schneller
beim zweiten Mal
Blut
Druck
Augen
Mund
Duft
Wieder wollte sie mich wegdrücken
Wieder ließ ich es nicht zu
Schließlich
begannen meine Kiefergelenke
leicht zu schmerzen
Blut
Druck
Augen
Mund
Geruch
Sie ließ mich weitermachen
Beim vierten Mal
dauerte es wieder etwas länger
Beim fünften Mal
noch länger
Dann war es
als wollte sie mir den Schädel
zerdrücken
& mir die Zähne einschlagen
mit ihrer Fotze
Ich wollte
weitermachen
weitermachen
weitermachen
Wie in einem zeitlosen Rausch
Aber sie sagte:
»Nicht.
Ich kann nicht mehr.«
Meine Finger waren aufgeweicht
»Das trifft sich gut«, flüsterte ich,
»ich kann nämlich auch nicht mehr.
Aua, mein Kiefer.«
Sie grinste
Ich rutsche hoch
Neben sie
Gab ihr einen Kuss, obwohl
sie es nicht mochte
sich zu schmecken
»Du bist verrückt«, sagte sie.
Sie zog die Decke über uns
Wir rückten etwas weiter auf die
andere Seite
weil das Laken so nass & kalt war
»Aua, meine Pfunge«, sagte ich.
Sie kicherte
Tatsächlich
fühlte sich das Zungenbändchen
am nächsten Tag
seltsam stumpf & dick & gereizt an
Ab & zu fragte sie:
»Was macht das Bändchen?«
»Es hält«, sagte ich.
»Es hält.«
Wir grinsten
Was gab es
Besseres
in jenem Moment
Leben
Sie lag auf dem Tisch
bedeckt von grünem Tuch
Das Tuch hatte ein Fenster
In dem Fenster:
Ihr geöffneter Brustkorb
Der Chirurg
maskiert
operierte
ihr bloßgelegtes Herz
Der Anästhesist
war ein
Sadist
& ließ sie
erwachen
Sie liebte Möwen.
Also nahm ich ein Blatt Schreibmaschinenpapier,
zeichnete eine Möwe darauf,
spannte anschließend das Blatt in die alte
Triumph meines Vaters & tippte
rings um die Möwe herum
das Wort »Besessenheit« –
so oft, bis
das Blatt voll war.
Dann schickte ich es ihr
per Post.
Als ich sie
das nächste Mal sah,
drang ihr Blick so tief
in mich,
dass ich es
nicht
ertragen konnte.
Und
nichts
geschah.
Manchmal
in meinen Träumen
reiße ich Witze
die ich
noch nicht kannte
als ich einschlief
Dann muss ich lachen
& erwache
von meinem Gelächter
Und das Gelächter
vergeht
Ich bekam
Alles
was ich wollte
durch
meine Worte
Dann
bekam ich
Angst davor
das zu bekommen
was ich wollte
Es war
der Beginn
meines
jahrelangen
Schweigens
Fast leer war die Autobahn
in der Abenddämmerung.
Ich steuerte in Richtung Job.
Wie üblich schaute ich mehr
in die Wolken & die Umgebung
als auf die Fahrbahn …..
Betrachtete die Baumreihen.
Die Bäume waren fast alle
gleich hoch,
lebendig,
wuchernd,
grün;
bewegten sich im Wind.
Hinter einer Biegung sah ich
die
eine
Ausnahme.
Hinter all diesen lebendigen,
grünwuchernden, bewegten Bäumen
befand sich
ein
einzelner
Baum –
Er war kahl
Er war dürr
Er war unbewegt
Er war tot.
Und –
Er überragte alle anderen
bei weitem – –
mit seinen dürren, braunen
Ärmchen.
Ich wollte ihm
einen Namen geben.
Aber
es fielen mir
zu viele
ein.
Und ich konnte mich
für keinen
bestimmten Namen
entscheiden.
Es braucht
nur eine Kleinigkeit.
