Meine Trägheit

»Normalerweise
liebe ich meine Trägheit.

Genieße sie.

Ein Gesetz.
Mein Trägheitsgesetz.

Müßiggang
was für ein schönes
widersprüchliches Wort!

Doch dann:

Du kletters-
test
aus dem Bett
(so schön)
um Dir ein Bier zu holen
aus meinem Kühlschrank

Nackt

& ich
träge Sau
blieb liegen!

Ich hätte Dir
hinterhergehen
müssen.

Um Dich
zu beobachten
zu betrachten.

Deinen Anblick
& jede Schwingung
zu genießen.

Im Licht der Lampen.

Im Gegenlicht des
Kühlschranks.

Nun sehe ich dieses Bild
nur in meiner Phantasie.

Aber was ist schon
meine Phantasie!

Ja, manchmal
hasse ich meine Trägheit!«

– – –

»Aber«, sagte sie, »im Keller
war ich doch auch allein …. & nackt.
Und habe auf deinem Sessel gesessen,
entspannt.«

Es stimmte. Sie war
zum Rauchen in den Keller gegangen,
in den Raum mit den
vom Zigarrenrauch gebräunten Tapeten.

Und auch das stellte ich mir vor.
Sie
nackt &
allein
in diesem Raum
auf meinem Sessel.

Und die Spinnen unter dem Heizkörper
beobachteten sie.

Während ich
träge
im Bett lag.


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