Die Pendeluhr tickt Romane
in der Nacht
eine Mücke besäuft sich an mir
Die Lampe meiner Kindheit beflackert
den RomanTisch
an dem ich sitze
In meinem Kopf ein kaputtes Puzzle
Teile fehlen
Wände in schwarzem Schattensamt
Eingestürzte Büchertürme
Zerbrochene Bleistifte
Tickende Stille während die Mücke trinkt
ihre Beine in kaltem Schweiß
Das Zittern stört sie nicht
Ich sehe ihr zu
unbeteiligt
Am Boden die Mondpfütze
Das Herz flattert im Rippenkäfig
Wenigstens der Mücke geht es gut
Ich lasse sie leben
Sie soll davon fliegen
in die Nacht hinaus
mit meinem Blut
5. Mai 2011
Die Mücke
2 responses to “Die Mücke”
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15. Mai 2014 at 23:22
Hat dies auf Nicht schon wieder ein Blog rebloggt.
5. Mai 2011 at 09:16
1. Großartig geschrieben!!!!!
2. Tolle Szene – man kann sich total hineinfühlen.
3. Ich mag diesen Hoffnungslosen. (Heute weckt er direkt mütterliche Gefühle bei mir 😉 )
4. Wieder nicht geschlafen?