Zum Beispiel:
Eine Erkältung.
Ein bisschen Rotz ….
Ein bisschen Halsweh ….
Schweiß & Krankheitsgefühl ….
& schon
wird einem das
Alleinsein
noch bewußter –
& so planetenschwer
dass man es kaum noch
ertragen kann.
Da ist
Niemand
der nach einem sieht.
Niemand
der einem etwas ans Bett bringt.
Niemand
der wärmende Worte hat.
Niemand
der sich ansteckt. –
Es ist
nur eine Kleinigkeit.
Eine Kleinigkeit
die kaum
zu ertragen ist.
Es ist
immer wieder
nur
1 einzelner Moment
der einem
das Leben
& die Erinnerung daran
wertvoll
erscheinen lässt
Wir saßen
auf einer kleinen Mauer
in einer Allee
in London
In der Abenddämmerung
Sie trug
schwarze Shorts
Ein Taxi
fuhr vorbei
Ein
schwarzes
altmodisches
Taxi
»Das ist schön«,
sagte sie.
»Ja«, sagte ich,
nachdem ich
auf das
alte
Taxi
&
auf
ihre
jungen
Kniee
geblickt hatte.
In den Gläsern meiner Brille
spiegeln sich
von außen betrachtet
die Leere
die Einsamkeit
die Abwesenheit vertrauter Augen
Es spiegelt sich
die Gewohnheit
Die Gläser sind
entspiegelt
x-fach ….
Damit die Reflektionen
(beinahe hätte ich geschrieben:
Reflexe)
von Licht &
die Reflektionen
meiner eigenen Augen
von innen betrachtet
mich nicht
stören
Mich nicht stören
während ich
die Leere
starrend
&
erstarrt
betrachte
Dieses Brennen in der Kehle
war ungeheuerlich.
Die Nacht davor hatte aus
Martinis bestanden,
Gin, Vodka, Kräuterliköre,
Rotwein & Absinth. Zigarren.
Nichts konnte das Brennen
löschen.
Kein Tee, kein Wasser.
Ich dachte an Bogart &
an Lauren Bacalls
Schilderung seines Sterbens.
Andere Gedanken
wollten nicht kommen.
Jämmerliches Verrecken & Tod.
Ich schaute einen Porno &
holte mir einen runter.
Einsamkeit.
Sonst nichts.
Das Brennen.
Irgend etwas brennt immer.
Wie das Verlangen.
Etwas Eisiges wollte ich
in meine Kehle schütten.
Eine Betäubung.
Ein Vergessen.
Da war noch Vodka
im Tiefkühlfach.
Der reichte für
einige weitere Martinis.
»The whole world is about
three drinks behind.«
Schmerz mit Gegenschmerz bekämpfen.
Feuer mit Gegenfeuer.
Doch nichts
kann es löschen.
Es bleibt.
Bis zum jämmerlichen Verrecken.
Dieses Brennen.
….. ich dramatisiere
manchmal
meine Vergangenheit
etwas
um sie
interessanter
zu machen
als sie mir vorkommt.
Ich tue das
in erster Linie
für
mich.
So wie ich
Alles
in erster Linie
für mich
tue.
So
wie
alle anderen
in erster Linie
Alles
für sich
tun.
Sie halten sich
die Waage:
Die Menschen, die
sich zu wichtig nehmen
& diejenigen, die
sich für unwichtig halten.
Wenn ich
Unwicht
meine Sympathie
in die Waagschale werfe
werden
die ersteren
sich
wie
Fliegengewichte
fühlen.
So lächerlich
finde ich
oft &
oft &
oft
meine
verdammte
Schreiberei!
Peinlich
darüber
zu
reden.
Lächerlich
es
ernst
zu
nehmen.
Man sollte
nur
schweigen
darüber.
So
wie
Millionen andere
es
auch
sollten.
All dies
papierene Gequatsche.
All dies
Versagen.
All diese
Selbstbefriedigung.
