Tagesarchiv: 25. Dezember 2011

Wie ein Hund

Wie ein Hund, der
vor dem Laden angebunden wurde, in
dem es so vieles gibt, das er gerne fressen würde,
und in den der Mensch gegangen ist, den er liebt
& von dem er abhängt,
fühle ich mich manchmal angebunden
vor dem Leben.
Da ist dieses Schild:
‚Wir müssen draussen bleiben’.
Aber der Hund kann es nicht lesen;
& deshalb heult er manchmal,
weil er sich verlassen fühlt –
& manchmal bellt er alle an, die
so selbstverständlich diesen Laden betreten.
Und die dieses Schild
niemals beachten.
Wie ein Hund
fühle ich mich manchmal,
der das Verbotsschild nicht lesen kann,
das ihn –
& nur ihn allein
zu betreffen scheint …. &
er ahnt nicht, dass es
andere
seiner Art gibt, denen es
genauso geht.


Manche Verstecke

Sie sagte: „Ich habe ein bisschen Angst vor mir.“

Hab keine Angst vor Dir, nur weil ich
Dir Seiten Deines Wesens zeige, die Du noch nicht
kanntest.
Sag nicht: „Das bin ich nicht.“
Denn Du bist es.
Du bist es auch.
Und ich habe sehr schnell erkannt,
wo diese Seiten versteckt waren.

Manche Verstecke liegen so nahe in einem selber,
dass nur ein anderer
sie finden kann.