Tagesarchiv: 8. August 2014

Jemandes Fernlicht

Fernlicht
wurde zu Gegen
Licht & schnitt
eine Silhouette aus der Dunkelheit

Ein Mensch wie ein Schlag
Schatten in der Nacht
an einem Ort
wo er glaubte Etwas zu suchen zu haben

Blendung & Verblendung

Ein letztes Über
Treten einer Grenze
im Rausch – & ein Laster ergriff
ihn zum letzten Mal

Sie hatten sich
gefunden
nach einem endlos
erscheinenden Flirt

an einem Ort
wo der Mensch nicht hingehörte


Graustufen & Eine Unbekannte Aussicht

Ich tat was
ich zu Hause niemals
tue: ich sah aus

dem Fenster.
Kurz nach 6 am
Morgen. Grau

Stufen über den Dächern.
Regen. Und ein gemähter Rasen
3 Stockwerke weiter

unten. Eine unbekannte Aus
Sicht. Die Frau
stand in der Tür.

»Du siehst aus
als ob du
auf etwas wartest«,

sagte sie. »Nein«, sagte ich, »ich
warte auf nichts. Ich wollte
nur sehen, wie es hier aus

sieht bei Tageslicht.« Dann schaute sie
zu, wie ich mir die Schuhe zu
band. Ich spürte Ungeduld. Nachts

hatte ich nicht schlafen können
während sie schlief sah ich neben ihr
liegend eine Dokumentation über Serien

Killer. Nach
gestellte Szenen voller Blut. Fotos
von Leichen, die

echt waren. »Ich möchte keine Fragen
beantworten«, sagte sie, »aber
wenn meine Nachbarin dich sieht,

muss ich das. Da hab ich
keinen Bock drauf.« »Keine
Angst«, sagte ich, »ich

bin gleich
weg.« Ich hasse es
gesehen zu werden

von Nachbarn. Zu wem auch immer
sie gehören. Also war
Alles in Ordnung. Zu Hause

ist – wo
die Jalousien herunter
gelassen bleiben. Und

das Gras
Alles überwuchert. Sie
würde

keine Fragen beantworten
müssen, und ich er
wartete in der

Tat Nichts.