Nie werden wir
etwas
Großes
schaffen.
Denn
das Große
war
schon
da!
Die kleinen
Zettel, die ich
als Kind
bekritzelte
waren
mir wichtiger
als mein
heutiges
Geschwurbel.
Und die
Zettelchen, die ich
später
ihr
schrieb
& an Orten versteckte
wo
er
nicht suchte
waren wohl
das
Einzige
von Wert
dass ich
überhaupt
jemals
geschrieben
habe.
Aber
ich
kann
einfach
nicht
aufhören
Das herrenlose Tier
durstig & hungrig
& frei
trinkt genüsslich
aus der Pfütze
& frißt
aus dem Müll
Das Tier an der Leine
satt & ohne Durst
& unterworfen
bemerkt die Pfütze
nicht einmal.
Sieht nicht
den Müll
&
die Möglichkeiten
darin.
Der Traum erschafft sich
seine eigene Vergangenheit.
Der Träumende erinnert sich
an Menschen & Ereignisse,
die es
niemals
gab.
Gern wäre ich
mein eigener Traum –
der
sich
seine Erinnerungen
& die Menschen darin
selber
erschafft.
Und irgendwann möchte man
nicht mehr an sein Ende gelangen,
an das Ende des
langen, düsteren Tunnels,
durch den man sich seit
Jahren,
vielleicht sogar seit
Jahrzehnten bewegt hat.
So sehr hat man sich
gewöhnt
an die Geborgenheit
der Mauern & die
Gleichförmigkeit der Düsternis.
An das Echo
der eigenen Schritte.
Und man fürchtet sich
vor dem Licht, das einen
schmerzhaft blenden würde.
Und dort
im Licht
könnte einem klar werden,
wie hässlich
der Tunnel doch eigentlich
gewesen war –
& wieviel Zeit
man
unwiderbringlich
in ihm
verloren
hat.
Er bemerkte ihn nicht.
Den seltsam grinsenden Mann,
der in der Masse
hinter ihm stand.
Im Gedränge des Lebens.
Und er spürte nicht,
wie die Hand des Mannes
langsam & geschickt
in eine seiner Taschen glitt.
Er bemerkte nicht, dass
der Mann da gewesen war,
und er bemerkte nicht,
dass der Mann
wieder verschwand.
Lange Zeit bemerkte er gar nichts.
Denn er vermisste nichts.
Erst spät,
sehr spät
fand er etwas.
Er fand es in
einer seiner Taschen.
Es war
eine Quittung.
Die Quittung für
sein Leben.
Und für all das, was er
sich selber
angetan hatte.
Und dann begann er
zu spüren,
was ihm
gestohlen
worden
war.
(Inwendig vorgetragen:)
Kindheit –
die Phase meines Lebens,
in der ich mich
in
Alles
&
Jeden
vorbehaltlos
verlieben
konnte.
Weibliche Menschen
Männliche Menschen
Männliche Tiere
Weibliche Tiere
Gegenstände
Oftmals
wünsche ich mir
diese Vorbe
haltlosigkeit
zurück.
Eine Vorstellung
in die ich
mich
noch heute
verlieben
könnte.
Beinahe
vor
be
halt!
los!
All das
was ich verloren habe
im Laufe meines Lebens
liegt
im Schaufenster
meines
Unter-
Bewusstseins.
Manchmal
schaue ich
von außen
in dieses Schaufenster
& spiegele mich darin.
Die Tür
bleibt
verschlossen.
Mein
Unter-
Bewusstsein
ist ein
Fundbüro
zu dem ich
keinen
Zutritt
habe.
»Ich kann nicht kochen …«, sagte sie.
»Also, mir hat’s bisher immer geschmeckt«,
sagte ich.
Sie grinste. »Doofsack. Ich meinte:
Ich kann nicht kochen, wenn du mir dabei
nicht
zusiehst.«
»Aber ich sehe dir doch zu.
