Die rote Nacht

Rot war die Nacht
wie die Vorstellung der Hölle
wie das Blut, das man erahnt
unter der Oberfläche
Eiskristalle krachten wie spröde Rasierklingen
Und verdunkelte Fenster
waren die geweiteten Pupillen der Schlaflosen
In den Verließen der ungeträumten Träume schmachteten
die von allen guten Geistern Verlassenen
Und gebrochene Blicke aus lidlosen Augen sahen das Nichts
Gedankenkreise, eingesperrt in Quadrate
Schnittstellen vergangener Berührungen
Wahn & Sinn & Losigkeit tanzten spinnenbeinig miteinander
Musik existierte nicht mehr
Und kein Rausch konnte die Leere füllen
In den Handgelenken pochten die Endlosschleifen
Und Alles, was jemals vergessen worden war,
sammelte sich in einem berstenden Totenschädel
Ein Hilferuf passte nahtlos in ein Schweigen &
verschwand darin
ohne Wider
hall

Rot war die Nacht
& dann
ganz

Stille


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