Tagesarchiv: 3. Februar 2012

Und für jeden Text …..

Und für jeden Text, den ich schreibe,
trete ich 985 Mal in die Scheiße,
lese ich 476 Bücher,
verliebe ich mich in 13 Frauen,
sterbe ich 7 Mal,
trinke ich 666 Flaschen Gin,
rauche ich 43 Zigarren,
esse ich 54 Bratwürste,
höre ich 374 Symphonien,
spritze ich 94 Mal ab
& bleibe 64000 Mal unbefriedigt.

(So ungefair jedenfalls)


Allein & Abgeschnitten

Das Nichts kann man sich nicht
vorstellen – man kann nur glauben, es
sich vorstellen zu können.

Aber
es gibt Nächte
(die Mondsichel erinnert an
einen abgeschnittenen Fußnagel in einem
schwarzen Abfluss)
da denkt man, es sei
leichter
sich das Nichts vorzustellen
als
das
Alleine &
Abgeschnitten
Sein
zwischen den
Menschen.


Die Leertaste

Die Leertaste auf meiner Tastatur scheint mir
abgenutzter zu sein als alle anderen Tasten …
Es muss sich um eine Täuschung handeln, rein
rechnerisch; natürlich.
Sie sieht versiffter aus als die anderen Tasten –
das könnte immerhin sein (Daumen sind breiter als
Fingerkuppen, und sie sind zu zweit).
Ergibt das einen Sinn?
Wahrscheinlich nicht.
Das ist mir egal.
Wie so vieles.
Ich taste im Leeren.
Ich rechne.
Mit nichts.
Irgendwann wird es so weit sein, dass ich
meine Memoiren schreiben werde – & ich werde dazu
ausschließlich diese versiffte Leertaste benutzen.
Entweder weil ich nicht anders kann,
nicht mehr anders kann,
oder
weil es letztendlich keinen
Unterschied macht.