Immer.«
So war es.
Ich sah ihr zu.
Beim Kochen.
Immer.
Saß hinter ihr.
Immer.
Meine
private
Kochshow.
Genüsse & Vorfreuden
die
aufeinander
trafen.
Der Geschmack des Cocktails ….
Der Geruch des Essens ….
Der Dampf ….
Die Wärme ….
Ihre Geschicklichkeit ….
Ihre Schönheit ….
Ihre Zaubertricks …..
Ihre Beine ……
Sie kochte nur, wenn sie
gut gelaunt war.
Wenn sie gut gelaunt war,
zog sie an,
was ich mochte.
Hin & wieder
beugte ich mich vor
& hob ihren kurzen Rock
oder mein Hemd,
das sie trug,
ein wenig an.
Sie ließ sich
nicht
stören
& rührte.
Das Essen
& –
mich.
Man kann
die Augenränder
deutlich
sehen
auf diesem Foto.
Wusste er,
dass er
aufgefressen wurde
von innen
als er
in die Kamera blickte?
Wusste er,
dass er
im Sterben
stand?
Die Augen
in den Rändern
blicken so
wissend.
Jenseits
der Ränder –
ein Abgrund.
Ich blicke
zurück.
Zurück
in diese Augen
mit ihren
2
Dimensionen.
Ich blicke
zurück
mit
meinen
Augen
Mit meinen Augen
die
den seinen
so ähnlich sind …..
Und
was
weiß
ich?
In meinen schwächsten Momenten
hoffe ich,
dass
meine Worte
mich
überleben
in dem ein oder anderen
(fremden)
Kopf
in dem ein oder anderen
(fremden)
Herz.
Wahrlich!
Es
sind
meine
schwächsten Momente.
Da trinkt man
3 Stunden lang
Cocktails
als Vorbereitung
auf
das Essen ……
Und dann
schlingt man
das Essen
in
ein
paar
Minuten
herunter.
Sie
hat keine Ahnung.
Keine Ahnung
dass ich
irgendwann
nach langer Zeit
wieder
mit dem Schreiben anfing.
Sie – die
häufiger
in meinem
Ge
schreibsel
auftaucht
als irgend jemand sonst ….
Sie – die
sogar dort
präsent
ist
wo sie nicht
auftaucht ….
Vielleicht sogar
dort
wo es
um Andere geht
…..
Dabei mochte sie
meine Worte
in graubunter Vorzeit.
Damals
als sie
neben mir lag & ich ihr
wenige Seiten
zeigte.
Doch die Worte
die ich ihr zuletzt schrieb
vor Jahren
mochte sie
nicht.
– – – – –
Sie lebt noch
das weiß ich.
Aber das ist auch alles
was ich noch weiß.
Einmal
im Suff
wollte ich ihr
den Link zu meinen Texten
schicken
Ihre Email-Adresse
existierte nicht mehr
als ich wieder nüchtern war
war ich froh darüber.
Zu wissen
dass sie mitliest
könnte mich
beeinflussen –
Zu wissen
dass sie mitliest
könnte mich
verstummen lassen …..
Und doch –
Was – wenn
sie sterben würde
ohne gelesen zu haben?
Was – wenn
sie erst
nach meinem Tode lesen würde?
Wir sind dem Tod
beide
so viel näher
als damals.
Sie war dem Tod schon
zwei Mal so nahe gewesen
so nahe – – –
näher als ich
jemals
(fast so nah
wie wir uns gewesen waren)
ohne
dass ich es wusste …..
Ich
hatte keine Ahnung.
Und sie rief meinen Namen
auf der Intensivstation
ohne dass ich es wusste …..
Sie rief ihn
ohne Bewußtsein
innerlich blutend
betäubt
kämpfend
& Der
der bei ihr war
hörte es.
Er sagte es ihr –
später
Sie sagte es mir –
noch später …..
– – – – –
Und
irgendwann
könnte
Alles
zu spät
sein
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