Kein Grund, der Held zu sein

Ich habe doch nun wirklich
keinen Grund, der Held zu sein
in meinem Geschreibsel.

Ich schreibe für mich.
Zuallererst für mich.
Nur, um rauszulassen, was
raus muss; Ballast abzuwerfen,
damit ich nicht abstürze.

Und all das
Jämmerliche
Erbärmliche
Weinerliche
Lebensuntüchtige
Rachsüchtige
Sadistische
Masochistische
Stinkende
Faule
Gedankenlose
Grausame
in mir
kenne ich doch zu Genüge.

Kein Grund, etwas zu verbergen.
Kein Grund, etwas zu beschönigen.
Kein Grund, der Held sein zu wollen.
Für was denn?
Für wen denn?

Wenn es mir aber doch passiert,
hin & wieder (viel zu oft),
das Beschönigen,
das Verbergen,
das Heldseinwollen,
so ist auch das
nur ein Zeichen für
die ein oder andere
meiner Schwächen.


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