Tagesarchiv: 14. Mai 2014

Splitter im Sand

Da war ein Strand, und
der bestand aus dem Sand, der aus
Uhren gerieselt & geronnen war.

Zerbrochen war die Sammlung des Todes. All
seine Sanduhren – & niemand
wusste warum.

Ein Kind war gerannt durch
den Sand, den Strand entlang
& hatte geschrien. Vor

Schmerz.

Die Splitter des Glases der Uhren
der Sammlung des Todes zer
schnitten die kleinen bloßen Sohlen.

Das Salz des Meeres brannte
in den Wunden. Für Stunden. Das Blut
gerann – & die Zeit war seine Vergiftung,

die nicht zum Tode führte.

Und es weinte Jemand. Still
in den Sand. Es war
der Tod. Den

Niemand
mehr fand.


In Worten

In Worten

lässt es sich
wohnen

wie
in einem Verließ
oder
einem Garten

& wie
es dort aussieht
geht
Niemanden etwas an

Ketten
Wuchern
Schreie
Blühen

Und selbst
in fremden Wohnungen
hängen
die eigenen Bilder

in Worten


Die Richtigen & Alles Andere

Es sind immer die Richtigen

Menschen, die gehen;
Menschen, die bleiben.
Deshalb bleiben
oder gehen
sie.
Deshalb sind sie
die Richtigen.

Alles
Andere
ist nur

Phantasie
oder
Erinnerung.


Nur Grammatik

Er sagte:
»Dein Ich zu verstecken
hinter der 3. Person, die
gar nicht existiert, ist
nur Grammatik.

Ist
Nichts. Für
mich.«

Dann nickte er, um
sich zuzu
stimmen.